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CO2-Ausstoß: Größter Klimasünder 2022 ist dieses Land


Diese Länder sind die weltweit größten Klimasünder


05.12.2023Lesedauer: 1 Min.
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Die Emissionen steigen weltweit: t-online zeigt, wer die größten Klimasünder sind. (Quelle: t-online)

In Dubai treffen sich derzeit Vertreter aus 200 Staaten, um über die Klimakrise zu sprechen. Animationen zeigen, wer am meisten verschmutzt – und wer vorbildlich ist.

Sie ist allgegenwärtig und kaum noch aufzuhalten: Die Klimakrise bedroht schon jetzt zahlreiche Länder dieser Erde und verursacht an vielen Orten der Welt verheerende Katastrophen. t-online zeigt im Video, wer die größten Klimasünder sind – und wer die Vorzeigeländer.

Hauptverursacher der Krise sind die durch fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas immer weiter steigenden globalen CO2-Emissionen. Diese erreichen 2023 mit voraussichtlich 36,8 Milliarden Tonnen im Jahr einen neuen Höchstwert, wie Fachleute im Bericht zum globalen Kohlenstoffbudget (Global Carbon Budget) schreiben. Das seien 1,1 Prozent mehr als 2022 und 1,4 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie mögliche internationale Lösungen im Kampf gegen die existenzielle Klimakrise aussehen könnten, steht im Mittelpunkt der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz COP28.

Videotranskript lesenSymbolbild zum Ein- und Ausklappen

Weltweit ist die Zunahme von Extremwetterereignisse zu beobachten.
In weiten Teilen Afrikas leiden die Menschen in besonderem Maße unter den Folgen des durch den Menschen verursachten Klimawandels und der Umweltzerstörung. Die unumkehrbaren Veränderungen im Klimasystem treffen die Menschen hier besonders hart.
Fair ist das nicht, denn die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent tragen selbst kaum zur Klimakrise bei.
Seit der Industrialisierung werden durch menschliche Aktivitäten in zunehmendem Maße Treibhausgase freigesetzt. Diese reichern sich in der Atmosphäre an und verstärken den sogenannten Treibhauseffekt. Dadurch steigt die globale Durchschnittstemperatur an.
Weltweit wurden im vergangenen Jahr 38 Milliarden Tonnen an Treibhausgasen ausgestoßen.
China war mit einem Anteil von rund 31 Prozent an den globalen Kohlenstoffdioxid-Emissionen der weltweit größte CO2-Emittent, gefolgt von den USA mit rund 13 Prozent. Deutschlands Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen lag zuletzt bei knapp zwei Prozent.
Während nicht nur Deutschland darauf hinarbeitet, die eigenen CO2-Emissionen zu minimieren, nimmt der weltweite CO2-Ausstoß jährlich zu.
Ein Blick auf die weltweite Verteilung zeigt: Während die meisten westlichen Länder weniger CO2 ausstoßen als 1990, haben China und Indien sowie viele Länder des globalen Südens stark zugelegt. Dass viele Länder deutlich mehr CO2 ausstoßen, liegt auch daran, dass sie 1990 wirtschaftlich noch gering entwickelt waren und jetzt aufholen.
Im vergangenen Jahr waren die G20 Staaten, ein Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, für mehr als 75 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich.
Betrachtet man nicht den Gesamtausstoß, sondern die Pro-Kopf-Emissionen der jeweiligen Länder, so wird deutlich, dass Saudi-Arabien der größte Verschmutzer unter den G20 ist: Für 16,6 Tonnen CO2 war ein durchschnittlicher Saudi 2021 verantwortlich. Auf Platz zwei, drei und vier folgten demnach Kanada, Australien und die USA.
China rangiert in absoluten Zahlen unter den G20 zwar auf Platz eins, nach der Einwohnerzahl gerechnet aber auf Platz sieben. Deutschland findet sich nach dieser Rechnung auf dem neunten Platz wieder. Pro Kopf werden hierzulande 8,1 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen.
Alle afrikanischen Länder zusammen haben im vergangenen Jahr nur rund drei Prozent der weltweiten CO2 Emissionen zu verantworten, während 14 % der Weltbevölkerung dort leben.
Und ausgerechnet diese 14 % werden von den Folgen des Klimawandels am härtesten getroffen.
Die internationale Staatengemeinschaft muss ihre Anstrengungen deutlich verstärken, um die globale Erwärmung auf 1,5 bis 2 °C zu begrenzen.
Denn: bislang macht kein Land genug für den Klimaschutz. Das zeigt der aktuelle Klimaschutz-Index.
Er vergleicht die Klimaschutzbemühungen von 59 Ländern sowie der EU, die zusammen 92 % der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen.
Dem Bericht der Nicht-Regierungsorganisationen Germanwatch und New Climate Institute zufolge ist Dänemark erneut Spitzenreiter in Sachen Klimaschutz, gefolgt von Schweden und Chile.
Dänemark weise eine „gute“ nationale und „sehr gute“ internationale Klimapolitik auf.
Die Bewertung erfolgt anhand von vier Beriechen: Triebhausgasemissionen, Erneuerbare Energien, Energieverbrauch und Klimapolitik. Zudem wird bewertet, inwiefern das jeweilige Land adäquat handelt, um die Pariser klimaziele zu erreichen.
Diese droht jedoch auch der Spitzenreiter Dänemark für 2025 zu verfehlen.
Mit Indien, Großbritannien und Deutschland sind lediglich drei G20-Staaten unter den gut beurteilten Ländern. Insgesamt zwölf Länder erhalten ein schlechtes oder sehr schlechtes Rating., Russland, Südkorea und Saudi-Arabien zeigen die schlechteste Leistung innerhalb der G20.
Mit Südafrika, Algerien, Ägypten und Marokko sind lediglich die vier größten afrikanischen CO2-Emittenten in dem Bericht vertreten. Ägypten und Marokko erreichen im Ranking eine gute bis mittlere Bewertung, was laut den Experten auf ein insgesamt erhöhtes Bewusstsein für Umwelt- und Klimafragen zurückzuführen sei.
Südafrika und Algerien performen hingegen deutlich schlechter. Insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gehören zu den Kernforderungen an die Länder. Eine Partnerschaft für eine gerechte Energieübertragung zwischen Südafrika, den USA, dem Vereinigten Königreich und der EU soll zukünftig dazu beitragen.
Mit China und den USA finden sich die größten Emittenten im Klimaschutzranking in der Kategorie „sehr schlecht“ wieder. China ist mit einer Verschlechterung um 13 Plätze der größte Absteiger des Klimaschutz-Index 2023.
Die ölreichen Länder Kasachstan, Saudi-Arabien und Iran bilden die Schlusslichter im Gesamtindex.
Laut den Experten zeige die aktuelle Energiekrise deutlich die weltweite Abhängigkeit von fossilen Energien.
Auf dem Weg der Klimaneutralität seien nun folgende Schritte essenziell: Erneuerbare Energien müssten ausgebaut, der Energieverbrauch reduziert, fossile Subventionen und Investitionen gestoppt und die gesetzten Klimaziele konsequent umgesetzt werden.
Andernfalls würden Extremwetterereignisse und die damit verbundene Umweltzerstörung weiterhin zunehmen – und zwar weltweit.

Wer im weltweiten Vergleich zu den größten Klimasündern zählt, wer sogar immer mehr CO2 ausstößt und was in Zukunft notwendig ist, um die Klimaziele einzuhalten, sehen Sie hier oder oben im Video.

Verwendete Quellen
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