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77 Prozent der Bundeswehr-Hauptwaffensysteme einsatzbereit

Von dpa
13.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Kampfhubschrauber der Bundeswehr vom Typ Tiger.
Ein Kampfhubschrauber der Bundeswehr vom Typ Tiger. (Quelle: Philipp Schulze/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Von den Hauptwaffensystemen in den Einheiten der Bundeswehr sind nach Zahlen aus dem Verteidigungsministerium 77 Prozent einsatzbereit.

Damit habe sich die Quote nach 76 Prozent im Mai vergangenen Jahres "verstetigt", teilte das Ministerium zur Vorstellung eines Berichts mit. Zu den sogenannten Hauptwaffensystemen z├Ąhlen etwa Fregatten, Hubschrauber und Panzer. "Die Bundeswehr ist in der Lage, ihre Aufgaben kurzfristig, flexibel und gemeinsam mit unseren Verb├╝ndeten innerhalb sowie auch au├čerhalb Deutschlands zu erf├╝llen", versicherte Generalinspekteur Eberhard Zorn.

Zugleich gab die Bundeswehr deutlich mehr Geld f├╝r Waffen und Ger├Ąt aus. "Alles in allem stieg der Umfang des R├╝stungswesens im Jahr 2021 auf rund 18,3 Milliarden Euro. Das sind 1,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr", hie├č es in dem Bericht. 8,7 Milliarden Euro entfielen demnach auf milit├Ąrische Beschaffungen durch das zust├Ąndige Bundesamt BAAINBw. Die Instandsetzung ihres Ger├Ąteparks lie├č sich die Bundeswehr 4,5 Milliarden Euro kosten.

Die Einsatzbereitschaft aller 71 Hauptwaffensysteme habe sich leicht verbessert, hei├čt es in dem Bericht. "Unsere Zielgr├Â├če von 70 Prozent durchschnittlicher materieller Einsatzbereitschaft ├╝bertrafen hierbei 38 Hauptwaffensysteme, 11 lagen unter 50 Prozent (davon 6 Altsysteme)."

Schlusslicht bleiben dabei die Hubschrauber, von denen nur 40 Prozent einsatzbereit sind. Das Ministerium schreibt von einem "zu niedrigen, unbefriedigenden Niveau". Grund seien bei den "komplexen" Hubschraubern wie dem NH 90 oder dem Kampfhubschrauber Tiger zeitaufwendige Wartungs- und Inspektionssysteme sowie Umr├╝stungen. Zugleich sei bei "alten" Hubschraubern der operative Flugbetrieb aufgrund der altersbedingten St├Âranf├Ąlligkeit und einer schwierigen Ersatzteillage nur noch mit hohem Aufwand und unter gro├čen Anstrengungen aufrecht zu erhalten.

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Bei dem Sch├╝tzenpanzer Puma, einem Problemfall der vergangenen Jahre, verzeichnet das Ministerium dagegen "sichtbare Fortschritte". Die Einsatzbereitschaft konnte demnach zwar mit durchschnittlich 65 Prozent (plus 11 Prozentpunkte) gesteigert werden - allerdings hei├čt das auch, dass im Regelfall jeder dritte Puma nicht einsatzf├Ąhig war.

Zu dem Bericht gibt es einen geheimen Teil, der nach einer fr├╝heren Entscheidung nicht ver├Âffentlicht wird. In der Vergangenheit war von der Opposition auch die tats├Ąchliche Aussagekraft der Gesamtzahlen angezweifelt worden, f├╝r die ganz unterschiedlich gro├če Systeme von der Fregatte zum fabrikneuen Lastwagen gewichtet werden. Dem Verteidigungsministerium wurde vorgeworfen, die Zahlen sch├Ângerechnet zu haben.

Die Bundeswehrzahlen beziehen sich auf den in der Truppe vorhandenen und verf├╝gbaren Bestand, von dem 70 Prozent einsatzbereit sein soll. "Der Grad der materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme ergibt sich aus dem Verh├Ąltnis des einsatzbereiten Bestands zum verf├╝gbaren Bestand", hei├čt es dazu. Zum gr├Â├čeren Gesamtbestand z├Ąhlen dagegen auch Ger├Ąte und Waffen, die zur Reparatur gegeben wurden oder auf neue Technik umger├╝stet werden.

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