Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Reisetipps > Flugreisen >

Urteil: Airline muss Betrunkene nicht mitfliegen lassen

Gerichtsurteil  

In diesem Fall darf eine Airline Ihnen den Flug verweigern

25.10.2019, 11:07 Uhr | dpa

Urteil: Airline muss Betrunkene nicht mitfliegen lassen. Flugzeug in der Luft: Wenn Sie zu betrunken sind, kann Ihnen die Airline den Flug verweigern. (Quelle: Getty Images/Ronald Paras (Picxel8 Studios))

Flugzeug in der Luft: Wenn Sie zu betrunken sind, kann Ihnen die Airline den Flug verweigern. (Quelle: Ronald Paras (Picxel8 Studios)/Getty Images)

Schreiende Kinder, Betrunkene, übel riechende Menschen: Auf Flügen gibt es häufig unangenehme Sitznachbarn. Doch Airlines können Passagiere unter bestimmten Umständen auch abweisen.

Eine Fluggesellschaft muss betrunkene Passagiere nicht mitfliegen lassen. Das hat das Amtsgericht München in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden.

Rückflug aus Australien wegen Trunkenheit verweigert

Ein Mann aus Niedersachsen hatte einen Münchner Reiseveranstalter verklagt, weil die Airline sich geweigert hatte, ihn und seine Ehefrau nach einer Pazifikkreuzfahrt aus Australien zurückfliegen zu lassen. Die Begründung: Sie seien zu betrunken und damit fluguntauglich.

Sie mussten das Flugzeug verlassen und einen neuen Flug für den kommenden Tag buchen – nach Klägerangaben für rund 1.750 Euro. Das Geld forderte er vor Gericht nun vom Reiseveranstalter zurück, zusätzlich zu 600 Euro Schadenersatz für Umsatzverlust, der ihm als Rechtsanwalt durch den verspäteten Rückflug mindestens entstanden sei.

Airline darf Fluggäste bei Fluguntauglichkeit abweisen

Das Gericht bezog für sein Urteil unter anderem die Aussage einer Stewardess in einem anderen Zivilprozess in Frankfurt zu dem Streitfall ein. Demnach habe das Paar nicht geradeaus zu seinen Sitzen gehen können. Der Kläger, der noch vor dem Hinsetzen ein Glas Champagner forderte, habe sich anlehnen müssen, um nicht umzufallen. Der Flugkapitän habe dann entschieden, der Mann werde nicht von Brisbane bis Dubai durchhalten – und das Ehepaar des Flugzeugs verwiesen.


Das war das gute Recht der Airline, wie das Münchner Amtsgericht urteilte. Die Fluguntauglichkeit der Passagiere sei glaubhaft nachgewiesen. "Ein wankender Gang beider Fluggäste, gerötete Gesichter, glasige Augen, Stützen des Klägers, Weinen der Ehefrau des Klägers, die Aussage, es gehe ihr nicht gut, starker Alkoholgeruch und mangelnde Konzentrationsfähigkeit des Klägers sowie der Umstand, dass dieser sich zum Stehen an die Wand anlehnen musste. Dies ist nach Auffassung des Gerichts als ausreichend anzusehen", hieß es in dem rechtskräftigen Urteil.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Mehr zum Thema

  • alle passenden Artikel
    weniger Artikel anzeigen
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal