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Eifersucht: Tipps im Umgang mit eifersüchtigen Partnern

Eifersucht  

Wenn Eifersucht die Liebe belastet

01.07.2011, 20:41 Uhr | dpa-tmn/ag

Eifersucht: Tipps im Umgang mit eifersüchtigen Partnern. Eifersucht entsteht oft aus mangelndem Selbstwertgefühl. (Foto: imago)

Bei Untreue lügen Männer anders als Frauen. (Foto: imago)

Durchwühlte Taschen, gelesene SMS und Kontrollanrufe: Eifersüchtige Partner können die Liebe ganz schön auf die Probe stellen. Oft fühlt sich der andere zu Unrecht verdächtigt oder angekettet. In solchen Fällen hilft nur Offenheit. Sonst entsteht ein Teufelskreis, der oft zu heftigen Streits, Krisen oder gar zur Trennung führt. Die besten Tipps gegen Eifersucht.

Zuhören und Verständnis zeigen

Da hinter Eifersucht immer auch das Gefühl von Unsicherheit und Angst steht, ist es wichtig, mit offenen Karten zu spielen. "Informieren Sie Ihren Freund, mit wem Sie sich verabreden, oder fragen Sie ganz konkret: `Was soll ich in Zukunft nicht mehr machen?`", rät Psychologe und Paartherapeut Rüdiger Wacker aus Essen. Die Kunst dabei ist, seine eigene Schmerzgrenze zu finden. Denn das Entgegenkommen sollte sich nicht wie ein Schuldgeständnis anfühlen. Dem von Eifersucht Gequälten helfe es oft schon, wenn der andere ihm zuhört und Verständnis zeigt. Zustimmen muss er jedoch nicht. Wacker: "Aber wenn Sie dagegenhalten und sagen: 'Ist mir doch egal, wenn du damit ein Problem hast', löst das nichts." Kompliziert wird es, wenn der Partner Eifersucht mit Aufmerksamkeit verwechselt. Denn manche sehen Eifersucht als eine Art Kompliment. "Da muss man deutlich machen, dass man sich lieber eine andere Form von Schmeichelei wünschen würde", rät Wacker.

Männer und Frauen reagieren anders

Auslöser für Eifersucht können sehr unterschiedlich sein. Oft ist es nur ein Blick, ein Lächeln oder ein angeregtes Gespräch mit dem anderen Geschlecht. Allerdings werden Männer und Frauen meist aus verschiedenen Gründen eifersüchtig. "Frauen reagieren viel mehr auf emotionale Untreue, während für Männer eher sexuelle Untreue Anlass zur Eifersucht ist", so der Psychotherapeut und Autor Rolf Merkle aus Mannheim. Merkle. "Gefühlsmäßig äußert sich das aber genau gleich. Männer neigen jedoch zusätzlich zu Gewalt, während Frauen eher depressiv reagieren."

Eifersucht kann zur Sucht werden

Solange die Sorge, den geliebten Menschen zu verlieren, nicht übertrieben ist, richtet sie keinen Schaden an. Wenn Eifersucht jedoch zur Sucht wird, wird auch die Partnerschaft zur Qual. "Immer mehr Paare suchen daher wegen Eifersuchtsproblemen professionelle Hilfe", sagt Merkle. In einer Zeit, in der dauerhafte Beziehungen immer seltener werden, versuchen viele sich an den Partner zu klammern. Die Angst, verlassen zu werden, ist ihr ständiger Begleiter. "Letztendlich sind aber Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle die Ursache von Eifersucht. Viele sind nicht von sich überzeugt, halten sich nicht für liebenswert und zweifeln deshalb ständig an der Liebe des Partners", so Merkle. Sein Ratschlag lautet daher: "Der erste Schritt die Eifersucht zu bekämpfen ist, die Erkenntnis, dass es zunächst nur die eigenen Gedanken und Phantasien sind, die eifersüchtig machen. Der nächste Schritt bestehe darin, das eigene Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken. Dabei müsse jeder seinen eigenen Weg finden.

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