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Galileo: Europäisches Navigationssystem ist abgeschaltet

Totalausfall bei Galileo  

Europäisches Navigationssystem ist abgeschaltet

15.07.2019, 03:03 Uhr | dpa

Galileo: Europäisches Navigationssystem ist abgeschaltet. Die EU-Agentur GSA in Prag: Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. (Quelle: imago images)

Die EU-Agentur GSA in Prag: Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. (Quelle: imago images)

Galileo soll die Antwort auf das GPS-Netz der USA sein. Nun ist das europäische Navigationssystem wegen technischen Problemen offline. Experten arbeiteten daran, den Fehler zu beheben.

Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo ist am Wochenende wegen einer Störung teilweise ausgefallen. Der Such- und Rettungsdienst, mit dem Menschen in Notlagen aufgespürt werden können, funktioniere aber noch, teilte die zuständige EU-Agentur GSA auf ihrer Webseite mit. Gestört seien Einrichtungen am Boden. Experten arbeiteten daran, den Fehler zu beheben.

Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Erste Galileo-Dienste sind seit Dezember 2016 verfügbar. Schon jetzt sind Positionsbestimmungen rund um den Globus möglich. Das System soll letztlich mit 30 Satelliten Navigationsdienste anbieten. Derzeit befinden sich 26 Galileo-Satelliten in der Umlaufbahn, 4 weitere sollen Ende 2020 im Orbit platziert werden. Das Kontrollzentrum steht in Oberpfaffenhofen, der Betreiber ist die europäische Satellitennavigationsbehörde GSA in Prag.




Galileo war mit großer Verzögerung und viel höheren Kosten als geplant an den Start gegangen. Ursprünglich sollte Galileo bereits 2008 in den Vollbetrieb gehen. 1999 plante die EU 2,2 bis 2,9 Milliarden Euro für den Aufbau des Systems ein. Der derzeitige Kostenrahmen: Im EU-Budget bis 2020 sind 7,2 Milliarden für den Aufbau plus 3 weitere Milliarden für den Betrieb vorgesehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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