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So gewöhnen sich Haustiere an Kleinkinder

t-online, Nicola Wilbrand-Donzelli

Aktualisiert am 08.04.2016Lesedauer: 6 Min.
Haustiere und Babys können gute Freunde werden.
Haustiere und Babys können gute Freunde werden. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wenn Frauchen ein Baby bekommt, muss das Haustiere der Familie sein Revier pl√∂tzlich mit einem "Neuzugang" teilen. Eine Tierpsychologin erkl√§rt, wie man Hunde oder Katzen am besten auf den Nachwuchs in der Familie vorbereitet. Neun Tipps f√ľr das Zusammenleben von Baby und Haustier finden Sie hier.

"M√ľssen wir nun unseren Hund abgeben, weil er sich zur√ľckgesetzt f√ľhlt und vielleicht aggressiv und eifers√ľchtig reagiert?" Oder: "Kann unser Stubentiger weiterhin im Haus leben, wenn das Baby da ist? Ist das nicht zu gef√§hrlich?" Dies sind die h√§ufigsten Fragen, wenn sich Eltern in einschl√§gigen Chats beim Thema "Haustiere und Babys" austauschen und Rat suchen. Doch die meisten Experten geben angesichts solcher Verunsicherung Entwarnung, denn gew√∂hne man die vierbeinigen Mitbewohner fr√ľhzeitig an das neue Familienmitglied, seien meist keine Komplikationen zu bef√ľrchten.

Hunde m√ľssen fr√ľh auf Kinder gepr√§gt werden

Grundvoraussetzung f√ľr ein gutes und harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Tier ist gerade bei Hunden eine konsequente Erziehung, die aber nicht erst beginnen darf, wenn das Baby schon unterwegs ist. "Die Pr√§gung und Sozialisierung gerade auf Kinder muss lange vorher geschehen, wenn der Hund noch im Welpen-Alter ist", erkl√§rt Tierpsychologin und Hundetrainerin Petra Wahl-Hofmann. "Das kann entweder durch den Z√ľchter oder mit Unterst√ľtzung von Herrchen und Frauchen in einer Hundeschule geschehen. Entscheidend ist, dass der Hund hier Kontakt zu Kindern hat und ihnen schlie√ülich positiv zugewandt ist." Genauso wichtig sei aber auch, dass Hunde perfekt gehorchten, so die Expertin: "Das Tier muss unbedingt gelernt haben, dass es eine Rangordnung gibt, in der er garantiert nicht der Chef ist. Sonst kann es zu Problemen kommen."

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Um hier auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt Wahl-Hofmann grunds√§tzlich, eher Welpen aus seri√∂ser Z√ľchterhand anzuschaffen: "Mit √§lteren Hunden etwa aus dem Tierheim sind die Risiken meist h√∂her, weil man einfach nicht wei√ü, was das Tier vorher erlebt hat und welche Erfahrungen es mit Kindern gemacht hat."

Baby-Accessoires beschn√ľffeln lassen

Neben guter Erziehung und entsprechender Sozialisierung ist es vor allem bei Hunden sinnvoll, sie zus√§tzlich auf das Baby als neues "Jungtier" im Rudel vorzubereiten. "Damit kann man schon Wochen vor der Geburt des Babys beginnen", erkl√§rt die Tierpsychologin Wahl-Hofmann, "indem man seinem Tier etwa das Kinderbettchen oder den Wickeltisch zeigt und es alles Neue erschn√ľffeln l√§sst." So wird es langsam an die Ver√§nderung gew√∂hnt und damit die Akzeptanz des neuen Familienmitglieds erleichtert. "Sp√§ter, wenn das Baby "eingezogen" ist, sollten Hunde genauso wie Katzen schnell lernen, dass der Kinderbereich Sperrzone ist und dass sie sich hier nur aufhalten d√ľrfen, wenn Frauchen oder Herrchen dabei sind."

