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t-online.de-Leser zu Toten in Hanau: "Stehen alle zusammen, egal welche Herkunft"

t-online.de-Leser zum Anschlag in Hanau  

"Wir stehen alle zusammen, egal welche Herkunft wir haben"

20.02.2020, 14:31 Uhr
Tödliche Schüsse in Hessen: Elf Menschen sterben in Hanau

Durch Schüsse sind im hessischen Hanau elf Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter und seine Mutter wurden tot in einer Wohnung aufgefunden. (Quelle: t-online.de)

Anschlag in Hanau: Das ist über den Tathergang und den mutmaßlichen Täter bekannt. (Quelle: t-online.de)


Nach den tödlichen Schüssen in Hanau kreisen die Gedanken vieler um die Opfer und ihre Familien. Auch die t-online.de-Leser zeigen sich tief bewegt. So bekunden sie ihr Beileid.

Bei einem Anschlag im hessischen Hanau sind am späten Mittwochabend neun Menschen erschossen worden. Die tödlichen Schüsse fielen zunächst an einer Shisha-Bar und später an einem Kiosk mit Café. Der mutmaßliche Täter wurde in der Nacht tot aufgefunden, ebenso dessen Mutter.

Wir haben unsere Leser gebeten, ihre Gedanken nach der Tat in Hanau zu formulieren. Viele haben uns per E-Mail geschrieben, wie sie mit den Opfern und ihren Familien fühlen. Dabei stellen einige Leser aber auch klare Forderungen an die Gesellschaft.

Gabriele Weishaupt: "Jeder Mensch hat die gleichen Tränen"

"Es gibt kein Recht der Welt, Menschen zu richten, nur weil sie eine andere Farbe haben, einer anderen Religion angehören oder eine andere Sprache sprechen. In allen Körpern fließt rotes Blut. Es gibt keinen Unterschied. Jeder Mensch hat die gleichen Tränen. Jeder! Wir leben alle in einer Welt – egal wo. Größtenteils suchen wir uns unsere Heimat noch nicht einmal aus. In dieser schweren Zeit bin ich in Gedanken bei den Angehörigen und versuche Kraft und Mut zu senden, um das geschehene Verbrechen irgendwie zu verstehen. Ich stelle mir die Frage: Warum tut ein Mensch dies? Warum?"

Silvia Hesse: "Tränen, tiefe Trauer, tiefes Mitleid und Wut"

"Tränen, tiefe Trauer, tiefes Mitleid und Wut kommen auf. Wie kann es in Deutschland nur soweit kommen? (...) So etwas darf es nicht geben. Wir stehen alle zusammen, egal welche Herkunft wir haben. Es gibt nur gute und schlechte Menschen: hier muss die Unterscheidung liegen, nirgendwo sonst! Ich trauere mit den Angehörigen und ich weiß, ganz Deutschland tut dies. Diejenigen die es nicht tun, gehören nicht zu dieser Gesellschaft! Ich wünsche euch viel viel Kraft in dieser schweren Zeit und hoffe, dass die Unterstützung des ganzen Landes für die Hinterbliebenen groß sein wird. Mein herzlichstes Beileid."


Thomas Herwig: "Rechte Hetze infiziert verlorene Seelen"

"Nachdem wir alle viel zu lang die Augen verschlossen hatten, blicken wir jetzt in einen Abgrund. Wir erkennen, dass rechte Hetze verlorene Seelen infiziert. Verlorene Seelen, die in ihrer Verzweiflung selbst ihr eigenes Leben opfern, zu allem bereit sind. Ein erster Schritt gegen Hass-Veröffentlichungen wäre, Posts im Internet nur noch unter Nennung von Klarnamen zuzulassen."

Martin Nolte: "Ich bin zutiefst erschüttert und traurig"

"2006 hieß es: "Die Welt zu Gast bei Freunden". Wir waren das beliebteste Land auf der Welt. Wir haben eine Willkommenskultur gelebt, wie kein anderes Land. Mir tun die Opfer und die Angehörigen unendlich leid, die erfahren mussten, was aus diesem Land geworden ist. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig. In Gedenken an die Opfer und die Angehörigen"

Christian Benecke: "Ich verabscheue jede Gewalttat von rechts und von links"

"Ich bin ein 67-jähriger Deutscher und verabscheue jede Gewalttat von rechts und von links. Ich bedauere jedes Opfer und spreche den Angehörigen mein Beileid aus. Wehret den Anfängen."

Thomas Schätti: "Es gilt, Flagge zu zeigen"

"Allen Angehörigen und Freunden, die um ihre Liebsten trauern oder um das Leben der Verletzten bangen, mein tief empfundenes Mitgefühl. Wir sind alle in erster Linie Menschen, egal aus welcher Ecke der Welt wir kommen. Es ist einfach unfassbar, dass es immer wieder Gruppen von Menschen und Ideologien gibt, die glauben, sich über andere stellen zu können, um dann Gewalt zu säen. Sie diskreditieren sich damit selber und führen sich ad absurdum. Umso mehr muss jeder einzelne unserer Gesellschaft begreifen, dass es gilt, Flagge zu zeigen (...)."

Verwendete Quellen:
  • Einsendungen von t-online.de-Nutzern

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