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Maya-Kultur: Das Ende einer Zeitrechnung naht

Auf den Spuren der Maya

10.05.2012, 08:19 Uhr | Heidi Siefert / srt, srt

Maya-Kultur: Das Ende einer Zeitrechnung naht. Die Maya sind für ihre unzähligen Pyramiden bekannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Maya sind für ihre unzähligen Pyramiden bekannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Countdown läuft. Unablässig verrinnen Sekunden, Minuten, Stunden, Tage auf der Website von Mundo Maya. Unaufhaltsam läuft die Uhr ab, um am 21. Dezember 2012 auf Null zu stehen. Den Weltuntergang prophezeien Pessimisten. Nur der Beginn einer neuen Ära, so deuten Optimisten die Berechnungen der Maya. Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren der Maya.

In jedem Fall eine passende Gelegenheit, um sich in Lateinamerika auf die Spuren dieses bedeutenden Kulturvolkes zu begeben. Ein Großteil ihrer Anlagen befindet sich auf Mexikos Halbinsel Yucatán.

Uxmal - die Bedeutendste

Kapitale Leguane dösen in der heißen Mittagssonne. Die Farbe ihrer faltigen Haut unterscheidet sich kaum vom Stein der Pyramiden-Stufen. Uxmal ist eine der berühmtesten Maya-Stätten und gleichzeitig eines der politischen und wirtschaftlichen Zentren, über die am wenigsten bekannt ist. Wie alt etwa sind die ungewöhnlich vielen Stelen, die in der meistbesuchten Maya-Stätte in den blauen Sommerhimmel ragen? Typisch sind die langgestreckten Bauten um viereckige Plätze und die gut erhaltenen Mosaikdekors im Puuc-Stil.

Chichén Itzá - die Berühmteste

89, 90, 91 - endlich geschafft. Trotz Schatten und vergleichsweise kühlen Temperaturen am Morgen tropft der Schweiß. Teilweise kniehoch sind die Stufen der Kukultan-Pyramide, die 25 Meter hoch das Zentrum der Ruinenanlage von Chichén Itzá bildet. Für jeden Tag eines Vierteljahres müssen Besucher den Fuß heben, bis sie die Spitze erreicht haben.

Zusammen geben die Stufen aller vier Seiten 364. Dazu kommt die letzte Stufe zum Tempelhaus auf der Plattform. Macht insgesamt 365 - so viel, wie das Jahr Tage hat.

Winzig wirken die wenigen Besucher, die zu so früher Stunde unten zwischen Ballspielplatz und der Halle der tausend Säulen umherschlendern. Dort oben fühlt man sich plötzlich ganz klein ob der eindrucksvollen Zeugnisse einer längst erloschenen Kultur. >>

Cobá - die Vernetzte 50000 Menschen sollen zu ihrer Blütezeit in Cobá gelebt haben. Kaum zu glauben, wenn man heute die ausgetretenen Stufen der Pyramide Nohochmul erklimmt. Von oben fällt der Blick nicht nur über das übliche tiefgrüne Meer aus Bäumen. Da und dort tauchen auch immer wieder Seen auf. Sie sind typisch für diese Metropole aus der Zeit der Maya-Klassik. Unter dem Blätterdach spannt sich ein weites Wegenetz durch den Dschungel, den man bequem im Dreiradtaxi durchkreuzt. Tulum - die Besterhaltene

Am Nachmittag ist es am schönsten. Dann, wenn die Busse die Tagesausflügler zurück in die Strandhotels von Cancun gebracht haben, kann man bisweilen ganz allein durch die Anlage direkt am karibischen Strand streifen. Zamá, Morgendämmerung, hieß die Siedlung, die ein bedeutender Handelsplatz am Meer war. Nirgendwo sonst ist der Ostküstenstil so gut erhalten wie in dieser Maya-Anlage. Als eine der wenigen war sie bei Ankunft der Spanier 1518 noch bewohnt.

Bonampak - die Zauberhafte

Abenteuerlich ist allein der Weg in den lakadonischen Regenwald in Chiapas. Im Boot über den Riò Usumacinta, danach mit dem Taxi durch unwegsames Gelände. Irgendwann steht man unvermittelt vor einer kleinen Akropolis mit Moos bewachsenen Stufen. Allein die Atmosphäre lohnt den Weg. Noch mehr die Reste bunter Fresken von 790, die man noch an einigen Innenwänden entdecken kann. Sie zählen zu den bedeutendsten Kunstschätzen des antiken Mexiko.

Tikal - die Höchsten

Bis zu 70 Meter ragen die Tempel über den guatemaltekischen Urwald und sind damit nicht von ungefähr ein außerordentlich beliebtes Ziel, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Die gewaltige Anlage ist eine der am besten erforschten. Bis 1000 vor Christus gehen ihre Wurzeln zurück. Erst im 9. Jahrhundert schwand die Macht Tikals und die rege Bautätigkeit endete. Erhalten geblieben sind mehr als 3000 Bauten auf über 65000 Quadratmetern, und immer wieder entdecken die Archäologen hier neue Strukturen.

Palenque - die vom Wald Verschlungene

Dicht an dicht stehen die Bauwerke, die Archäologen dem Urwald abgerungen haben. Moos überwuchert manche Treppe und manche Wand. Dennoch ist der Zustand der Gebäude außergewöhnlich gut. Nirgendwo sonst kann man die Inschriften der Maya besser erforschen als in der bedeutenden Maya-Metropole, die für ihre Architektur, Skulpturen und Hieroglyphen bekannt ist. Im "Tempel der Inschriften" werden übrigens Ereignisse beschrieben, die im Jahr 4772 eintreten sollen und somit all jene bestärken, die nicht an einen Weltuntergang im Dezember glauben. 

Begeben Sie sich auf die Spuren der Maya in unserer Foto-Show.

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