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Motorradmesse EICMA: Die wichtigsten Bike-News für 2023


Frisch von der EICMA
Die wichtigsten Bike-Trends für 2023

Von SP-X, mab

09.11.2022Lesedauer: 4 Min.
Neue Bikes auf der EICMA in Mailand: Honda plant zehn neue Motorroller bis 2025.Vergrößern des BildesNeue Bikes auf der EICMA in Mailand: Honda plant zehn neue E-Modelle bis 2025. (Quelle: IMAGO/R4924_italyphotopress)
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Schlauer, sportlicher, sauberer: Die neuen Biker-Trends für das kommende Jahr sehen Sie schon heute auf der Mega-Messe EICMA – und hier bei t-online.

Die Motorradmesse EICMA (noch bis 13. November 2022 in Mailand) ist eine der größten der Welt. Hier zeigen sich die Trend-Bikes der kommenden Saison. Genau wie die neuesten Autos, werden auch sie immer schlauer – und fahren immer häufiger abgasfrei.

Die Honda Transalp kehrt zurück

Honda bringt die Transalp zurück. Auf der Eicma ist die Mittelklasse-Reiseenduro als XL750 Transalp zu sehen. Sie wird von einem Zweizylinder-Reihenmotor angetrieben; die Leistung beträgt 92 PS. Voll-LED, 5-Zoll-TFT-Display mit Konnektivität, selbstrückstellende Blinker, verschiedene Fahrmodi, wählbare Traktionskontrolle und einige andere Details zeigen, dass Honda an die neue Transalp hohe Ansprüche stellt.

Die neue Honda CL500 ist inspiriert von den Honda CLs der 1960er und 1970er Jahre. Sie kombiniert Retro-Charme mit aktueller Technologie. Der Zweizylinder-Paralleltwinmotor entstammt der CB500-Familie; in der CL500 leistet er 47 PS. Dank kurzer Übersetzung soll die CL500 quicklebendig sein. Stahlrahmen, 19 Zoll-Vorderrad, zwei Federbeine hinten, Gabelfaltenbälge und seitliche Tankpads sind Kennzeichen des Halbliter-Retrobikes.

Die Honda CMX1100T Rebel ist im Bobber-Stil gehalten; sie ist die Touringversion der Basis-Rebel. Angetrieben wird sie vom gleichen Zweizylinder-Twinmotor mit 1.084 ccm Hubraum und 87 PS Leistung und 98 Nm Drehmoment. Als Besonderheit liefert Honda die große Rebel – es gibt auch eine 500er-Version – auf Wunsch auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe aus, das auch automatisch die Gänge wechselt. Es erhöht nicht nur den Komfort, sondern auch das Gewicht von 233 auf 248 Kilogramm. Als T-Version verfügt die 1.100er Rebel über eine Halbverkleidung, einen Windschild und ein Seitenkoffer-Set mit insgesamt 35 Liter Volumen.

Als erstes von mindestens zehn bis 2025 geplanten Elektro-Zweirädern präsentiert Honda in Mailand den EM1 e, ein Elektro-Moped. Es richtet sich an die jüngste Zielgruppe und ist für den urbanen Einsatz gedacht. Der Energievorrat soll für 40 Kilometer Strecke reichen, der Akku ist herausnehmbar; er soll zu Hause wieder aufgeladen werden können.

Drei frische Ducati Scrambler

Ducati hat die drei Scrambler-Versionen Icon, Full Trottle und Nightshift überarbeitet. Nun haben sie ein neu konstruiertes Fahrwerk, vier Kilogramm weniger Gewicht und eine Reihe technischer Neuerungen. So gibt es künftig ein Ride-by-Wire-Drosselklappenmanagement, eine Traktionskontrolle mit zwei Fahrmodi ("Road" und "Wet") und auch einen so genannten Quickshifters für kupplungslose Gangwechsel. Neu sind außerdem Kurven-ABS und ein 4,3 Zoll großes Farb-TFT-Display im Cockpit. Die Flanken des neuen Stahltanks können von den Kunden individuell gestaltet werden.

