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Neue Megaseilbahn soll am 21. Dezember eingeweiht werden

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Endspurt auf der Zugspitze  

Neue Megaseilbahn soll am 21. Dezember eingeweiht werden

19.12.2017, 13:45 Uhr | E. Deyerler, S. Bronst, afp; msc, t-online.de

Neue Megaseilbahn soll am 21. Dezember eingeweiht werden. Fast fertig: Die Bergstation der neuen Superbahn auf der Zugspitze. (Quelle: Zugspitze.de)

Fast fertig: Die Bergstation der neuen Superbahn auf der Zugspitze. (Quelle: Zugspitze.de)

Bald können Besucher Deutschlands höchsten Berg wieder direkt per Seilbahn erreichen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Superseilbahn.

Die Bauarbeiten an der fast 3000 Meter hohen Zugspitze liegen in den letzten Zügen, bereits am Donnerstag, den 21. Dezember, soll die neue Anlage feierlich eingeweiht werden. Sie ersetzt die alte sogenannte Eibsee-Seilbahn und wartet mit gleich drei Weltrekorden auf.

Was entsteht an der Zugspitze genau?

Gebaut wurde eine komplett neue Gipfelseilbahn mit Gipfel- und Talstation. Mit ihr sollen Besucher nonstop auf den 2962 Meter hohen Berg nahe dem bayerischen Garmisch-Partenkirchen kommen können. Die alte Infrastruktur wurde komplett abgerissen und demontiert.

"Was sich natürlich gravierend ändert, ist der Komfort für unsere Gäste", sagt Betriebsleiter Martin Hurm. Die Arbeiten für das rund 50 Millionen Euro teure Megaprojekt begannen bereits 2014. Momentan erfolgt nur noch der letzte Feinschliff – die technische Einstellung und der Probebetrieb.

Wo liegt der Unterschied zu vorher?

Es gab bereits vorher eine Seilbahn bis hinauf zum Gipfel der Zugspitze. Die seit 1963 betriebene Eibsee-Seilbahn war aber in die Jahre gekommen und genügte nicht mehr den Ansprüchen. Unter anderem war ihre Kapazität für Spitzenzeiten zu gering. Die neue Bahn setzt zudem auf ein besseres visuelles Erleben. Die Stationen im Tal und auf dem Gipfel haben große Panoramafenster mit freier Sicht auf die Berge, auch die neuen Kabinen sind vollverglast.

An der Streckenführung ändert sich dagegen im Wesentlichen nichts, die neue Bahn ersetzt die alte Eibsee-Bahn praktisch eins zu eins und überwindet 2000 Höhenmeter auf einer Gesamtlänge von mehr als viereinhalb Kilometern. Die alte Anlage blieb zunächst auch während der Bauarbeiten noch weiter in Betrieb und wurde erst im Frühjahr 2017 stillgelegt und nach und nach abgerissen.

Was sind die Weltrekorde?

Schon die alte Eibsee-Bahn konnte einen Spitzenwert zumindest unter den sogenannten Pendelseilbahnen für sich beanspruchen, weil sie in nur einer Sektion – also einem einzigen Streckenabschnitt – einen Höhenunterschied von fast 2000 Metern überwand. Dies bleibt bei der neuen Gipfelbahn gleich.

Durch den Neubau der Strecke kommen allerdings noch zwei neue Weltrekorde hinzu, wie die Bayrische Zugspitzbahn Bergbahn AG berichtet: Sie überwindet nun zwischen Stützpfeiler und Bergstation ein freies Spannfeld von 3213 Metern und wird darin von keiner anderen Seilbahn im Pendelbetrieb überboten. Und der neue errichtete Seilbahnstützpfeiler ist mit 127 Metern Höhe zugleich der größte seiner Art in Stahlbauweise.

Wie liefen die Bauarbeiten?

Bauarbeiten in hochalpinem Gelände sind kein Spaziergang, das Projekt stellte hohe logistische und ingenieurtechnische Ansprüche. Allein für den 420 Tonnen schweren Stützpfeiler mussten 1100 Teile in 18 Lastwagenladungen über Schotterpisten herantransportiert werden. Noch viel größer waren die Herausforderungen auf der Baustelle der Gipfelstation.

Auf fast 3000 Metern Höhe hatten die Arbeiter mit widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Noch bis ins Frühjahr gab es dort satte zwei Meter Neuschnee. Die Temperaturen fallen dort zudem oft bis weit unter den Gefrierpunkt, Sturmböen erreichen hundert Stundenkilometer und mehr. Dazu kommt, dass die Station teilweise überhängend konstruiert wurde: Sie ragt 25 Meter über die steil abfallende Felswand nach Norden hinaus.

Das Baumaterial kam mit einer separaten Frachtseilbahn nach oben. Betriebsleiter Hurm ist begeistert: "Also ich glaube, dass das eine ganz schöne Mannschaftsleistung ist, was wir da hingelegt haben." Noch dazu sei alles unfallfrei abgelaufen.

Ab wann ist die Bahn für die Öffentlichkeit geöffnet?

Sie soll ab dem Tag nach der feierlichen Einweihung fahren, also ab Freitag, den 22. Dezember. Die Gipfelseilbahn in Garmisch-Partenkirchen ist übrigens nicht die einzige Verbindung auf die Zugspitze. Auch von österreichischer Seite gibt es eine Seilbahn direkt bis auf den Gipfel. Anreisen von deutscher Seite sind zudem mit der Zugspitz-Zahnradbahn in Kombination mit der tausend Meter langen Gletscherbahn-Seilbahn möglich.

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