Haustiere mit Babys Duft vertraut machen

Um ihren Vierbeiner noch besser auf den k√ľnftigen Mitbewohner einzustimmen, k√∂nnen angehende Eltern bereits in der Schwangerschaft, so die Empfehlung vieler Experten, Baby-√Ėle oder Lotionen bei sich selbst auftragen oder T√ľcher damit betr√§ufeln, so dass die Duftaromen schon vor Ankunft des Babys zum typischen Hausgeruch geh√∂ren und sp√§ter von den tierischen Mitbewohnern nicht als neu und beunruhigend wahrgenommen werden.

Ist der Nachwuchs dann endlich da, aber mit Mama in den ersten Tagen noch in der Klinik, k√∂nnten V√§ter beispielsweise gebrauchte Windeln oder Strampelanz√ľge mitbringen, damit Hund und Katz' der "live"-Duft des S√§uglings schon vorab vertraut wird.

Kontrolliert auf Tuchf√ľhlung mit dem Baby gehen

Zuhause angekommen, hei√üt es dann Tier und Baby behutsam aneinander heranzuf√ľhren. "Auch hier geht alles √ľber die Nase", erkl√§rt Tierpsychologin Wahl-Hofmann. "Die Eltern sollten anfangs unbedingt das Kind zeigen und Katze oder Hund kontrolliert auf Tuchf√ľhlung gehen lassen, damit der kleine Frischling beschnuppert werden kann." Dabei sollte man aus hygienischen Gr√ľnden darauf achten, dass das Gesicht des Babys nicht mit der Schnauze in Kontakt kommt. Was man auf jeden Fall vermeiden sollte, so die Expertin weiter: zu √§ngstlich zu sein und das Baby konstant von den Vierbeinern fernzuhalten. So k√∂nne erst recht Neugier erzeugt werden, die dann vielleicht eigenst√§ndige Erkundungstouren nach sich z√∂gen. Das gelte vor allem f√ľr Hunde.

Zu den vertrauensbildenden Ma√ünahmen geh√∂rt auch, das Haustier so wenig wie m√∂glich auszuschlie√üen. Diese famili√§re N√§he tut vor allem Hunden gut, da sie so bei ihrem Rudel sein k√∂nnen: "Eine gute Gelegenheit daf√ľr", so die Empfehlung von Petra Wahl-Hofmann, "bietet sich beispielsweise, wenn das Baby gewickelt oder gef√ľttert wird. Dann genie√üen es viele Hunde, sich einfach auf den Boden daneben zu legen und entspannt √ľber das Geschehen zu wachen."

Katzen sind weniger an Kindern interessiert

Etwas distanzierter geht es √ľblicherweise zu, wenn Katzen das neu geborene Familienmitglied begutachten. Sie sind zwar ebenfalls neugierig, doch ihr Interesse ist nicht so gro√ü wie das der Hunde, denn Katzen sind Einzelg√§nger. Sehr schnell gehen die ger√§uschempfindlichen Tiere wieder ihrer Wege, wenn es ihnen beispielsweise mit einem schreienden Baby im Haus zu laut und zu turbulent wird. Vor allem "Freig√§nger", die gewohnt sind drau√üen umher zu streunen, entziehen sich auf diese Weise gerne der menschlichen Gesellschaft: "Manchmal", erz√§hlt Tierpsychologin Wahl-Hofmann, "kann es auch passieren, dass es Katzen mit einem Kleinkind in ihrer N√§he zu viel wird und sie sich ein ruhigeres Zuhause mit einem neuen menschlichen 'Dosen√∂ffner' suchen. Katzen sind n√§mlich eher ihrer Umgebung und dem Futternapf verpflichtet als ihrem Besitzer."

Krabbelalter: tierisches Spielzeug wegräumen

Erhöhte Wachsamkeit ist geboten, wenn das Kind ins Krabbelalter kommt und beginnt sein Umfeld genauer zu inspizieren. Gerade Katzen sollte man jetzt genau im Auge behalten. Denn kommt der neugierige Krabbler ungebeten näher, kann auch der geduldigste Stubentiger unwirsch reagieren und blitzschnell die Krallen ausfahren. Gerade das Gesicht des Kindes ist dann gefährdet, weil es auf Augenhöhe mit der Katze ist.

