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Torneälv: Einer der letzten wilden Flüsse


Einer der letzten wilden Flüsse

Geertje Jacob

Aktualisiert am 31.08.2015Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Der reißende Torneälv ist einer der letzten wilden Flüsse.
Der reißende Torneälv ist einer der letzten wilden Flüsse. (Quelle: Carl Johan Utsi / Schwedisch Lappland)
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Einer der saubersten Flüsse Europas schlängelt sich aus dem Gebirge zwischen Schweden und Norwegen nach Osten in Richtung des Bottnischen Meerbusens. Hoch oben an der Grenze ist er fast ein See, dort ist er der Torneträsk. Entdecken Sie den Torneälv auch in unserer Foto-Show.

Die Natur hier ist noch unberührt und Torneälv (kurz: Torne) einer der letzten wirklich wilden Flüsse Europas. Keine industriellen Abfälle verschmutzen hier das Wasser, deshalb ist es ungewöhnlich klar.

Der Torne entspringt einem Gletscher in Norwegen und durchfließt kurz hinter der schwedischen Grenze den Torneträsk, den größten See im schwedischen Lappland. Malerisch schlängelt er sich vorbei an der Bergformation Lapporten, das Tor nach Lappland und durch Tornedalen, das Tal an der Grenze zwischen Finnland und Schweden bevor er nach über 500 Kilometern im bottnischen Meerbusen mündet. Der Name des Flusses stammt von "tornio", dem Wort für Speer im Häme Dialekt der finnischen Siedler.

So sauber, dass man von seinem Ufer trinken kann

Wanderer trinken direkt von seinen Ufern das klare, saubere Wasser. Wildwasserrafting ist im Sommer an vielen Stellen eine beliebte Wassersportart in Lappland und Angler haben ihre Freude an den vielen Fischen. Mehr als ein halbes Jahr ist der Torne jedoch mit Eis bedeckt.

Es ist still in der eisigen Kälte bei minus 35 Grad. Nur die Pfoten der Hunde , wie sie den Schnee berühren, und der Schlitten machen ein Geräusch - das einzige auf dem zugefrorenen Fluss Torne. Hier, weit nördlich des Polarkreises gibt es mehr Schlittenhunde als Menschen. Am Himmel tanzen die Nordlichter. Gut sichtbar, denn Lappland ist so dünn besiedelt, dass es kaum Lichtverschmutzung gibt.

Im Frühling ist das Eis am dicksten. Wenn im März die Tage schon lang sind und die Sonne kaum noch untergeht, ziehen die Menschen auf das Eis zum Eisfischen. Mit Scootern, Hundeschlitten und auf Langlaufskiern sieht man die Ausflügler auf das 80 Zentimeter dicke Eis ziehen. Manche bauen für ein paar Wochen eine kleine Hütte auf und verbringen hier all ihre freie Zeit.

Zugefrorener Fluss liefert ungewöhnliches Baumaterial

Doch das kristallklare Eis ermöglicht auch eines der ungewöhnlichsten Bauwerke der Welt. Das "Icehotel". Dafür werden im kleinen Dorf Jukkasjärvi am Ufer des Torne jeden Winter 5000 Tonnen, also 2500 Blöcke des dicken Eises mit großen Maschinen regelrecht geerntet. Seit 25 Jahren entsteht hier das legendäre "Icehotel" aus den Eisblöcken des Flusses neu.

Dank des natürlichen Gefrierprozesses ist das klare Eis in seiner Qualität nicht zu ersetzen. Das Wasser fließt genau in der richtigen Geschwindigkeit, so dass kaum Sauerstoffbläschen in das Eis eingeschlossen werden. Wie schnell das Wasser fließt, wird deutlich, wenn man sich vorstellt, dass in 10 Sekunden 4000 Tonnen Wasser an Jukkasjärvi vorbeifließen, das ist viermal die Menge an Wasser, aus dessen Eis man ein "Icehotel" bauen könnte.

Wasser des Torne auch über die Landesgrenzen hinaus beliebt

Das klare Eis des Torne ist auch ein Exportschlager für Kunstprojekte aus Eis wie zum Beispiel die Icebar in Oslo und Stockholm. So reist das Wasser des Torne nicht nur durch Lappland.

Wenn das Icehotel im Frühling schmilzt, bekommt der Fluss sein Wasser zurück und der natürliche Kreislauf schließt sich.

Weitere Reisereportagen der Autorin finden Sie auf www.nordicfamily.de.

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