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"Öko-Test" entdeckt Schimmelpilzgifte in passierten Tomaten

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"Öko-Test" entdeckt Schimmelpilzgifte in passierten Tomaten

29.04.2021, 06:59 Uhr | cch, t-online

"Öko-Test" entdeckt Schimmelpilzgifte in passierten Tomaten. Passata: Das Produkt aus passierten Tomaten kann als Grundlage für Suppen oder Soßen dienen. (Quelle: Getty Images/EcoPim-Studio)

Passata: Das Produkt aus passierten Tomaten kann als Grundlage für Suppen oder Soßen dienen. (Quelle: EcoPim-Studio/Getty Images)

Jede fünfte Sorte passierter Tomaten in einer Untersuchung von "Öko-Test" ist mit Schimmelpilzgiften belastet. Vor allem Bioprodukte sind betroffen.

Die Zeitschrift "Öko-Test" hat in einer Untersuchung von passierten Tomaten in jeder fünften Sorte giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzgiften gefunden (Heft 5/2021). "Das bedeutet, bei der Herstellung sind schimmelige Tomaten in Gläser und Dosen gewandert", kritisieren die Tester.

In den Produkten wurden vor allem Alternariol (AOH) und Tenuazonsäure (TEA) entdeckt. Das Gift Alternariol hat in Zellstudien das Erbgut geschädigt. Zudem zeigte es eine Wirkung ähnlich dem Hormon Östrogen. TEA wiederum hat in Tierversuchen die Bildung körpereigener Proteine gehemmt. Das könnte auf Dauer Organe schädigen.

Passierte Tomaten: Vier Produkte stark mit Schimmelpilzgiften belastet

Gesetzliche Grenzwerte gibt es bislang nicht. In insgesamt sechs Produkten waren die Gehalte an Schimmelpilzgiften aus Sicht von "Öko-Test" deutlich erhöht. In

  • der "Bio Passata" von Rewe ("mangelhaft"),
  • der "San Fabio Passata Di Pomodoro Klassisch" von Penny ("mangelhaft"),
  • der "Tomaten Passata" von Bio-Zentrale ("ungenügend") und
  • den "Tomaten passiert, Demeter" von Campo Verde ("ungenügend")

waren sie demnach sogar "stark erhöht". In den Tomaten der Bio-Zentrale war der Gehalt an TEA zu hoch, die anderen drei Produkte waren mit AOH belastet.

Weitere Testberichte finden Sie hier.

"Öko-Test" weist in der EU verbotenes Pestizid nach

Negativ fielen auch die "Mondo Italiano Passierte Tomaten" von Netto ("ungenügend") auf. In diesen entdeckte das Labor sieben Pestizide. Sechs davon waren in Spuren vorhanden. Beim siebten, dem Chlorfenapyr, lag der Wert hingegen oberhalb des gesetzlichen Rückstandshöchstgehalts. Chlorfenapyr ist ein Pestizid, das in der Europäischen Union verboten ist. Es ist stark bienengiftig.

Insgesamt schnitten drei Produkte mit "ungenügend" und zwei mit "mangelhaft" ab. Neun waren "ausreichend", drei "befriedigend". Die übrigen 33 Marken empfehlen die Tester mit "sehr gut" oder "gut". Getestet wurden fein passierte Tomaten, die als Grundlage für Suppen oder Soßen verwendet werden können. Die sogenannte Passata wurde im Labor auf Rückstände von Pestiziden und Schimmelpilzgiften, auf Bisphenol A sowie Zinn untersucht. Für das Testergebnis spielten ebenfalls Aspekte zu Anbau und Transparenz eine Rolle. Dafür sollten die Anbieter Fragen zur Herkunft und zum Anbau der verwendeten Tomaten sowie zu den Arbeitsbedingungen auf den Farmen beantworten.

Das ausführliche Testergebnis können Sie in der Mai-Ausgabe von "Öko-Test" nachlesen.

Verwendete Quellen:

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