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AOK stoppt wegen Drosten-Berichten Werbung in "Bild"

Von t-online, law

Aktualisiert am 27.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Die "BILD" im Fokus: "Jetzt muss jeder Vorbild sein", titelte sie im März und fragte, ob Alte bald nicht mehr behandelt werden. Inzwischen gibt es in der Zeitung nach Ansicht von Medienexperten eine Kampagne, um Virologen Christian Drosten und dessen Ratschläge zu diskreditieren. (Symbolfoto)
Die "BILD" im Fokus: "Jetzt muss jeder Vorbild sein", titelte sie im März und fragte, ob Alte bald nicht mehr behandelt werden. Inzwischen gibt es in der Zeitung nach Ansicht von Medienexperten eine Kampagne, um Virologen Christian Drosten und dessen Ratschläge zu diskreditieren. (Symbolfoto) (Quelle: Imago)
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Der AOK-Bundesverband stoppt seine Werbung in der "Bild"-Zeitung. Sie sei nicht der richtige Platz für Werbung der Krankenkasse. Hintergrund ist der umstrittene Artikel über den Virologen Christian Drosten.

Der AOK-Bundesverband hat Konsequenzen aus der Berichterstattung der "Bild"-Zeitung über Studien-Ergebnisse des Virologen Christian Drosten gezogen. Der Bundesverband sei zum Schluss gekommen, dass die "Bild" derzeit kein geeignetes Umfeld für unsere Imagekampagne 'Für ein gesünderes Deutschland' ist". Das schrieb Geschäftsführer Steve Plesker am Mittwoch auf LinkedIn.

Dort hatte der Marketing-Experte bereits am Dienstag eine Debatte und vielfältige Reaktionen losgetreten. Die Berichterstattung sei "eine Schande und hat mit Journalismus nichts zu tun", hatte er geschrieben. Nach mehreren sehr erfolgreichen Kooperationen werde er dort keine Anzeigen mehr schalten.

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Die Nachricht verbreitete sich schnell: Werbeboykott durch die AOK! In der Folge wurden auch andere Krankenkassen angeschrieben, wie sie es mit Werbung in der "Bild" halten wollen. Allerdings löschte Plesker seinen Beitrag wieder. Die Wortwahl sei undifferenziert gewesen, erklärte er am Mittwoch. Zudem habe es sich nicht um eine abgestimmte Unternehmensposition gehandelt.

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Doch der AOK Bundesverband folgt nun Pleskers Position. Er erklärt, für gesetzliche Krankenkassen spiele "Brand Safety" eine große Rolle – meint, dass Werbung in einem vertrauenswürdigen Umfeld erscheint. Darauf müssten Krankenkassen aufgrund der aktuellen Situation noch stärker achten. Der Verband, die mit seinen elf rechtlich selbständigen Krankenkassen rund 26,5 Millionen Versicherte betreut, sieht in der "Bild" also aktuell kein geeignetes Werbeumfeld mehr.

Ein Aufruf zum Boykott sieht Plesker darin ausdrücklich nicht. Der Bundesverband beobachte die Entwicklung und werde seine Marketing- und Media-Auswahl entsprechend anpassen. Das gelte für alle Werbe- und Kooperationspartner.

Das medienkritische "Bildblog" hatte bereits am 5. Mai berichtet, die "Bild" versuche seit Wochen, den Virologen Drosten schlecht dastehen zu lassen, verfälsche dazu zeitliche Abläufe und erfinde Behauptungen.

Am Montag hatte die Debatte einen neuen Höhepunkt erlebt, als Drosten eine Anfrage öffentlich machte. Die Redaktion hatte binnen einer Stunde eine Stellungnahme von ihm erbeten zu einem Text, die Studie seines Teams zur Viruslast bei Kindern sei "grob falsch". Mehrere Wissenschaftler, die kritische Anmerkungen zu der Studie gemacht hatten, distanzierten sich ausdrücklich von der Berichterstattung.

t-online.de hat die Pressestelle des Axel-Springer-Verlags angefragt. Update: Die Pressestelle hat geantwortet, man wolle keinen Kommentar abgeben.

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