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Aberglaube – Freitag, der 13: In diesen 6 Fällen brauchte der Tag Unglück


Als Freitag, der 13. wirklich Unglück brachte

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 13.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese Stärke zum Verhängnis.
Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese Stärke zum Verhängnis. (Quelle: serpeblu/getty-images-bilder)
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Endlich Freitag! Aber was für einer ... Für manche nur Gerede, kriegen andere am Freitag, den 13. beinahe Stressflecken vor Sorge. Warum? Das zeigen diese sechs Fälle.

Von einem Imageproblem zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Der Tag ist von manchen so gefürchtet, dass es eine Phobie gibt, die sich auf ihn bezieht: Paraskavedekatriaphobie. Das ist die übersteigerte Angst vor Freitag, dem 13. Und die treibt manchmal seltsame Blüten.


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In einigen Hochhäusern gibt es keine 13. Etage, manche Züge haben keinen 13. Waggon. Ob bei Hotelzimmern, Sporttrikots oder Decks auf Kreuzfahrtschiffen – die Zahl 13 wird einfach ausgelassen.

Am Freitag, den 13. geschieht dennoch nicht mehr Schlimmes als an allen anderen Tagen, sagt die Statistik. Eher noch weniger, weil die Leute besonders achtsam sind. Doch Statistik hin oder her – manches Mal schlug das Unglück trotzdem zu.

1. Vernichtung des Templerordens

Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese Stärke zum Verhängnis.
Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese Stärke zum Verhängnis. (Quelle: serpeblu/getty-images-bilder)

Die Tempelritter, eines der großen Mysterien des Mittelalters: Um 1118 gegründet, betätigten sich die Mitglieder des Ordens nicht nur mit Schwert und Lanze, sondern auch im damaligen Finanzwesen. Dank eines tadellosen Rufs wurde der Orden sehr reich – und zwar nicht nur an Einfluss.

Der Franzosenkönig Philipp IV. (1268–1314) wiederum war vollkommen abgebrannt und wollte an die vollen Templerkassen. Einfach so konnte er aber nicht ans Geld des Ordens gelangen. Also warf man den Mitgliedern unter anderem Ketzerei vor. Damit war das Ende des Ordens eingeleitet: Am Freitag, den 13. Oktober 1307 wurden seine Mitglieder in einer Verhaftungswelle dingfest gemacht – Folter und Hinrichtungen folgten, der Orden wurde Geschichte. Dieses Ereignis soll zum Aberglauben um Freitag, den 13. geführt haben, sagen einige Historiker.

2. Rapper stirbt nach Schießerei

Rapstar Tupac Shakur: Er ist eines der bekanntesten Opfer des Krieges zwischen Rappern der US-Ost- und Westküste in den 1990er-Jahren.
Rapstar Tupac Shakur: Er ist eines der bekanntesten Opfer des Krieges zwischen Rappern der US-Ost- und Westküste in den 1990er-Jahren. (Quelle: Columbia/dpa-bilder)

In den frühen 90er-Jahren wurde Tupac Shakur mit Hits wie "Dear Mama" zum Rap-Superstar. Allerdings hatte "2pac" nicht nur Freunde. Nach dem Besuch eines Boxkampfs geriet er am Abend des 7. September 1996 in einen Streit, der zunächst einigermaßen glimpflich endete.

Wenig später wurde aber das Auto beschossen, in dem Shakur davongefahren wurde. Mehrere Kugeln trafen den Rapper, unter anderem in der Lunge. Im Krankenhaus wurde ihm ein Lungenflügel entfernt und man versetzte ihn in ein künstliches Koma. Daraus ist er nicht mehr erwacht: Am Freitag, den 13. September 1996 starb Tupac Shakur im Alter von 25 Jahren. Bis heute ist die Tat nicht aufgeklärt.

