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Wegen Corona-Pandemie: Hier werden Kreuzfahrtschiffe verschrottet

Von t-online, cch

Aktualisiert am 16.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Kreuzfahrtschiffe: In einer Werft in der TĂŒrkei werden nicht mehr benötigte Kreuzfahrtschiffe demontiert.
Kreuzfahrtschiffe: In einer Werft in der TĂŒrkei werden nicht mehr benötigte Kreuzfahrtschiffe demontiert. (Quelle: Umit Bektas/Reuters-bilder)
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Die Kreuzfahrtbranche steckt wegen der Corona-Pandemie in einer tiefen Krise, dafĂŒr boomt das GeschĂ€ft mit Kreuzfahrtschiffen an anderer Stelle: in den Abwrackwerften nahe Izmir etwa. Dort werden ehemalige Luxusdampfer verschrottet.

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf viele Branchen negativ aus. Besonders die Tourismusbranche hat darunter zu leiden, besonders Anbieter von Kreuzfahrten. Nur noch wenige Menschen buchen einen Urlaub auf einem solchen Schiff. Schließlich gelten Kreuzfahrten derzeit als besonders gefĂ€hrlich: Viele Menschen kommen auf engem Raum zusammen, das Coronavirus findet nahezu optimale Bedingungen vor, um sich auszubreiten.


Ein Friedhof fĂŒr aussortierte Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrten gelten in Sachen Corona als besonders gefÀhrlich, deshalb werden sie immer seltener gebucht. Viele Menschen kommen auf engem Raum zusammen, das Coronavirus findet nahezu optimale Bedingungen vor, um sich auszubreiten.
Immer weniger Menschen buchen wegen der Coronapandemie eine Kreuzfahrt. Viele Schiffe werden deshalb nicht mehr gebraucht. Sie werden verschrottet.
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Kreuzfahrtschiffe werden in der TĂŒrkei verschrottet

Die schwindenden Buchungen fĂŒhren dazu, dass Kreuzfahrtschiffe nun sogar verschrottet werden mĂŒssen. Sie landen dann zum Beispiel in den Abwrackwerften in Aliaga, Izmir, in der TĂŒrkei. Dort werden sie zerlegt: Die Arbeiter entnehmen noch brauchbare GerĂ€te und Möbel aus den Schiffen. Sie entfernen WĂ€nde, Fenster, Böden und GelĂ€nder. Das Schiff wird zu Altmetall verarbeitet. Die Abwrackwerft profitiert von der Krise, ihr bringt die Verschrottung der Schiffe einen wirtschaftlichen Aufschwung.

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Vor der Pandemie kĂŒmmerten sich die tĂŒrkischen Werften in der Regel um Fracht- und Containerschiffe, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Kamil Onal, Vorsitzender eines Verbandes der Schiffsrecycling-Industriellen, sagte der Nachrichtenagentur, dass der Sektor durch das Coronavirus einen Wachstum erleben wĂŒrde. Wenn es keine Arbeit mehr fĂŒr die Schiffe gebe, wĂŒrden sie umdrehen und zur Demontage fahren, so Onal.

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Demontage dauert rund ein halbes Jahr

Laut Onal wĂŒrden seit 1974 etwa 2.500 Menschen in der Anlage in Aliaga arbeiten. Sie benötigen rund sechs Monate, um ein Kreuzfahrtschiff zu demontieren. In der Werft liegen ausrangierte Schiffe aus Amerika, Großbritannien und Italien. Immer wieder kommt es dabei auch zu TodesfĂ€llen.

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