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Flugreisen: Worauf man schon beim Check-in achten sollte

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Von Check-in bis Sitzplatzwahl  

Die besten Plätze im Flieger

14.06.2018, 08:07 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Flugreisen: Worauf man schon beim Check-in achten sollte. Frau im Flieger (Quelle: Getty Images/stock_colors)

Flug: Wer auf dem richtigen Platz sitzt, wird einen entspannten Flug haben. (Quelle: stock_colors/Getty Images)

Für eine Urlaubsreise nach Südafrika, Australien oder Argentinien kann sich nicht jeder ein "Business Class"-Ticket leisten, um den langen Flug möglichst entspannt zu überstehen. Wir sagen, worauf Sie bereits beim Einchecken achten sollten und wo Passagiere mit Flugangst, Blasenschwäche oder Tinitus am besten Platz nehmen sollten.

Es ist eine ärgerliche Situation: Man steht am Check-in, die Schlange ist lang, am Schalter sitzen bereits die Angestellten – und trotzdem geht nichts voran. Der Grund: Es hängt nicht nur an der Airline, wann der Check-in für einen Flug beginnt.

Wann beginnt der Check-in am Flughafen?

Der Schalter öffnet meist zwei bis drei Stunden vor Abflug. Wann genau die Fluggäste einchecken und ihr Gepäck abgeben können, muss allerdings zwischen Fluggesellschaft, Flughafen und dem Bodenpersonal abgestimmt werden. Denn der Beginn des Check-ins hängt hauptsächlich von der Abflugzeit und der Schalterbelegung ab. Hinzu kommen häufig noch die Auslastung der Abfertigung und andere Dinge,die zu Verzögerungen führen können.

Der Flughafenverband ADV erklärt, dass die Zeiten auch abhängig von der Destination sind. Und: Je größer das Flugzeug und somit je höher die Anzahl der einzucheckenden Passagiere, desto eher vor Abflug wird der Check-in auf Wunsch der Airlines beginnen.

Aber die Fluggesellschaften selbst nutzen die Check-in-Zeiten auch zur Differenzierung ihrer Angebote für Reisende. So halten manche Fluggesellschaften, die an einem Standort viele Flüge und diese über den ganzen Tag verteilt anbieten, vielfach bestimmte Schalter für alle ihre Reisenden und unabhängig vom jeweiligen Flug den ganzen Tag über offen. Dort können Reisende ihre Gepäckstücke also auch schon viele Stunden vor dem Flug abgeben.

Andere Airlines bieten zum Beispiel den Vorabend-Check-in an. Das alles sei aber nur möglich, wenn auch der Flughafen über einen ausreichend großen Gepäckspeicher verfügt, erläutert der Verband.

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Schon beim Einchecken Wunsch-Sitzplatz anmelden

Passagiere, die anfällig sind für die Reisekrankheit, sollten einen Sitzplatz über den Tragflächen ergattern. Dort werden Erschütterungen weniger wahrgenommen. Vor allem bei Flughöhenwechseln – nach dem Start oder vor der Landung, ist der Neigungsgrad des Flugzeugs dort am geringsten. Am besten fragen Sie beim Einchecken am Schalter, ob in diesem Bereich noch ein Platz frei ist.

Wer unter Tinnitus leidet oder sehr geräuschempfindlich ist, dem wird ein Platz hinter den Tragflächen und in den nachfolgenden Sitzreihen empfohlen. Dort ist der Triebwerkslärm leiser. Vorsicht allerdings vor Plätzen in der Nähe der Küche und der Toiletten. Es herrscht meist rege Betriebsamkeit; Essensgerüche und andere Düfte könnten empfindliche Nasen stören.

Wer in einem neuen Airbus A 380 reist, muss sich um Lärm keine Sorgen machen. Dieser Flieger gleicht dem Innenraum einer Mercedes-Limousine – hier ist der Lärm der Turbinen eher ein Schnurren.

Bei Flugangst lieber hinten sitzen?

Wer unter Flugangst leidet oder zu den pessimistischen Zeitgenossen zählt, sollte auf einen Sitzplatz in den hinteren Reihen bestehen. Statistisch gesehen sind nämlich dort die Überlebenschancen wesentlich höher als eine Position über oder vor den Flügeln. Das ergab eine wissenschaftliche Auswertung, bei der 20 Flugzeugunglücke in den vergangenen 30 Jahren miteinander verglichen wurden. Der amerikanische Luftfahrt-Autor David Nolan geht davon aus, dass es durchaus einen Faktor gibt, der die Überlebenschance erhöht. Nach der Auswertung von Flugzeugunglücken in den USA folgert er: "Passagiere in der Nähe des Hecks haben eine um 40 Prozent größere Überlebenschance als jene in den vordersten Sitzreihen." Der Aviatik-Experte verweist auf einen Mitarbeiter der nationalen Flugsicherheitsbehörde: "Flugzeuge prallen nicht rückwärts gegen einen Berg." Ein Flugzeug bewege sich immer vorwärts, deshalb finde selbst bei Notlandungen oder anderen Absturzarten der Aufprall meist vorne statt, behauptet Nolan und untermauert seine These mit der Tatsache, dass "aus diesem Grund Flugschreiber im Heck platziert werden."

Gangplätze haben Vor- und Nachteile

Für Schwangere oder Reisende mit Blasenschwäche ist ein Gangplatz möglichst im Anfangsbereich oder am Ende der Sitzreihen günstig. Hier muss man nicht ständig den Sitznachbarn aufscheuchen und der Weg zur Toilette ist kurz. Auch lästiges Warten im Gang entfällt. Auf einem Gangplatz können Sie zudem hin und wieder die Füße ausstrecken und so dicken Beinen vorbeugen.

Doch Vorsicht, an den Gangplätzen sollten Sie nicht mit dünnen Strümpfen oder gar barfuss sitzen. Denn dort ist die Luft am Boden kälter als an einem Fensterplatz. Passagiere mit Gangplatz sind zudem eher Viren ausgesetzt.

Ein kleiner Trost für Menschen, die Angst haben, sich mit Krankheitserregern anzustecken oder damit in Berührung zu kommen: Die Keimkonzentration ist im gesamten Fluggastbereich sehr gering. Die Luft wird stündlich bis zu 20 mal komplett ausgetauscht. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen zehn und 20 Prozent. Die Temperatur, bei der sich der Durchschnitt der Passagiere am wohlsten fühlt, beträgt exakt 23 Grad.

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • Flughafenverband ADV
  • Pressestelle Flughafen Berlin Brandenburg
  • eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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