3. Bomben auf Buckingham

Buckingham Palace: Mit Bomben auf den Sitz der Königsfamilie wollte die deutsche Luftwaffe die Moral der Briten brechen. Sie erreichte das Gegenteil.
Buckingham Palace: Mit Bomben auf den Sitz der Königsfamilie wollte die deutsche Luftwaffe die Moral der Briten brechen. Sie erreichte das Gegenteil. (Quelle: fazon1/getty-images-bilder)

Das Zuhause der britischen Königsfamilie wurde während des Zweiten Weltkriegs zum Ziel der deutschen Luftwaffe. Damit wollte sie die Kampfmoral der britischen Bevölkerung brechen, aber ohne Erfolg.

Am 13. September 1940 wurde der Buckingham Palace von deutschen Bomben getroffen, während das damalige Königspaar George VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, später Queen Mum genannt, im Haus waren. Große Schäden richteten die Bomben aber nicht an. Insgesamt gab es übrigens sogar sieben Angriffe.

4. Jahrhundertsturm in Pakistan

Sturmschäden in Bangladesch: Immer wieder wird die Region von Tropenstürmen heimgesucht.
Sturmschäden in Bangladesch: Immer wieder wird die Region von Tropenstürmen heimgesucht. (Quelle: Str/dpa-bilder)
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Er war eine der schlimmsten Naturkatastrophen: Anfang November 1970 wurde Ostpakistan von einem Zyklon heimgesucht, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h wütete. Er überflutete Küstenstreifen, zerstörte unzählige Dörfer und Städte und kostete mehr als 300.000 Menschen das Leben.

Der Sturm hatte auch politische Folgen: Durch ihn verschärften sich die bereits bestehenden Spannungen, bis sie im März 1971 im Bangladesch-Krieg gipfelten, der später zur Bildung des unabhängigen Staates Bangladesch führte.

5. Rutschiges Parkett

Berliner Börse auf einem Foto aus dem Jahr 1886: Sie wurde im Jahr 1860 erbaut, aber im Jahr 1945 zerstört.
Berliner Börse auf einem Foto aus dem Jahr 1886: Sie wurde im Jahr 1860 erbaut, aber im Jahr 1945 zerstört. (Quelle: ilbusca/getty-images-bilder)

An der Börse ist Freitag, der 13. offenbar kein Glückstag. 1927 gab es den Schwarzen Freitag an der Berliner Börse: Die Kurse stürzten ab und brachten Hunderte Anleger um ihr Vermögen. Knapp 30 Jahre später in Wien: Im April 1956 zerstört ein Großbrand den prächtigen Wertpapierbörsensaal – am Freitag, den 13. Dort gab es schon einmal ein Freitagsdesaster: 1873 gingen an einem Tag gleich 120 Firmen in Konkurs, die Börse brach zusammen. Allerdings nicht an einem 13., sondern am 9. Mai.

6. Die "Costa Concordia" kentert

Das Wrack der Costa Concordia: Nur wenige Meter vor der Küste von Giglio kenterte das Kreuzfahrtschiff.
Das Wrack der Costa Concordia: Nur wenige Meter vor der Küste von Giglio kenterte das Kreuzfahrtschiff. (Quelle: Massimo Percossi/ANSA/dpa-bilder)

Nur wenige Meter bis zum Hafen, die Felsen der Küste erscheinen auf Fotos fast zum Greifen nah: Am Freitag, den 13. Januar 2012 rammt die "Costa Concordia" mit mehr als 4.200 Menschen an Bord nahe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste einen Felsen und kentert. 32 Menschen kommen ums Leben.

Kapitän Francesco Schettino hatte sich selbst gerettet, obwohl noch Tausende auf dem Kreuzfahrtschiff festsaßen. Später wird er unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt.

Aberglaube schuf kuriosen Job

Mancher lebte vom Aberglauben um Freitag, den 13. übrigens ziemlich gut: nämlich als Vierzehnter, als Quatorzième. Ende des 19. Jahrhunderts war das ein einträglicher Beruf. Der Vierzehnte sollte das Unglück fernhalten. Und das war nicht so anstrengend, wie es klingt: Wenn sich eine Runde aus 13 Leuten zum Essen traf, mietete sie sich bei Bedarf den Quatorzième an den Tisch hinzu. So wollte man sicherstellen, dass alle Anwesenden das Essen überleben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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Von Dorothea Meadows
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