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Afghanistan: Taliban-Angriff auf Militärstützpunkt fordert über 100 Tote

Militärstützpunkt in Afghanistan  

Taliban-Angriff fordert über 100 Tote

21.01.2019, 15:52 Uhr | dpa, pdi

Afghanistan: Taliban-Angriff auf Militärstützpunkt  fordert über 100 Tote. Nach einem Angriff der Taliban: Auf einen Militärstützpunkt sieht man ein stark beschädigtes Gebäude. (Quelle: Reuters)

Nach einem Angriff der Taliban: Auf einen Militärstützpunkt sieht man ein stark beschädigtes Gebäude. (Quelle: Reuters)

Taliban greifen in Afghanistan einen Stützpunkt von Spezialkräften an. Nach einer Explosion stürmen Angreifer das Gebäude. Die Angst vor dem Abzug der US-Truppen wächst im Land.

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban-Miliz in Afghanistan sind am Montag nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium in Kabul 126 Menschen getötet worden. Ein Vertreter der Provinzverwaltung sprach von über 100 Toten bei dem Angriff auf einen Militärstützpunkt in der Maidan-Wardak-Provinz. In Regierungskreisen war nach ersten Berichten von der Explosion einer Autobombe und zwölf Toten die Rede gewesen. 

Ein Selbstmordattentäter zündete gegen 7.30 Uhr (Ortszeit) eine Autobombe in der Nähe der Basis. Daraufhin hätten drei Angreifer den Stützpunkt gestürmt, sagte Taheri.

Laut dem Provinzrat Mohammed Sardar Bachtiari befanden sich rund 150 Spezialkräfte des Geheimdienstes NDS in der Basis. Taheri zufolge ist der Angriff beendet, alle Angreifer seien getötet worden.

35 tote Sicherheitskräfte täglich

Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Anschlag über den Kurznachrichtendienst Twitter für sich. Die Aufständischengruppe greift seit Monaten gezielt Sicherheitskräfte an. Aus Militärkreisen heißt es, dass täglich rund 35 Sicherheitskräfte bei Angriffen und Gefechten ums Leben kommen.

Gleichzeitig laufen Bemühungen, den langjährigen Konflikt über Verhandlungen zu lösen. Seit Juli fanden mehrere Runden an Direktgesprächen zwischen Vertretern der USA und Taliban statt. Allerdings wirken sich die Gespräche noch nicht auf die Kampfhandlungen aus.

Der politische Prozess ist zudem offenbar kürzlich etwas ins Stocken geraten. Für Mitte Januar waren weitere US-Taliban-Gespräche im Golfemirat Katar geplant, die bisher noch nicht stattgefunden haben. Vor wenigen Tagen teilten die Taliban in einer Erklärung mit, die USA würden von der bisherigen Agenda mit Diskussion eines US-Truppenabzugs Abstand nehmen und einseitig andere Tagesordnungspunkte ansetzen. Sie warnten, sollten die USA bei dieser "Unaufrichtigkeit" bleiben, dass sie die Gespräche zum Stillstand bringen müssten.

Abzug der US-Truppen

Für Unruhe in Afghanistan sorgten in den vergangenen Wochen zudem US-Medienberichte, Washington könnte rund die Hälfte seiner etwa 14.000 Soldaten im Land abziehen. Laut einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der dem Pentagon nahestehenden Denkfabrik RAND hätte ein kompletter oder fast vollständiger Abzug der US-Truppen ohne damit zusammenhängendem Friedensschluss enorme Folgen für das Land.


Andere Nato-Länder würden das Land ebenfalls verlassen, heißt es in dem Bericht. Die Regierung in Kabul würde Einfluss und Legitimität verlieren. Die Verantwortung für die Sicherheit würden zunehmend regionale Milizen und lokale Kriegsherren übernehmen. Die Taliban würden das Interesse daran verlieren, in Friedensverhandlungen einzutreten. Das Land würde in der Folge in einen Bürgerkrieg versinken, die Zahl der zivilen Kriegsopfer stark ansteigen und Fluchtbewegungen zunehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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