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Mangelhafte Infos ├╝ber Qualit├Ąt von Pflegeheimen

Von dpa
Aktualisiert am 13.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Studie beklagt fehlende Transparenz ├╝ber die Qualit├Ąt von Pflegeheimen.
Eine Studie beklagt fehlende Transparenz ├╝ber die Qualit├Ąt von Pflegeheimen. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa./dpa)
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G├╝tersloh (dpa) - Die Mehrheit der Bundesl├Ąnder stellt den Verbrauchern einer Untersuchung zufolge keine Informationen ├╝ber die Qualit├Ąt von Pflegeheimen bereit.

Wichtige Angaben wie zum Personaleinsatz seien zwar in allen L├Ąndern vorhanden, blieben aber in den meisten Bundesl├Ąndern unter Verschluss, kritisierte die Bertelsmann Stiftung bei Vorlage der "Weissen Liste". Vielen Menschen, die auf der Suche nach einem Pflegeheim seien, w├╝rden damit Informationen zu wesentlichen Auswahlkriterien vorenthalten. "Das Pflegeheim als gef├Ąhrlichster Ort f├╝r hochbetagte Menschen in der Corona-Krise bleibt eine Blackbox", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

In zehn L├Ąndern werden Daten, die sich aus Pr├╝fungen der landesrechtlich zust├Ąndigen Aufsichtsbeh├Ârden ergeben, laut Studie gar nicht ver├Âffentlicht. Verbraucher erfahren somit nicht, ob in einem Heim Personal fehlt oder schwerwiegende M├Ąngel zu beanstanden sind, wie die Stiftung bem├Ąngelte. Ebenso lie├če sich nicht nachvollziehen, welche Einrichtungen besonders gut aufgestellt sind.

Nur Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ver├Âffentlichten die Ergebnisse aktiv, so dass sie allgemein verf├╝gbar seien. In Baden-W├╝rttemberg und Hessen m├╝ssten die Pr├╝fergebnisse zumindest durch die Pflegeheime selbst ver├Âffentlicht werden. Allerdings seien die Daten derzeit nur in den Einrichtungen direkt einsehbar - also nur eingeschr├Ąnkt zug├Ąnglich.

Der Mangel an Transparenz entstehe entweder, weil es eine landesrechtliche Regelung mit Ver├Âffentlichungspflicht nicht gibt oder aber weil vorhandene Gesetze nicht umgesetzt w├╝rden. So sei in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Th├╝ringen eine Publikation der Pr├╝fergebnisse gesetzlich nicht vorgesehen. Und die L├Ąnder Bayern, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein w├╝rden bestehende Gesetze aus unterschiedlichen Gr├╝nden nicht umsetzen, was "besonders gravierend" sei.

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Positiv falle Hamburg auf, wo detaillierte Angaben auch etwa zu vor├╝bergehenden Aufnahmestopps oder Ergebnisse aus Angeh├Ârigenbefragungen ins Netz gestellt w├╝rden. Nach j├╝ngsten Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Pflegebed├╝rftigen - Stand 2019 - weiter auf mehr als 4,1 Millionen Personen gestiegen, etwa ein F├╝nftel von ihnen lebe in einem der rund 15 400 Pflegeheime.

Die Auswahl eines Heims sei eine Lebensentscheidung, die Betroffenen br├Ąuchten verl├Ąssliche Angaben, betonte Stiftungsvorstand Brigitte Mohn. Man k├Ânne damit auch die gute Arbeit vieler Pflegefachkr├Ąfte ├Âffentlich sichtbar machen. "Umgekehrt sollte es aber auch m├Âglich und erlaubt sein, die Pflegeheime zu erkennen, bei denen Defizite bestehen."

Patientensch├╝tzer Brysch monierte, Hygienekontrollen der Gesundheits├Ąmter seien pandemiebedingt heruntergefahren worden. Angeh├Ârigenbesuche w├╝rden seit fast zwei Jahren nur noch gesteuert und "in hom├Âopathischen Dosen" erm├Âglicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) m├╝sse jetzt erkl├Ąren, "wann die Informationsl├╝cken in der station├Ąren Altenpflege geschlossen werden".

Der GKV-Spitzenverband sagte der dpa: "Ein Heimplatz ist nicht irgendein Ort, sondern das neue Zuhause der pflegebed├╝rftigen Menschen, die dort einziehen. Deshalb erwarten wir bei der Bereitstellung von Informationen keine halben Sachen." Der Vize-Vorstandsvorsitzende Gernot Kiefer appellierte an alle Bundesl├Ąnder, "hier f├╝r Offenheit und Transparenz zu sorgen". Die Pflegekassen ver├Âffentlichten seit zehn Jahren die Ergebnisse von Qualit├Ątspr├╝fungen, schilderte der GKV-Spitzenverband, Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen.

Stiftungsexperte Johannes Strotbek erl├Ąuterte, Pflegebed├╝rftige h├Ątten "prinzipiell das Recht, den f├╝r sie fachlich geeigneten, individuell passenden und qualitativ guten Leistungserbringer frei zu w├Ąhlen". Dazu brauche es einen ├ťberblick ├╝ber Leistungsangebot und Qualit├Ąt der Anbieter. Auf Bundesebene seien ├╝ber den "Pflege-T├╝V" seit einigen Jahren Kernergebnisse aus Pr├╝fungen zur Qualit├Ąt einsehbar - mit L├╝cken.

Auf Landesebene gebe es einen Flickenteppich mit gro├čen Info-Defiziten. Alle Bundesl├Ąnder sollten die relevanten Daten, die den Aufsichtsbeh├Ârden vorliegen, auch offenlegen, mahnte Strotbek in der Analyse. Das k├Ânne zudem Impulse f├╝r einen Qualit├Ątswettbewerb unter den Einrichtungen setzten. Verbraucher, Informationsportale, Beratungsstellen und Versorgungsforschung m├╝ssten frei auf Informationen zur Pflegequalit├Ąt zugreifen k├Ânnen.

Zugleich wies die Stiftung darauf hin, dass durch die Pandemie in allen Bundesl├Ąndern die Vor-Ort-Eins├Ątze der Aufsichtsbeh├Ârden monatelang unterbrochen waren, weshalb Datenl├╝cken entstanden seien.

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