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DuBois et fils bietet besondere Rendite für Aktionäre

DuBois geht neue Wege im Uhrenmarkt

27.05.2013, 13:34 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

DuBois et fils bietet besondere Rendite für Aktionäre. DuBois: Rabatt statt Rendite. (Quelle: Hersteller)

DuBois: Rabatt statt Rendite. (Quelle: Hersteller)

Uhren-Rabatt statt Dividende: Eine ganz besondere Rendite für seine Aktionäre bietet der Schweizer Hersteller DuBois et fils - die älteste Uhrenfabrik der Schweiz. Der neue Besitzer Thomas Steinemann will die Traditionsmarke unter neuem Logo wiederbeleben und hat dazu unlängst ein sogenanntes Crowdfunding abgeschlossen. Das heißt, dass Kleinanleger bei der Firma einsteigen konnten und im Gegenzug Zeitmesser billiger kaufen dürfen. wanted.de hat sich das ungewöhnliche Investment aus der Uhren-Welt genauer angeschaut.

Eine normale Aktiengesellschaft gibt keine Rabatte: Wer an der Börse beispielsweise Daimler-Aktien kauft, darf hoffen, dass die Titel steigen und sich freuen, wenn jedes Jahr eine nette Dividende ausgezahlt wird. Niemand würde jedoch erwarten, dass er beim Händler für die "C-Klasse" einen Preisnachlass erhält. DuBois et fils geht genau diesen Weg: Wer sich unlängst an der Firma beteiligt hat, erhält noch keine jährliche Ausschüttung – doch das kann einmal werden, wenn Gewinn erzielt wird, heißt es auf Anfrage von wanted.de.

DuBois ist auch nicht an der Börse notiert, sodass die Aktie nicht steigen oder fallen kann. Stattdessen erhält der neue Zeichner als Kunde einen Preisnachlass für neue Uhrenmodelle, die ab dem Sommer 2013 vorgestellt werden sollen. >>

Und so lief der Deal konkret: DuBois bot seinen Investoren fünf Stufen an - auf dem "Basic"-Level mussten 500 Franken (rund 410 Euro) gezeichnet werden, dafür erhält der Kunde die Möglichkeit, im ersten Jahr eine Uhr für 50 Prozent Rabatt gegenüber dem Ladenpreis zu kaufen. Den Retail-Preis beziffert DuBois auf 9000 Franken (rund 7360 Euro), der Basic-Kunde wird also 4500 Franken (rund 3680 Euro) sparen. Bei der Stufe "Basic Plus" musste der Aktionär Aktien für 1000 Franken (rund 820 Euro) kaufen, daraufhin erhält er in zwei Jahren jeweils 50 Prozent Rabatt für eine Uhr. In der Stufe "Silber" sind es für gezeichnete Aktien in Höhe von 3000 Franken (rund 2450 Euro) drei Jahre mit 50 Prozent Rabatt plus eine Mitgliedschaft im sogenannten "Diamond Club" – der erlaubt unter anderem die Freischaltung der limitierten Online-Community.

Danach folgt die Stufe "Gold" – hier bekommt der neue Aktionär für seine 5000 Franken (rund 4090 Euro) Kapital sogar 60 Prozent Rabatt für je eine mit 9000 Franken gepreiste Uhr, >>

dazu kommt der Club. Und in der höchsten "Platin"-Stufe hat der neue Teilhaber 10.000 Franken (rund 8180 Euro) eingezahlt, wofür er für drei Uhren je 6300 Franken (rund 5150 Euro) oder 70 Prozent Preisnachlass bekommt, was sich zusammen mit dem Diamond Club auf einen Preisvorteil von 20.700 Franken (rund 16.930 Euro) summiert.

Im Januar schloss der Uhren-Hersteller in spe die Sammelaktion ab, insgesamt brachten fast 600 neue Investoren aus 19 Ländern 1,5 Millionen Franken (rund 1,2 Millionen Euro) ein, die in die Produktion der ersten neuen Modelle fließen sollen. Die "DBF001" und "DBF002" sollen im Juli an die Aktionäre ausgeliefert werden, dann folgen die Kunden. Weitere Modelle sind Ende 2013 geplant. Bei Bedarf will Steinemann die Crowdfunding-Aktion wiederholen, wie er auf Anfrage von wanted.de betonte. Und warum ist der Manager nicht zu einer Bank gegangen – gerade jetzt, da die Zinsen sehr niedrig sind? "Banken finanzieren solche Projekte heute nicht mehr," urteilt der Firmenchef lapidar, der heute 70 Prozent des Aktienkapitals hält, die restlichen 30 Prozent sind im Besitz der neuen Crowdfunding-Aktionäre.

Reanimation einer Traditionsmarke

Der Unternehmer hat sich für sein Projekt eine wahrlich traditionsreiche Marke ausgesucht: DuBois et fils ist die älteste Uhrenfabrik der Schweiz. 1785 gründete der Tuchhändler Philippe DuBois das Stammhaus in Le Locle. 2010 übernahm Thomas Steinemann die Firma; der Manager hat einige Erfahrung im Uhrensektor, so begann er 1988 mit dem Verkauf von Fossil-Uhren in Europa, 2006 wechselte er als Konzernchef zu Montres Antima in Biel, die ebenfalls Fossil gehörte. Mit dem Crowdfunding-Geld sollen nur mechanische Uhren zum Preis zwischen 6000 und 15.000 Franken höchster Qualität produziert werden. Zudem will die Firma Modelle mit historischen Kalibern aus dem Lagerbestand von DuBois et fils auf den Markt bringen – was sicherlich angesichts der nicht abebbenden Retro-Welle bei Uhrenliebhabern auf Gegenliebe stoßen dürfe.

Im Zuge des Neustarts soll daher die bisherige Kollektion aber nicht weitergeführt werden. Als Ziel peilt Steinemann einen Umsatz von drei Millionen Franken (rund 2,5 Millionen Euro) im Jahr 2015 an.

Was bringt die Aktie dem Kunden?

Fazit: Steinemann hat mit dem Crowdfunding im Luxus-Segment absolutes Neuland im Uhrensektor betreten – und der Erfolg der Zeichnung gibt ihm Recht. Die neuen Aktionäre von DuBois et fils müssen jedoch eingefleischte Fans der altneuen Marke sein – und hoffen, dass die Verarbeitung und Qualität der angekündigten Uhren auch dem vorab festgelegten Preis gerecht wird. Bleibt ebenfalls zu hoffen, dass die neuen Uhren nicht im Zweitmarkt von enttäuschten Käufern auf den Markt geschleudert werden, was die Retail-Preise drücken würde.

Zudem stellt sich die Frage, wer einmal die Anteile an dieser nicht gelisteten Aktiengesellschaft kaufen soll, wenn der Investor Geld braucht und wieder bei DuBois aussteigen will. Der Konzern will in Zukunft Verkaufsmöglichkeiten auf seiner Website anbieten.

Schlagen die Chronografen im Markt gut ein, dann haben sich die Aktionäre eine Uhr gesichert, die nicht jeder bekommt. Netter Nebeneffekt der Aktion: Die neuen Anteilseigner werden versuchen, so viel wie möglich Rabatt für ihr investiertes Geld zu erhalten – und somit sind sie schon die ersten Botschafter, die den Namen der wiederbelebten Uhrenmarke in alle Welt tragen.

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