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Rechtsextreme Gruppe wollte Zubehör für Angriffe bestellen

Laut Medienbericht  

Rechtsextreme Gruppe wollte Zubehör für Angriffe bestellen

28.06.2019, 19:22 Uhr | dpa

Rechtsextreme Gruppe wollte Zubehör für Angriffe bestellen. SEK im Einsatz (Symbolbild): Auch ehemalige Mitglieder des SEK Mecklenburg-Vorpommern stehen in Verbindung zur Gruppe "Nordkreuz". (Quelle: imago images/Becker&Bredel)

SEK im Einsatz (Symbolbild): Auch ehemalige Mitglieder des SEK Mecklenburg-Vorpommern stehen in Verbindung zur Gruppe "Nordkreuz". (Quelle: Becker&Bredel/imago images)

Die rechtsextreme Gruppe "Nordkreuz" aus Mecklenburg-Vorpommern steht in Verbindung mit Polizisten – und hat wohl Angriffe auf politische Gegner geplant. Offenbar wollten sie schon rund 200 Leichensäcke bestellen. 

Eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppe aus Mecklenburg-Vorpommern soll laut einem Medienbericht beabsichtigt haben, Zubehör für Angriffe auf politische Gegner zu bestellen. Auf einer entsprechenden Material-Liste sollen rund 200 Leichensäcke und Ätzkalk gestanden haben, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Informationen aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz berichtete. Laut RND stammt die dreiseitige, handgeschriebene Aufstellung von Mitgliedern der Vereinigung "Nordkreuz". Die zuständigen Bundesbehörden wollten sich am Freitag nicht zu dem Bericht äußern.

Gegen die Gruppe "Nordkreuz" ermittelt der Generalbundesanwalt seit Sommer 2017. Sie wird verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat zu planen. Die Gruppe besteht aus sogenannten "Preppern" (von engl. prepare – vorbereiten). "Prepper" bereiten sich mit Vorräten auf schwere Krisen oder einen Zusammenbruch staatlicher Strukturen vor – teils kalkulieren sie dabei auch den Einsatz von Schusswaffen ein.

Ein Polizist, ein Rechtsanwalt und ein Bundeswehr-Reservist

"Nordkreuz" soll unter anderem von einem Polizisten, einem Rechtsanwalt und einem Bundeswehr-Reservisten gegründet worden sein. Ermittler des Bundeskriminalamtes haben dazu 2017 zahlreiche Zeugen vernommen. Bei einer Anti-Terror-Razzia im selben Jahr wurde bei der Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern eine Liste mit etwa 25.000 politischen Gegnern gefunden, die im Krisenfall getötet werden sollen.
 

 
Vor zwei Wochen wurden laut Staatsanwaltschaft Schwerin drei ehemalige Mitglieder des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Mecklenburg-Vorpommern und ein aktiver Beamter festgenommen. Sie sollen Munition aus Polizeibeständen beiseite geschafft und sie einem Mann mit Kontakten in die "Prepper"-Szene überlassen haben. Auch diese Festnahmen standen im Zusammenhang mit der Gruppe "Nordkreuz".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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