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RKI: Mehr Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen


Inzidenzwert steigt weiter
RKI: Mehr Corona-Ausbrüche in Heimen

Von dpa
14.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Impfung im Pflegeheim (Symbolbild): Corona-Ausbrüche in Altenheimen nehmen stetig zu.Vergrößern des BildesImpfung im Altenheim (Symbolbild): Corona-Infektionen in Pflegeeinrichtungen nehmen stetig zu. (Quelle: getty-images-bilder)
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Alten- und Pflegeheime verzeichnen eine Zunahme an Corona-Infektionen. Das RKI meldet außerdem einen Anstieg der Arztkonsultationen.

Die zuletzt deutlich gestiegene Zahl an Corona-Infektionen hat laut Robert Koch-Institut (RKI) auch in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen zu mehr Corona-Ausbrüchen geführt. So gab es in der vergangenen Woche in medizinischen Einrichtungen wie Kliniken 220 (Vorwoche: 155) aktive Ausbrüche, in Alten- und Pflegeheimen waren es 413 (Vorwoche: 301), wie das RKI in seinem Corona-Wochenbericht am Donnerstagabend schrieb. "Diese Entwicklungen können als direkte Folge der starken Ausbreitung in den vergangenen Wochen gedeutet werden."

Wie schon in den Wochen zuvor dürften laut einer Stichprobe fast alle Corona-Ansteckungen hierzulande auf die Omikron-Sublinie BA.5 zurückgehen. Seit Wochen liegen deren Anteile bei 95 bis 97 Prozent. Die aktuellen im Wochenbericht enthaltenen Daten zu nachgewiesenen Varianten beziehen sich auf vorvergangene Woche – dort liegt der Anteil bei knapp 96 Prozent.

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Inzidenzwert steigt, aber weniger stark

Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der erfassten Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – stieg zwar weiter, aber nicht mehr so stark wie zuvor. So lag der Anstieg in der vergangenen Woche bei 28 Prozent (Vorwoche: 54 Prozent). Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Ein anderer Indikator ist, wie viele Arztbesuche es von Menschen mit einer Corona-Infektion und Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung gibt. Das waren in der vergangenen Woche etwa 400.000 – eine Woche zuvor etwa 280.000.

Patientenschützer fordern angesichts der stark gestiegenen Fallzahlen die Rückkehr der kostenlosen Corona-Bürgertests. Die Bundesregierung habe insbesondere aus Kostengründen das Testangebot "fahrlässig runtergefahren", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Damit wurde das aussagekräftige Corona-Radar abgeschaltet."

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt wegen der steigenden Corona-Zahlen vor einer kritischen Lage der Krankenhäuser. "Wir sehen mit Sorge auf den Herbst und Winter, denn die Belegungszahlen in den Krankenhäusern haben extrem zugenommen und jeder Covid-positive Patient verursacht deutlich mehr Arbeit durch den höheren Infektionsschutz", sagt der DKG-Vorstandschef Gerald Gaß der "Rheinischen Post".

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RKI warnt vor Zunahme an Atemwegserkrankungen

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der ambulanten Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen insgesamt ist in der vergangenen Woche leicht gesunken. Es gebe aber mehr Arztbesuche wegen solcher Erkrankungen als im Vorjahr. Vor allem Rhinoviren, das Coronavirus und Influenzaviren führen laut RKI zurzeit zu Arztbesuchen wegen akuter Atemwegserkrankungen.

Das RKI warnte davor, dass der Infektionsdruck jetzt im Herbst wieder deutlich zunehme. Das betreffe nicht nur Covid-19 sondern auch andere akute Atemwegserkrankungen. Gegen eine schwere Corona-Erkrankung sei die Impfung die beste Prävention. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will an diesem Freitag in Berlin eine neue Impf- und Corona-Kampagne vorstellten. Im Blick stehen besonders zweite Impf-Auffrischungen.

Gerade erst zeigte eine Studie, dass 19 von 20 Menschen in Deutschland zumindest bereits eine Grundimmunität gegen das Coronavirus entwickelt haben – entweder durch Impfung oder durch Infektion. Das geht aus Zwischenergebnissen einer vom Bund geförderten repräsentativen Immunstudie hervor, die das Bundesforschungsministerium am Donnerstag veröffentlicht hatte.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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