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FBI-Agentin heiratet deutschen IS-Terroristen

Verliebt in Deso Dogg  

FBI-Agentin heiratete deutschen IS-Terroristen

02.05.2017, 20:07 Uhr | dpa, gin

FBI-Agentin heiratet deutschen IS-Terroristen. IS-Terrorist Denis Cuspert, ehemals bekannt als der Rapper "Deso Dogg". (Quelle: dpa)

IS-Terrorist Denis Cuspert, ehemals bekannt als der Rapper "Deso Dogg". (Quelle: dpa)

Eine auf den deutschen Dschihadisten Denis Cuspert angesetzte FBI-Agentin soll sich einem CNN-Bericht zufolge in den Mann verliebt und ihn in Syrien geheiratet haben. Lange hielt es die Frau aber nicht im Kriegsgebiet aus.

Wegen dieser Überschreitung ihres ursprünglichen Auftrages musste sie nach dem erst jetzt bekannt gewordenen Fall in den USA ins Gefängnis. Im Dezember 2014 wurde sie demnach zu zwei Jahren Haft verurteilt, 2016 kam sie frei. Das FBI bestätigte den Fall indirekt.

Cuspert ist als schillernde Figur in der Islamistenszene bekannt geworden. Er soll 2010 zum Islam konvertiert sein. In Deutschland trat er als Rapper Deso Dogg auf. Er soll sich zuletzt in Syrien befunden haben, mehrfach wurde er aber totgesagt. Die Bundesregierung stuft ihn als Terroristen ein.

Über Skype kennengelernt

Die FBI-Mitarbeiterin war 2014 unter dem Vorwand, Freunde in München zu besuchen, von den USA aus über Istanbul nach Syrien gereist. Zuvor war sie laut Prozessakten als FBI-Mitarbeiterin "gegen einen deutschen Staatsbürger" dienstlich aktiv und hatte mit ihm via Telefondienst Skype Kontakt aufgenommen. Beide telefonierten auch privat und kamen sich dabei offensichtlich näher. 

Kurze Zeit nach ihrer Ankunft in Syrien soll sie Cusbert geheiratet haben. Nicht öffentlich bekannt ist, wie die Frau genau aus Syrien zurück in die USA kam und ob ihr dabei geholfen wurde. Im August 2014 wurde sie in den USA festgenommen. Cusperts Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

FBI will aus dem Fall lernen

Das FBI will aus dem Fall Lehren ziehen: "Als Reaktion auf diesen Fall haben wir mehrere Schritte unternommen, um Sicherheitslücken zu identifizieren und zu schließen", hieß es in einem Statement am Dienstag. Man versuche, Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verstärken.

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