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Uri Avnery: Israelischer Friedensaktivist stirbt im Alter von 94 Jahren

Protagonist im Nahost-Konflikt  

Israelischer Friedensaktivist Uri Avnery ist tot

20.08.2018, 13:36 Uhr | dpa

Uri Avnery: Israelischer Friedensaktivist stirbt im Alter von 94 Jahren. Uri Avnery auf einer Pressekonferenz im Jahr 2002: Für sein Engagement erhielten Avnery und seine Frau den Alternativen Nobelpreis. (Archivbild) (Quelle: dpa/Ingo Wagner)

Uri Avnery auf einer Pressekonferenz im Jahr 2002: Für sein Engagement erhielten Avnery und seine Frau den Alternativen Nobelpreis. (Archivbild) (Quelle: Ingo Wagner/dpa)

Der Menschenrechtsaktivist Uri Avnery ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der Israeli mit deutschen Wurzeln widmete sein Leben dem Kampf für den Frieden – und galt als umstritten.

Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery ist in der Nacht zum Montag in Tel Aviv gestorben. Dies bestätigte ein Sprecher des Ichilov-Krankenhauses. Der 94-Jährige mit deutschen Wurzeln hatte Anfang des Monats einen Schlaganfall erlitten und lag seither im Krankenhaus. Avnery kämpfte sein Leben lang für eine Lösung im Nahost-Konflikt und war in Israel umstritten.

Uri Avnery wurde am 10. September 1923 als Helmut Ostermann im westfälischen Beckum geboren. Er wuchs in Hannover auf und wanderte 1933 mit seiner Familie nach Palästina ein. Im ersten Nahostkrieg von 1948 wurde er im Kampf schwer verwundet.

Er gründete 1993 die Menschenrechtsgruppe Gusch Schalom (Friedensblock). Dabei galt er vielen als engagierter Kämpfer für den Frieden, anderen als Verräter an der zionistischen Sache. Auch als Parlamentsabgeordneter hatte er sich nach 1965 in insgesamt drei Amtsperioden für seine Ziele eingesetzt.

Für sein Engagement erhielt Avenery eine Auszeichnung

Gemeinsam mit seiner Frau Rachel erhielt Avnery 2001 den Alternativen Nobelpreis für die Gründung von Gusch Schalom. Die Lehrerin und Fotografin starb bereits 2011.

Avnery schrieb bis zuletzt regelmäßig Analysen für die linksliberale Zeitung "Haaretz" und kommentierte dabei auch innerisraelische Krisen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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