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Nach Australien auswandern: Tipps zum Gesundheitssystem

Nach Australien auswandern: Tipps zum Gesundheitssystem

13.06.2013, 15:24 Uhr | jb (CF)

Das australische Gesundheitssystem ähnelt in gewisser Hinsicht dem deutschen, weist aber einige Unterschiede auf. Die Mitgliedschaft in der staatlichen Krankenversicherung "Medicare" ist verpflichtend. Wenn Sie nach Australien auswandern, haben Sie umgehend Zugang zu dem Gesundheitssystem, nachdem Sie sich dort angemeldet haben.

Wie Sie sich bei Medicare anmelden

Wenn Sie nach Australien auswandern, sollten Sie sich sobald wie möglich beim australischen Gesundheitssystem Medicare anmelden, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Alles, was Sie dafür benötigen, ist Ihr Reisepass und Ihre Aufenthaltsgenehmigung.

Anschließend erhalten Sie Ihre provisorische Medicare-Kartennummer, mit der Sie sofort Zugang zum australischen Gesundheitssystem haben, so die australische Einwanderungsbehörde in ihrer Einwanderer-Broschüre "Beginning a life in Australia". Die eigentliche Versicherungskarte erhalten Sie etwa drei Wochen später per Post. In der Zwischenzeit müssen Sie anfallende Behandlungskosten zunächst selbst zahlen.

Sie werden später von Medicare teilweise erstattet. Außerdem erhalten Sie ausführliche Informationsmaterialien, die auch in deutscher Sprache verfügbar sind.

Was leistet das australische Gesundheitssystem?

Die Leistungen des australischen Gesundheitssystems sind im Vergleich zu den deutschen gesetzlichen Krankenkassen weniger umfangreich. So werden die Behandlungskosten ausschließlich dann übernommen, wenn Sie sich in öffentlichen Krankenhäusern versorgen lassen. Suchen Sie hingegen einen niedergelassenen Arzt oder einen Spezialisten auf, müssen Sie einen gewissen Kostenanteil selber tragen.

Für Menschen, die regelmäßig auf solche Arztbesuche angewiesen sind, gibt es die Medicare Safety-Net-Grenze. Ab einer bestimmten Kostengrenze verringern sich die Kosten für betroffene Patienten. Medikamente müssen Sie ebenfalls selber bezahlen. Allerdings sind diese staatlich subventioniert und das Pharmaceutical Benefits Scheme (PBS) – ebenfalls eine Art Kostenobergrenze – fängt einen Teil der Kosten ab, falls Sie innerhalb eines Jahres sehr viele Medikamente benötigen sollten.

Nach Australien auswandern und gesund bleiben

Wenn Sie nach Australien auswandern, sollten Sie dennoch mit höheren Arztkosten rechnen als in Deutschland. So übernimmt Medicare beispielsweise gar keine Kostenanteile für die meisten Zahnbehandlungen, Physiotherapie, Brillen, Fußbehandlungen, Heilmassagen oder Aufenthalte in Privatkrankenhäusern.

Wenn Sie also Wert auf Ihre Gesundheit legen, sollten Sie stets für entsprechende Fälle finanziell vorsorgen – oder aber eine von zahlreichen privaten Zusatzversicherungen abschließen, welche für diejenigen Kosten aufkommen, die Medicare nicht erstattet.

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