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Haare selber färben: So vermeiden Sie typische Fehler

Günstig und einfach?  

Haare selber färben: So vermeiden Sie typische Fehler

16.02.2021, 11:25 Uhr | dpa-tmn, cch, t-online

Haare selber färben: So vermeiden Sie typische Fehler. Haare zuhause färben: Manchmal kommt nicht die gewollte Farbe heraus. (Quelle: Getty Images/artursfoto)

Haare zu Hause färben: Manchmal kommt nicht die gewollte Farbe heraus. (Quelle: artursfoto/Getty Images)

Ganz ohne Hilfe eines Friseurs: Es ist günstig und vermeintlich einfach, wenn Sie Ihre Haare zu Hause färben. Doch manchmal funktioniert das Ganze nicht wie gewünscht. Wie lassen sich typische Fehler vermeiden?

Farbe auftragen, etwas warten, auswaschen – und fertig. Sich selbst die Haare zu färben klingt sehr leicht. Aber das Ergebnis fällt nicht immer so aus wie erwartet. Dabei lassen sich einige typische Fehler vermeiden:

Das Haar wird nicht aufs Färben vorbereitet

Es empfiehlt sich, die Haare ein bis zwei Tage vor dem Färben nicht zu waschen. Andernfalls wird die natürliche Sebum-Schutzschicht der Kopfhaut abgewaschen – und die mindert beim Färben das Risiko für Irritationen. Bringen Sie die Farbe am besten auf das trockene Haar auf (sofern die Gebrauchsanweisung nichts anderes angibt).

Zur Vorbereitung gehört auch, etwas Fettcreme auf die Gesichtskonturen und Ohren aufzutragen. Das verhindert Verfärbungen der Haut. Passen Sie aber auf, dass die Creme nicht in den Haaransatz gelangt, sonst könnte es ungewollte Farbnuancen geben.

Haare haben nach dem Färben anderen Ton als erwartet

Zunächst einmal sollten Sie immer die Gebrauchsanweisung des Herstellers beachten, wenn Sie sich selbst die Haare färben. Wer die Einwirkzeit genau einhält, kann dadurch beispielsweise beim Blondfärben einen unerwünschten Gelbstich vermeiden. Also: Anleitung unbedingt lesen und beachten!

Dass eine andere Haarfarbe herauskommt als erwartet, kann aber auch dadurch passieren, dass Sie Ihre Ausgangshaarfarbe falsch eingeschätzt haben. Denn nur, wenn sie diese richtig bestimmen, wird das Ergebnis auch wie gewünscht. Vergleichen Sie Ihre Haarfarbe mit den Haarsträhnen, die auf der Verpackung des Färbemittels abgebildet sind. Entspricht Ihre Haarfarbe nicht dem gezeigten Anwendungsbereich, wählen Sie lieber eine andere Nuance.

Färbt man das Haar zum wiederholten Male dunkel, kann es passieren, dass das Ergebnis dunkler als erwartet wird. Das liegt dann an der Häufigkeit der Koloration in den Haarlängen: Die Farbpigmente werden quasi bei jedem Mal addiert – und der Farbton wird somit dunkler. Greifen Sie in diesem Fall lieber zu einer etwas helleren Farbe.

Wenn Sie das erste Mal ihre Haare selber färben, gehen Sie auf Nummer sicher, indem Sie eine Farbe wählen, die sich nicht mehr als zwei Nuancen von ihrer Ausgangshaarfarbe unterscheidet. Ungleichmäßigkeiten fallen so nicht allzu stark auf. Für eine extreme Farbveränderung (etwa von dunkelbraunen Haaren zu hellblonden) sollten Sie besser einen Profi ans Werk lassen.

Zu dunkler Farbton bei weißen Haaren

Ein weiß nachwachsender Ansatz wirkt bei dunklem Mittel- und Spitzenhaar manchmal unästhetisch. Wählen Sie deshalb nicht zu dunkle Farbtöne, wenn Sie graue Haare kaschieren möchten. Wenn das Haar einen hohen Weißanteil besitzt, eignet sich zum Beispiel ein matter Blondton sehr gut.

Die Haarfarbe ist ungleichmäßig

Eine Packung Haarfärbemittel reicht in der Regel nur bei kürzeren Haaren. Sind Ihre Haare länger als schulterlang oder sehr dick, werden Sie vermutlich zwei Packungen benötigen. Nur mit einer ausreichenden Menge an Farbe wird das Ergebnis gleichmäßig.

