t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomePolitikAuslandUSAUS-Wahl 2024

Trump warnt Taylor Swift davor, illoyal zu sein


Ein Popstar von Trumps Gnaden?


12.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Donald Trump will Taylor Swift reich gemacht haben (Archivbild).Vergrößern des Bildes
Donald Trump will Taylor Swift reich gemacht haben (Archivbild). (Quelle: LEAH MILLIS)

Donald Trump richtet sich erstmals direkt an seine Rivalin Taylor Swift. Dabei hat er eine Forderung an den Superstar. Es ist eine kuriose Strategie, die er öfter anwendet.

Bastian Brauns berichtet aus Washington

Amerikas ehemaliger Präsident Donald Trump hat den amerikanischen Weltstar Taylor Swift davor gewarnt, sich für seinen voraussichtlichen Gegenkandidaten Joe Biden auszusprechen. In einem Beitrag auf seiner eigenen Social-Media-Plattform "Truth" schrieb Trump kurz vor dem Superbowl-Finale: "Ich habe den 'Music Modernization Act' für Taylor Swift und alle anderen Musikkünstler unterzeichnet und war dafür verantwortlich." Joe Biden habe hingegen nichts für Taylor getan und würde es auch nie tun, so Trump.

Empfohlener externer Inhalt
X
X

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Danach sprach Trump eine versteckte Warnung aus. "Sie kann auf keinen Fall den unehrlichen Joe Biden, den schlimmsten und korruptesten Präsidenten in der Geschichte unseres Landes, unterstützen und jenem Mann gegenüber illoyal sein, der ihr so viel Geld eingebracht hat", schrieb Trump. Darüber hinaus würde er Swifts Freund, den Footballspieler Travis Kelce "mögen", auch wenn dieser vielleicht ein Liberaler sei und ihn wiederum wahrscheinlich nicht ausstehen könnte.

Die Strategie, die Trump mit seinem öffentlichen Posting anwendet, ist typisch für den ehemaligen US-Präsidenten. Er sieht Politik als eine Art Dealmaking an, er handelt und spricht wie ein Geschäftsmann. Sein propagiertes Verständnis: Weil er als Präsident Musikern einen Gefallen mit einem Gesetz tut, erwartet er dafür politische Gefolgschaft. Ob Taylor Swift oder ihm untreue Republikaner, alle werden von ihm bei fehlendem Gehorsam öffentlich angeprangert.

Trump unterzeichnete neues Musik-Gesetz

Was an den Behauptungen stimmt: Donald Trump hat während seiner Präsidentschaft im Jahr 2018 tatsächlich den sogenannten "Music Modernization Act" unterzeichnet. Allerdings, nachdem der amerikanische Kongress schon jahrelang über eine Modernisierung des Urheberrechts für Musiker und Künstler verhandelt hatte.

Die neue Gesetzgebung wurde damals von weiten Teilen der Musikbranche begeistert aufgenommen. Denn sie garantierte im Streaming-Zeitalter fortan unter anderem eine bessere finanzielle Beteiligung der Musiker an ihren eigenen Texten und Songs. Das Geld macht allerdings nur einen Teil der Gesamteinnahmen von Musikern aus.

Profitiert hat Taylor Swift von diesem Gesetz also wie alle anderen Künstler auch. Folgte man Trumps Logik, müssten sich jetzt wegen seiner damaligen Unterschrift alle Musiker des Landes für ihn und gegen Joe Biden aussprechen. Dass Trump gerade jetzt Loyalität von der erfolgreichen Sängerin einfordert, rührt vermutlich von politischen Diskussionen um Taylor Swift.

Eine Rivalin von Donald Trump

Denn die Sängerin ist keine Freundin von Donald Trump und dessen Politik. Daraus macht der amerikanische Superstar schon lange kein Geheimnis mehr. Vor der vergangenen Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 rief sie sogar öffentlich zu seiner Abwahl auf. Zuletzt wurde viel darüber spekuliert, ob die Sängerin sich auch dieses Mal gegen Donald Trump und für Joe Biden aussprechen wird. Angesichts der vielen Millionen, vor allem jungen Fans von Taylor Swift, könnte das zu einem Problem für Trump werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Noch laufen in den USA die Vorwahlen. Erst im Sommer stehen die jeweiligen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und der Republikaner fest. Nach bisherigem Stand gilt es aber als sehr wahrscheinlich, dass es im November zu einer Wiederauflage des Rennens zwischen Joe Biden und Donald Trump kommen wird.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Truth-Social-Profil von Donald Trump (Englisch)
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website