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Großbritannien: Gesundheitsminister weißt Vorwürfe von Corona-Lügen zurück

Nach Attacke von Ex-Berater  

Gesundheitsminister weist Vorwürfe von Corona-Lügen zurück

10.06.2021, 13:03 Uhr | dpa

Großbritannien: Gesundheitsminister weißt Vorwürfe von Corona-Lügen zurück. Matt Hancock, britischer Gesundheitsminister: Er verteidigt sich, es habe lediglich "örtliche Herausforderungen" gegeben. (Quelle: dpa/House Of Commons/PA Wire/dpa)

Matt Hancock, britischer Gesundheitsminister: Er verteidigt sich, es habe lediglich "örtliche Herausforderungen" gegeben. (Quelle: House Of Commons/PA Wire/dpa/dpa)

Johnsons ehemaliger Berater Dominic Cummings hatte der britischen Regierung schwere Vorwürfe in der Corona-Pandemie gemacht. Nun wehrte sich Gesundheitsminister Hancock vor dem Unterhaus.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat scharfe Vorwürfe von Ex-Regierungsberater Dominic Cummings zurückgewiesen, dass er in der Corona-Krise mehrfach gelogen habe. Er habe keine Ahnung, wieso Cummings die Anschuldigungen erhoben habe, sagte Hancock am Donnerstag vor Abgeordneten in London. Es sei bezeichnend, dass der frühere Berater von Premierminister Boris Johnson seit seiner Aussage vor zwei Wochen keine Beweise vorgelegt habe.

"Ich bin jeden Morgen mit der Ansicht und Einstellung aus dem Bett aufgestanden, dass es meine Aufgabe ist, Leben zu schützen und dieses Land aus der Pandemie zu befreien", betonte Hancock. Er habe stets mit "Ehrlichkeit" sowie "Integrität" gehandelt und das Vertrauen Johnsons gespürt.

"Herausforderungen" statt Engpässen

Cummings hatte das Management der Regierung vor allem zu Beginn der Pandemie scharf kritisiert, die Politik habe versagt. Vor allem Hancock habe mehrmals gelogen, etwa bei der Besorgung von Schutzausrüstung oder bei Corona-Tests für Alters- und Pflegeheime.

Hancock sagte nun vor Mitgliedern zweier Unterhaus-Ausschüsse, die Regierung habe sich stets an wissenschaftlichen Rat gehalten. Im Frühling 2020 habe der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) allerdings nicht die benötigten Testkapazitäten gehabt. Weil die Auswertung mehrere Tage gedauert habe, seien einige Patienten, die dann später ein positives Testergebnis hatten, in Heime zurückgekehrt.

Bei Schutzausrüstung habe es nie nationale Engpässe gegeben, sagte Hancock. Er räumte allerdings "örtliche Herausforderungen" ein. Es habe zu der Zeit eine riesige weltweite Nachfrage gegeben und China als einer der wichtigsten Produzenten habe Exportrestriktionen verhängt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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