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Abfall aus dem Autofenster werfen: So hoch ist die Strafe


Schneller Überblick
Abfall aus dem Fenster: Diese XXL-Strafe droht

Von t-online, mab

Aktualisiert am 04.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Weg damit: Immer mehr Müll landet auf Deutschlands Straßen. Eine Bananenschale ist schnell verrottet – eine Limo-Dose hingegen erst in Hunderten von Jahren.Vergrößern des BildesWeg damit: Immer mehr Müll landet auf Deutschlands Straßen. Eine Bananenschale ist schnell verrottet – eine Limo-Dose hingegen erst in Hunderten von Jahren. (Quelle: Agefotostock/imago-images-bilder)
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Fenster auf und weg damit: Immer mehr Müll landet an Deutschlands Straßenrändern und auf dem Boden der Raststätten. Es drohen teils happige Bußgelder.

Kurz zusammengefasst:

  • Müllentsorgung aus Fahrzeugen nimmt zu; hohe Umweltbelastung durch langlebigen Abfall.
  • Bußgelder variieren je nach Bundesland; Kosten für Müllbeseitigung sind erheblich.
  • Tipps zur Vermeidung von Müll: Wiederverwendbare Behälter nutzen, Abfall korrekt entsorgen.

Umweltschäden und Klimawandel rücken immer mehr Menschen ins Bewusstsein. Und gleichzeitig wachsen die Müllberge entlang unserer Straßen und Autobahnen immer höher. Zu groß sind Faulheit und Gleichgültigkeit, um Snackverpackung und Coladose erst zu Hause wegzuwerfen. Meistens übrigens bei 18- bis 30-Jährigen. Das ergab eine Untersuchung verschiedener Städte, die das Problem anpacken wollen.

Denn dieser Müll braucht teilweise extrem viel Zeit, bis er verrottet.

  • Taschentuch: vier Wochen
  • Papiertüte: sechs Wochen
  • Zigarettenfilter: zehn bis 15 Jahre
  • Plastiktüte: 20 Jahre
  • Coffee-to-go-Becher: 50 Jahre
  • Plastikflasche und Getränkedose: mehrere Hundert Jahre

Und in der Zwischenzeit vergiftet der Müll die Umwelt: Bereits das Nikotin eines Zigarettenstummels kann Fische töten, wenn es in einem Liter Wasser aufgelöst wird.

Müllentsorgung kostet viele Millionen

Die Ausmaße des Problems zeigt eine Untersuchung des ADAC: Auf nur 50 Rastplätzen in NRW fielen demnach 10.000 Tonnen Müll pro Jahr an. Und das verursacht neben den Umweltproblemen außerdem enorme Kosten: 9.000 Euro pro Autobahn-Kilometer errechnete die TU Darmstadt bereits im Jahr 2014. Bei rund 13.000 Autobahn-Kilometern in Deutschland ergibt das weit mehr als 100 Millionen Euro. Man darf davon ausgehen, dass in der Zwischenzeit mit den Müllbergen auch die Kosten gewachsen sind.

Denn allen Mühen und aller Aufklärung zum Trotz nimmt der Müll weiter zu. Deshalb gibt es Bußgelder, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen. Umwelt- und Naturschutzrecht sind nämlich Ländersache. So beginnen die Bußen in manchen Ländern bei gerade einmal zehn Euro, der Höchstsatz in Hamburg wiederum liegt bei 1.000 Euro.

Die Bußen im Überblick

Bundesland Geldbuße für Zigarettenschachtel (Euro) Geldbuße für Glasflasche (Euro)
Baden-Württemberg 50-250 100-800
Bayern 20 35-80
Berlin 40-80 75-800
Brandenburg 30 40-100
Bremen 20 20-250
Hamburg 35-150 250-1.000
Hessen 50 50
Mecklenburg-Vorpommern keine Angaben keine Angaben
Niedersachsen 10-50 50-100
Nordrhein-Westfalen 10-25 keine Angaben
Rheinland-Pfalz 10-25 20-100
Saarland 10-100 25-150
Sachsen 10-40 25-200
Sachsen-Anhalt keine Angaben keine Angaben
Schleswig-Holstein keine Angaben keine Angaben
Thüringen 20 20-100

Müll vermeiden: Das können Sie tun

Im Grunde ist es natürlich ganz einfach: Müll gehört in die Tonne und nicht auf die Straße. Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, gibt es einige Tipps des ADAC:

  • Nutzen Sie eigene, mitgebrachte Becher für Ihren Coffee to go. Bei vielen Verkäufern gibt es dafür sogar einen kleinen Rabatt.
  • Belegte Brote, Obst und Gemüse sind nicht nur der gesündere Pausen-Snack. Sie erzeugen auch weniger Müll als Schokoriegel und andere Fertigprodukte.
  • Verwenden Sie Frischhalteboxen und Mehrwegverpackungen statt Plastik- oder Alufolie.
  • Während der Fahrt landen Reste im Müllbeutel oder einem Kfz-Abfalleimer statt im Straßengraben.
  • Am Ziel oder während einer Pause können Sie den Müll dann dort entsorgen, wo er hingehört.
Verwendete Quellen
  • Verkehrsclub ADAC
  • Bundesverkehrsministerium
  • Nachrichtenagentur SP-X
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