Die Version Icon repräsentiert den puristischen Gedanken der Ducati Scrambler, die Full Throttle gibt sich betont sportlich und die Nightshift weist eine Reihe klassischer Elemente auf. Hubraum (803 ccm) und Leistung (73 PS) des luft-/ölgekühlten Zweizylindermotors bleiben inunverändert. Alle Versionen sind ab März auch mit 48 PS Leistung für die Führerscheinklasse A2 erhältlich.

Suzuki bringt neue Reiseenduro

Suzukis Reiseenduro V-Strom 800 DE ersetzt die bisherige V-Strom 650 und orientiert sich stark an der noch jungen V-Strom 1050. Angetrieben wird sie von einem neuen flüssigkeitsgekühlten Zweizylinder-Reihenmotor mit 776 Kubikzentimetern Hubraum und 84 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 78 Nm.

Zur Ausstattung gehört außerdem eine Reihe elektronischer Fahrhilfen: eine mehrfach einstellbare Traktionskontrolle, ein Quickshifter, diverse Fahrmodi und ein Fahrwerk mit langen Federwegen von 22 Zentimetern. Serienmäßig kommt die Mittelklasse-Reiseenduro außerdem mit einem 5 Zoll-TFT-Display, Voll-LED-Beleuchtung, einer Dreischeiben-Bremsanlage und Speichenrädern.

Vom gleichen Motor wird das ebenfalls neue Nakedbike Suzuki GSX-8S angetrieben. Es hat drei Fahrmodi, einen bidirektionalen Quickshifter und eine dreifach einstellbare Traktionskontrolle. Die fahrfertig 202 Kilogramm leichte neue Suzuki ist ab Frühsommer 2023 erhältlich.

Yamaha mit adaptiver Temporegelung

Yamaha präsentiert als erster japanischer Hersteller ein Motorrad mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung. Bei der Tracer 9 GT+ ist das ACC-System mit der elektronischen Federung verbunden, um das Fahrwerk auch bei Geschwindigkeitsänderungen absolut stabil zu halten. Erstmals bei einem Motorrad arbeitet bei dieser Yamaha das Kombibremssystem mit Radar-Unterstützung, wobei auch die Daten des Sechsachsensensors verwertet werden. Sollte das System erkennen, dass die vom Fahrer ins System eingeleitete Bremskraft nicht ausreicht, um eine Kollision zu verhindern, verstärkt es automatisch den Bremsdruck an Vorder- und Hinterrad.

Neu an der Tracer 9 GT+ ist zudem ein 7 Zoll-Vollfarb-TFT-Display. Es bietet drei Darstellungsmodi. Außerdem hat die Tracer 9 GT als erste Yamaha einen Quickshifter der dritten Generation: Beim Gangwechsel kann der Tempomat aktiviert bleiben. Weitere Verbesserungen gibt es bei den semiaktiven Fahrwerkskomponenten, den wählbaren Fahrmodi und bei den Lenkerschaltern. Erstmals bei einem japanischen Hersteller sind sie hinterleuchtet.

Auch die Touring-Modelle Tracer 7 und Tracer 7 GT hat Yamaha für 2023 überarbeitet. Beide erhalten TFT-Displays. Zudem gibt es neue Multifunktions-Lenkerschalter. Die Telegabel ist nun überarbeitet, die vorderen Bremsscheiben werden größer. Bei der Tracer 7 GT gibt es nun eine Komfortsitzbank und einen serienmäßigen Gepäckträger.

Ebenfalls modellgepflegt: das Motor-Dreirad Niken GT. Es wird nun vom Motor der aktuellen MT-09 mit 890 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben und ist deshalb durchzugsstärker und leistungsfähiger. Bei der Niken GT erstrecken sich die Änderung gegenüber dem bisherigen Modell auf Elektronik, Fahrwerk und Ergonomie. Die neue Ausführung, die wie bisher über eine Neigungselektronik verfügt, soll bereits ab dem Februar 2023 verfügbar sein.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SP-X
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