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Überforderung am Gymnasium - Schlechte Noten wirken demotivierend

Schulkind  

Überforderung am Gymnasium: Schlechte Noten wirken demotivierend

12.04.2013, 10:16 Uhr | tm (CF)

Ist es sinnvoll, dass Eltern ihr Kind trotz höherer Empfehlung auf die Realschule schicken, weil sie die Überforderung am Gymnasium fürchten? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht, allerdings müssen schlechte Noten in der ersten Zeit auf dem Gymnasium kein Grund zur Panik sein. Es ist jedoch wichtig, rechtzeitig Unterstützung anzubieten, um die Motivation am Lernen aufrechtzuerhalten.

Schlechte Noten müssen kein Beinbruch sein

Wenn Ihr Kind von der Grundschule auf ein Gymnasium wechselt, ist es nicht selten, dass es in der Anfangsphase schlechtere Noten nach Hause bringt. Schuld daran muss nicht unbedingt eine Überforderung am Gymnasium sein. In der Regel braucht Ihr Kind vor allem etwas Zeit, um sich an das neue Umfeld, neue Unterrichtsfächer sowie die gestiegenen Anforderungen zu gewöhnen.

Dennoch sollten Sie Ihr Kind genau beobachten: Wenn sich nach einiger Zeit keine Besserung einstellt, sollten Sie Ihr Kind direkt fragen, wo die Probleme in der Schule liegen. Ist der Stoff zu kompliziert oder kommt es mit seinen Mitschülern und Lehrern nicht klar? Scheuen Sie sich auch nicht, den Klassenlehrer auf die Situation anzusprechen. Denn schlechte Noten wirken sich auf lange Sicht negativ auf die Motivation Ihres Kindes aus. (Gymnasiale Oberstufe: Dauer und Aufbau)

Wie Sie die Motivation fördern können

Grundsätzlich sollten Sie Ihrem Kind gegenüber Verständnis zeigen, wenn es unter Überforderung am Gymnasium leidet. Versuchen Sie, ihm Mut zu machen, und überlegen Sie, ob Nachhilfe ihm helfen könnte, um den neuen Schulstoff besser zu verstehen. Keine gute Lösung ist Nachhilfe allerdings dann, wenn schlechte Noten in zu vielen Fächern auftreten. Die Gefahr ist groß, dass Sie den gegenteiligen Effekt erreichen, weil der hohe Aufwand die Freizeit Ihres Kindes zu sehr einschränkt. Die Motivation sinkt in der Folge noch weiter.

Wenn Sie merken, dass die Überforderung am Gymnasium durch die Nachhilfe nicht nachlässt, sollten Sie nach anderen Ursachen suchen. Hat Ihr Kind Probleme mit bestimmten Lehrern oder wird es von Klassenkameraden gemobbt? Bringt weder die Nachhilfe den gewünschten Erfolg, und liegen auch keine anderen Probleme vor, können schlechte Noten tatsächlich von der Überforderung am Gymnasium herrühren. In diesem Fall ist es sinnvoll, mit Lehrern zu sprechen oder eine zuständige Beratungsstelle aufzusuchen. Ein Wechsel auf die Realschule könnte neben besseren Noten auch eine gesteigerte Motivation mit sich bringen. (Schulprobleme: Wann ist Nachhilfe sinnvoll?)

Überforderung am Gymnasium steigt durch G8

Verschärft wurde das Problem vielerorts durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8). Der "Focus" berichtet über die Auswirkungen von G8 in Bayern, wo demnach seit der Einführung immer mehr Schüler Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen, weil Sie sich am Gymnasium überfordert fühlen. Besonders hart trifft es sozialschwache Familien: "Eltern aus bildungsfernen Schichten können sich Nachhilfe für ihre Kinder schlichtweg nicht leisten", berichtet Thomas Lillig von der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV). Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder selbst nach einem langen Schultag bis in die Abendstunden hinein anschließend noch mehrere Stunden Hausaufgaben zu bewältigen hätten. Entsprechend müssen schlechte Noten nicht allein für Überforderung und mangelnde Motivation verantwortlich sein. (Nachhilfekosten von der Steuer absetzen: Funktioniert das?)

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