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Coronavirus-Krise – RKI-Chef: "Völlig offen, wie sich Epidemie entwickelt"

Maßnahmen zum Coronavirus  

RKI-Chef: "Völlig offen, wie sich die Epidemie entwickelt"

25.03.2020, 13:27 Uhr | dpa, rtr

Robert Koch Institut: "Wir sind am Anfang der Epidemie"

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, informierte über die aktuelle Lage in der Corona-Krise in Deutschland. Die Anzahl der Todeswelle werde weiter ansteigen. (Quelle: t-online.de)

"Wir sind am Anfang der Epidemie": So schätzt der Präsident des Robert-Koch-Instituts die aktuelle Lage in der Corona-Krise in Deutschland ein. (Quelle: t-online.de)


Noch immer infizieren sich täglich mehr Menschen mit dem Coronavirus. Wie lange die Einschränkungen im Alltag daher erhalten blieben, ist unklar, so das Robert Koch-Institut.  

Das Robert-Koch-Institut will derzeit keine Einschätzung zur Dauer der sozialen Einschränkungen in Deutschland abgeben. "Dazu kann ich keine Aussage treffen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin. "Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt." Man stehe erst am Anfang. Er sei aber zuversichtlich, dass die von der Regierung beschlossenen Einschränkungen der Kontakte Wirkung zeigten. Seine vorsichtig optimistischen Aussagen vom Montag zu einem Abflachen der Kurve bei den Neuinfektionen wiederholte er nicht.

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist dem RKI zufolge um 4.191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen. Allerdings stammen diese Zahlen von Mittwoch, 0 Uhr. Laut Erhebungen von t-online.de sind es bisher allerdings bereits über 36.000 Infizierte und 181 Tote. Da die Gesundheitsämter unregelmäßig Daten lieferten, warnte das RKI daher auch vor weitgehenden Interpretationen: "Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher kein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen."


RKI ändern Richtlinien für Corona-Test

Das RKI hat zudem seine Richtlinien für einen Corona-Test angepasst. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen gewesen sein muss, entfalle, sagte Wieler. Angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Erregers mache es "irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden". Das Institut prüfe auch, wie es in Zukunft mit der Frage der Einstufung anderer Länder oder Regionen als Risikogebiet umgehe.

Prinzipiell sollen nur Menschen mit Symptomen getestet werden, bekräftigte Wieler. Die Entscheidung anhand weiterer Kriterien, wie Kontakt zu einem bestätigten Sars-CoV-2-Fall, treffe der behandelnde Arzt. Ziel sei es, die Testressourcen gezielter einzusetzen, betonte Wieler. Wer mild erkrankt sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, appellierte der RKI-Chef.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters, dpa

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