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München ist die Stauhauptstadt Deutschlands


Verkehr
Das ist die Stauhauptstadt Deutschlands

Von dpa
Aktualisiert am 10.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Pendlerverkehr - MünchenVergrößern des BildesBerufsverkehr in München: Nach der Corona-Pandemie sind auch die traditionellen Staus zurückgekehrt. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa)
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München ist weiterhin die staugeplagteste Stadt Deutschlands. Doch auch in anderen Städten brauchen Autofahrer viel Geduld.

In der bayerischen Landeshauptstadt sorgten verstopfte Straßen in den Stoßzeiten dafür, dass ein durchschnittlicher Pendler im vergangenen Jahr dort 74 Stunden verlor. Das geht aus Daten des Verkehrdienstleisters Inrix hervor.

In Berlin standen Autofahrer im Schnitt 71, in Hamburg 56 Stunden im Stau. Auch in Potsdam, Darmstadt, Leipzig, Freiburg, Lübeck, Bremen und Nürnberg habe ein Pendler übers Jahr so mindestens 40 Stunden vertrödelt, teilten die Datenexperten mit.

International ist die Lage noch heftiger

In London (156 Stunden), Chicago (155 Stunden) und Paris (138 Stunden) ist es demnach weit schlimmer. Für Palermo (121 Stunden) ermittelte Inrix eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 14 Stundenkilometern in der Innenstadt.

Hier sind die Stauschwerpunkte

Ein Trost für Münchner Autofahrer, die zur Stoßzeit auf dem südlichen Mittleren Ring über die Isar für 5 Kilometer durchschnittlich 13 Minuten länger brauchen? Der Mittlere Ring, der Elbtunnel in Hamburg und das Dreieck Köln-Heumar "sind die größten Stauschwerpunkte in Deutschland", teilte Inrix mit.

Immerhin verbrachten Pendler in München 2022 aber durchschnittlich fünf Stunden weniger im Stau als noch 2021, während der Zeitverlust in Hamburg und Berlin stieg.

Verkehrsaufkommen nach Corona deutlich gestiegen

Im Jahr 2022 sei der traditionelle Pendlerverkehr am Morgen und am späten Nachmittag zurückgekehrt, sagte Verkehrsanalyst Bob Pishue mit Blick auf vorangegangene Beschränkungen in der Corona-Krise. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland, gemessen in Fahrzeugkilometern an Wochentagen, stieg laut Inrix um 21 Prozent im Vergleich zu 2021 und lag damit acht Prozent über dem Niveau von 2019.

Für die Studie wurden Stau- und Mobilitätsdaten in mehr als 1.000 Städten in 50 Ländern ausgewertet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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