Beim Auftragen der Farbe sollten Sie als erstes den Ansatz behandeln, im Anschluss die Haarlängen und ganz zum Schluss die Spitzen. Das gilt vor allem, wenn Ihre Haare bereits coloriert sind. Ansonsten kann es sein, dass die Farbe in den Längen und an den Spitzen deutlich intensiver als am Ansatz wird. Gleiches passiert bei porösen Spitzen, denn diese nehmen verstärkt Farbpigmente auf. Verhindern können Sie das, indem Sie sie regelmäßig mit Intensivkuren pflegen.

Bei der Erstanwendung einer Blondierung kann es allerdings andersherum sinnvoll sein: Da der Teil des Haares in Kopfhautnähe leichter und schneller aufgehellt wird, sollte in den Haarlängen begonnen werden, wenn diese wesentlich dunkler oder dunkler gefärbt sind.

Die gefärbten Haare werden nicht ausreichend gepflegt

Gefärbtes Haar bleibt nur durch Pflege schön. Einmal in der Woche eine Haarpackung und zwei- bis dreimal eine Spülung oder ein Conditioner sorgen für gesündere Haare. Spezielle Produkte für kolorierte Haare halten zudem das Farbergebnis länger frisch.

Haare färben: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung, die der Packung beiliegt, durch.
  2. Machen Sie 48 Stunden vor dem Haarefärben den Allergietest, wie er in der Gebrauchsanweisung beschrieben wird.
  3. Legen Sie alle Hilfsmittel parat, die Sie benötigen. Dazu gehören die Flasche mit Färbemittel beziehungsweise die Schale mit Pinsel aus dem Haarfärbeset. Ein Kamm kann Ihnen später das Abteilen der Haarpartien erleichtern. Zudem können Haarklammern hilfreich sein.
  4. Tragen Sie eine fetthaltige Creme am Haaransatz, im Nacken sowie an den Ohren auf, um die Haut vor der Farbe zu schützen.
  5. Ziehen Sie die Handschuhe an, die der Packung beiliegen. Ihre Kleidung sollten Sie mit einem Handtuch schützen, das Sie sich um die Schultern legen.
  6. Ziehen Sie mit einem Kamm einen Mittelscheitel.
  7. Mischen Sie die Haarfarbe nun nach Anleitung an.
  8. Tragen Sie die Farbe Scheitel für Scheitel auf. So wird es gleichmäßig. Beginnen Sie am Ansatz und arbeiten Sie sich bis zu den Spitzen vor. Diese sollten Sie erst ganz zum Schluss einfärben. Bereits gefärbte Partien können Sie mit Haarklammern zur Seite stecken, damit Sie ihnen nicht in die Quere kommen. Arbeiten Sie zügig, damit die Farbe am Ende überall gleichmäßig intensiv ist.
  9. Achten Sie darauf, dass das gesamte Haar Farbe abbekommt. Kneten Sie das Haar am Ende einmal durch, ähnlich wie Sie es beim Haarewaschen machen.
  10. Nun lassen Sie die Farbe einwirken. Wie lange Sie warten müssen, entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung.
  11. Im Anschluss spülen Sie die Farbe so lange aus, bis das Wasser wieder klar ist. Am besten verwenden Sie dafür lauwarmes Wasser – heißes Wasser strapaziert die Haare unnötig.
  12. Als Letztes sollten Sie die in der Packung vorhandene Kur verwenden. Sie verschließt die Haaroberfläche und lässt das Haar glänzen.

Welche Haarfarbe passt am besten?

Ob es blond, braun oder rot sein soll, ist jedem selbst überlassen. Aber manchen Hauttönen stehen einige Farbnuance besonders gut:

  • Wer zum Beispiel dunkle Haut und einen eher warmen Hautton hat, dem stehen toffeebraune Farben sehr gut. Schwarzbraune Haare machen sich bei dunkler Haut mit einem eher kalten Hautton besonders gut.
  • Wenn Ihre Haut einen gelbgrünen Unterton hat, nennt man das olivfarben. Kastanienbraune Haare sehen dazu besonders toll aus, wenn dieser Hautton eher kühl daherkommt. Sind Sie eher der warme Hauttyp, schmeicheln Ihrer olivfarbenen Haut vermutlich moccafarbene und dunkelbraune Haarfarben.
  • Bei heller Haut mit kaltem Ton sind vor allem aschfarbene, sandfarbene und walnussbraune Farben geeignet. Goldene und karamellfarbene Töne stehen dem eher warmen Hautton besonders gut.
  • Wer hingegen eine recht bleiche Haut hat, der kann gut zu Platinblond oder Champagner greifen (kalter Hautton). Oder aber zu honigfarbenen und goldenen Tönen (warmer Hautton).

Letztendlich kommt es aber vor allem darauf an, dass Sie sich mit der neuen Haarfarbe wohlfühlen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Schwarzkopf
  • Garnier
  • L'Oréal Paris
  • Kosmetik transparent: Haare richtig färben
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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