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Deutschland: Islamisten-TV-Sender verbreitet trotz Verbot Propaganda


TV-Crew besucht gekapertes Schiff – und interviewt Rebellenführer


Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 1 Min.
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Video zeigt kuriose Szene: Hier besucht das Kamerateam das gekaperte Schiff. (Quelle: t-online)

Der Sender Al-Manar TV verbreitet islamistische Propaganda auch in Deutschland – und das, obwohl dieses Medium durch den Verfassungsschutz längst verboten ist.

Der islamistische Sender Al-Manar TV mit Sitz im Libanon verbreitet Hetzparolen und Verschwörungstheorien der Terrororganisationen Hamas und Hisbollah. Expertenschätzungen zufolge werden damit rund 50 Millionen Zuschauer weltweit erreicht.

In Deutschland stufte der Verfassungsschutz den Sender schon 2008 als verbotene Organisation ein und untersagte den weiteren Betrieb. Die Bundesregierung erklärte damals auf eine kleine Anfrage, es gehe eine "Radikalisierungsgefahr durch den – von der Hisbollah betriebenen – Fernsehsender Al-Manar (durch Verbreitung von antisemitischer und antiisraelischer Propaganda)" aus.

Trotzdem sind die Inhalte des Medienorgans der libanesischen Hisbollah weiterhin auch in Deutschland abrufbar: ob Antisemitismus, Hetze gegen den Westen oder die Ablehnung des Staats Israel.

Videotranskript lesenSymbolbild zum Ein- und Ausklappen

Ein Fernsehteam begibt sich an Bord des Ende November im Roten Meer gekaperten israelischen Autofrachters Galaxy Leader, der vor der Küste Jemens festgehalten wird.
Jemenitische Huthi-Rebellen hatten das Frachtschiff entführt, um ein Zeichen gegen Israel zu setzen.
“Tod für Amerika, Tod für Israel. Flüche über die Juden! Sieg dem Islam!”
Diesen hetzerischen anti-israelischen TV-Beitrag veröffentlichte der in Deutschland verbotene islamistische Sender Al-Manar TV.
Und damit nicht genug:
Auf der auch in Deutschland zugänglichen Website des Senders werden viele weitere Aufrufe und Videos zur Vernichtung Israels und antisemitische Hetze verbreitet, einschließlich Botschaften der Hamas und der libanesischen Terrororganisation Hisbollah.
Israelische Staatsbürger werden in den Beiträgen als Zionisten bezeichnet. Antisemiten nutzen dieses Wort, das eigentlich für die Befürworter eines unabhängigen jüdischen Staats steht, als ein Codewort, um ihre Judenfeindlichkeit nicht offen zu benennen.
Dieser Beitrag teilt eine vermeintliche Studie, deren Ergebnis angeblich zeigen soll, dass westliche Medien das palästinensische Volk entmenschlichen.
Den Stream des Senders können Zuschauer aus Deutschland von der Website aus verfolgen. Die Sprache kann hier allerdings nicht umgestellt werden.
Noch wenige Tage zuvor hatte der Sender unter anderem sogar noch deutsche Server genutzt. Nach einer Recherche von Report München ist Al-Manar TV aber wohl auf französische Server umgezogen.
Der Betrieb des Senders ist in Deutschland bereits seit 2008 untersagt. Der Verfassungsschutz führt ihn unter “Verbotene Organisationen” auf. Die Begründung: Verstoß gegen den Gedanken der Völkerverständigung.


Ein Artikel verbreitet beispielsweise die Propaganda, eine von der Hamas entführte und inzwischen aus der Geiselhaft freigelassene Mutter habe der Hamas für deren Freundlichkeit in einem Brief gedankt.
In dem Brief vom 23. November soll Danielle Aloni geschrieben haben, die Hamas-Entführer seien „wie Eltern für sie“ gewesen. „Dank Ihnen und anderen freundlichen Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, fühlte sich meine Tochter wie eine Königin in Gaza.“

Was nicht in dem Artikel steht: Zu der Zeit wurden immer noch vier ihrer Familienmitglieder als Geiseln gehalten. Es ist nicht klar, ob der Brief von Aloni unter Zwang geschrieben oder sogar selbst von der Hamas verfasst wurde. Familienmitglieder von Aloni warnen davor, dem Schriftstück zu glauben.
Dies sind nur wenige Beispiele von der Website des Senders Al-Manar TV. Ungefiltert können hier Propaganda, Hetze und antisemitische Inhalte verbreitet und auch in Deutschland konsumiert werden. Sie spielen so der Hamas in die Hände, deren Propaganda so einen weiteren Kanal bekommt.

Wie der Sender der Hamas in die Karten spielt und welche Inhalte er zu Propagandazwecken missbraucht, erfahren Sie im Video hier oder oben.

Verwendete Quellen
  • X (vormals Twitter): MEMRI
  • Al-Manar TV
  • tagesschau.de: Islamistische Propaganda über deutsche Server
  • Report München: Verbotener Sender "Al-Manar TV" verbreitet islamistische Propaganda
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