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Stuttgart: FDP-Politiker beleidigt Fridays for Future als "Arsch..."

Peinliche E-Mail-Panne  

FDP-Politiker beschimpft Klimaaktivisten

09.03.2021, 19:46 Uhr | dpa

Stuttgart: FDP-Politiker beleidigt Fridays for Future als "Arsch...". Stuttgarts FDP-Landtagswahlkandidat Thilo Scholpp: "FFF Fragebogen mit Deadline 3.2. was für Arsch ...", schrieb er in seiner Mail. (Quelle: imago images)

Stuttgarts FDP-Landtagswahlkandidat Thilo Scholpp: "FFF Fragebogen mit Deadline 3.2. was für Arsch ...", schrieb er in seiner Mail. (Quelle: imago images)

In einer Mail hat der Stuttgarter FDP-Landtagswahlkandidat Thilo Scholpp die Aktivisten von "Fridays for Future" beleidigt. Statt an seine Kollegen ging die heikle Nachricht an die Klimagruppe selbst.

Mit einer versehentlich weitergeleiteten Antwort hat der Stuttgarter FDP-Landtagswahlkandidat Thilo Scholpp den Groll von jungen Klimaaktivisten auf sich gezogen. Die Stuttgarter Gruppe von "Fridays for Future" hatte Ende Januar Fragebögen zur Klimapolitik an die Direktkandidaten der Stuttgarter Wahlkreise geschickt. Die Antwort aus dem Büro Scholpp ließ nur vier Minuten auf sich warten, hatte es aber in sich.

Statt einem ausgefüllten Fragebogen kam eine interne Reaktion von Scholpp an seinen Mitarbeiter zurück, versehentlich weitergeleitet an die jungen Klimaaktivisten. "FFF Fragebogen mit Deadline 3.2. was für Arsch ...", schreibt Scholpp darin. "Sollen wir da ähnlich dem anderen antworten? Flapsig ..."

Scholpps Aussage sei "derartig respektlos"

"Die Reaktion von Herrn Scholpp lässt uns betroffen zurück, steht jedoch exemplarisch", sagte Klimaaktivistin Cosima Rade von "Fridays for Future Stuttgart" zur Mailpanne. "Wir bezweifeln, dass Menschen, die derartig respektlos auf das zivilgesellschaftliche Engagement junger Menschen reagieren, im Landtag sachliche, gerechte, und wissenschaftlich-fundierte politische Entscheidungen treffen werden."

Scholpp, der sich auf seiner Homepage als selbstständiger Netzwerk-, Datenschutz- und IT-Experte bezeichnet, bedauert den Vorfall. "Ich hab etwas unflätig reagiert", sagte der 53-Jährige. "Das ist mir rausgerutscht." Er habe sich geärgert über die aus seiner Sicht zu kurze Frist für die Beantwortung des Fragenkatalogs. "Ich muss mich entschuldigen." Er habe auch kein Problem mit "Fridays for Future", seine Tochter sei auch dort aktiv.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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