Auch herumliegende tierische Spielzeuge k√∂nnen zu unangenehmen "Missverst√§ndnissen" f√ľhren, da Kleinkinder jeden Gegenstand, der im Weg liegt, neugierig unter die Lupe nehmen. Das kann gerade bei Hunden unerw√ľnschte Reaktionen hervorrufen. Schnappt sich das Kind zum Beispiel den Kauknochen oder das Quietsch-Tier des Hundes, besteht das Risiko, dass dieser sein Eigentum verteidigt. Um solche kritischen Situationen von vorneherein auszuschlie√üen, so Wahl-Hofmann, solle man am besten die Utensilien der Tiere au√üer Reichweite des Kleinkindes deponieren. "Um dem Hund aber trotzdem gerecht zu werden, ist es sinnvoll, sein Spielzeug zu bestimmten Zeiten herauszugeben und sich bewusst Zeit zu nehmen, mit dem Tier zu spielen. So bekommt der Hund gezielt Zuwendung und Aufmerksamkeit und f√ľhlt sich gegen√ľber dem Nachwuchs nicht zur√ľckgesetzt." Umgekehrt sollte man die Haustiere darauf trainieren, dass die Kinderspielsachen f√ľr sie ebenfalls tabu sind.

Futterschalen außer Reichweite des Kindes aufbewahren

Auch der Futternapf - gleichg√ľltig ob bei Bello oder Mieze - darf nie in der N√§he des Kindes stehen. "Bei Hunden ist es deshalb sinnvoll, sie mit Ankunft des Babys an feste Fresszeiten zu gew√∂hnen, so dass die Sch√ľssel nur in kurzen Phasen verf√ľgbar ist und ansonsten wegger√§umt wird." Und w√§hrend der Mahlzeit sollte unbedingt daf√ľr gesorgt werden, dass der Hund absolute Ruhe hat. Er verteidigt n√§mlich √ľblicherweise seine Beute, wenn ihm jemand beim Fressen zu nahe kommt.

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"Bei Katzen reicht es", erg√§nzt Wahl-Hofmann, "die Fressschale auf einen erh√∂hten, f√ľr sie gut erreichbaren Standort zu postieren, wo jedoch das Kind nicht hingelangen kann." √Ąhnliches gilt f√ľr das Katzenklo, das am besten in einem abgeschlossenen Bereich stehen sollte, in den nur Mieze etwa durch eine T√ľrklappe freien Zutritt hat.

Kontakt zum Haustier nur unter Aufsicht

Die wichtigste Ma√ünahme aber, um ein sicheres und harmonisches Zusammenleben mit dem Haustier zu gew√§hrleisten, ist kleine Kinder niemals mit dem Hund oder der Katze alleine zu lassen. Wenn die Eltern nicht im selben Raum beziehungsweise nicht in Sichtweite sind, muss die n√§here Umgebung des Nachwuchses f√ľr die Vierbeiner absolute Tabuzone bleiben. Solche "Gebote" werden vor allem von Katzen nicht selten untergraben. Sie lieben es n√§mlich, sich auf leisen Pfoten warme Schlafpl√§tze zu erschleichen. Beliebt sind da vor allem kuschelige Babybetten oder Kinderwagen. Im schlimmsten Fall macht es sich der Stubentiger sogar auf dem schlummernden Kind bequem. Um eine solche Situation von vorneherein auszuschlie√üen, sollten Eltern sich angew√∂hnen, das Bett f√ľr die Katze unzug√§nglich zu machen, T√ľren geschlossen zu halten oder aber die Schlafst√§tte ihres Spr√∂sslings mit einem Netz zu sch√ľtzen.

Haustiere sind kein Spielzeug

Aber nicht nur die Haustiere m√ľssen lernen, sich auf das neuen Familienmitglied einzustellen, sondern auch umgekehrt: Hier ist es an den Eltern, ihrem Nachwuchs schon im Kleinkindalter vorzuleben und zu zeigen, dass Tiere mit R√ľcksicht und Respekt behandelt werden m√ľssen, dass sie kein Spielzeug sind und Gef√ľhle haben und dass sie nicht bedr√§ngt werden d√ľrfen, Auszeiten und R√ľckzugsr√§ume ben√∂tigen.

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