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Fachkräfte aus dem Ausland: Integration soll im Herkunftsland beginnen

Fachkräfte aus dem Ausland  

Regierung: Integration soll im Herkunftsland beginnen

21.01.2020, 15:20 Uhr | dpa

Fachkräfte aus dem Ausland: Integration soll im Herkunftsland beginnen. Annette Widmann- Mauz: Die Bundesregierung will, dass die Integration von Migranten bereits im Herkunftsland beginnt.  (Quelle: imago images)

Annette Widmann- Mauz: Die Bundesregierung will, dass die Integration von Migranten bereits im Herkunftsland beginnt. (Quelle: imago images)

Deutschland braucht Fachkräfte aus dem Ausland. Ihre Integration soll schon vor der Einreise beginnen, damit keine falschen Erwartungen entstehen. Eine entsprechende Erklärung soll am Mittwoch beschlossen werden.

Die Bundesregierung will mit der Integration von Migranten offenbar bereits im Herkunftsland beginnen. Noch bevor potenzielle Einwanderer die Entscheidung zur Auswanderung getroffen hätten, müssten sie "möglichst umfassend über ein Leben in Deutschland informiert und aufgeklärt werden", zitierten die RND-Zeitungen in ihren Mittwochsausgaben aus einer Erklärung des Bundes, die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden solle. Falsche Erwartungen und unzureichende Information könnten "die Integration in Deutschland erschweren".

Die Erklärung mit dem Titel "Phase vor der Zuwanderung: Erwartungen steuern – Orientierung geben" wurde dem Bericht zufolge maßgeblich ausgearbeitet von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU). Das Papier ist Teil des "Nationalen Aktionsplans Integration", der insgesamt fünf Phasen der Integration definiert.

Der Erklärung des Bundes zufolge sollen digitale Angebote über reguläre Einreisemöglichkeiten nach Deutschland informieren und ein realistisches Bild vom Alltag in Deutschland vermitteln. Eine besondere Rolle bei der Wissensvermittlung sollen die deutschen Auslandsvertretungen spielen.

Bemühungen vor allem, um Fachkräfte anzuwerben

Die Strategie der Bundesregierung sieht zudem "Verbesserungen von Verwaltungs- und Anerkennungsverfahren, eine gezielte Werbestrategie sowie den Ausbau der Sprachförderungen insbesondere im Ausland" vor, wie das RND weiter berichtete. Die Bemühungen zielten vor allem auf das Anwerben von Arbeitskräften ab, um den Bedarf in Deutschland zu decken.

Im März tritt dazu das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. "Im Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften geht es zudem darum, Deutschland im weltweiten Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte als attraktives Einwanderungsland zu positionieren", heißt es demnach weiter in der Erklärung.

"Um die stark gestiegene Zuwanderung der letzten fünf Jahre – insbesondere von Schutzsuchenden und EU-Bürgerinnen und Bürgern – angemessen zu berücksichtigen, hat die Bundesregierung eine Fort- und Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans Integration beschlossen", so der Text. Mit diesem Konzept betrete "die Bundesregierung Neuland und leitet einen Paradigmenwechsel ein".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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