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Ehrensache Ehrenamt: Franziska Kring verhilft Geflüchteten zu ihrem Recht


Woche des bürgerschaftlichen Engagements  

Ehrensache Ehrenamt: Franziska Kring verhilft Geflüchteten zu ihrem Recht

18.09.2018, 09:02 Uhr | nhr, t-online.de

. Franziska Kring kennt sich in Rechtssachen gut aus - davon profitieren Geflüchtete, die sie ehrenamtlich unterstützt.  (Quelle: Kristina Malis)

Franziska Kring kennt sich in Rechtssachen gut aus - davon profitieren Geflüchtete, die sie ehrenamtlich unterstützt. (Quelle: Kristina Malis)

Etwas Gutes tun – einfach so. 30 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Franziska Kring engagiert sich in der Rechtsberatung für Geflüchtete.

Tag für Tag engagieren sich in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen ehrenamtlich – neben ihrer Arbeit und privaten Verpflichtungen. Im Zeitraum vom 14. bis zum 23. September wird im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements das Augenmerk genau auf diese Leistungen gelegt. Ehrenamtliche stellen ihre Arbeit, ihre Mission vor und wollen noch mehr Menschen für bürgerschaftliches Engagement begeistern. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist dabei so groß, wie die der Menschen, die sich Tag für Tag für eine bessere Gesellschaft einsetzen.

In Wuppertal wird bürgerschaftliches Engagement seit eh und je groß geschrieben, immer mehr Menschen engagieren sich. Exemplarisch für all jene, die ihre Zeit und Kraft für die Gesellschaft zur Verfügung stellen, stellen in dieser Woche fünf Ehrenamtliche ihre Arbeit vor.

Franziska Kring hat den Durchblick in Rechtsfragen

Deutschland ist ein Rechtsstaat. Bei der Fülle an Rechten und Gesetzen durchzusehen, gelingt den wenigsten. Franziska Kring gehört zu jenen, die den Durchblick haben. Die 27-Jährige promoviert in Jura an der Universität in Bochum – und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Dort verhilft sie denjenigen zu ihrem Recht, die weder das System kennen, noch die Sprache beherrschen.

Sie bietet gemeinsam mit anderen Engagierten eine wöchentliche Rechtsberatung an, außerdem nimmt sie Kontakt zu Behörden auf und hält ihn. Sie tritt als Vermittlerin zwischen Geflüchteten und Behörden auf. Das, so berichtet sie, sei manchmal gar nicht so einfach. „Es kommt oft zu Missverständnissen, die Kommunikation ist manchmal wirklich schwierig.“ Immerhin prallen dort Welten aufeinander. Verzweiflung und teils kühle Bürokratie. „Aber generell kann ich wenig negatives berichten“, schiebt Kring sogleich nach.

Man wächst mit seinen Aufgaben

Die Arbeit mit Geflüchteten hat Kring zunächst persönlich vor Herausforderungen gestellt. „Ich war sehr zurückhaltend. Außerdem haben die Fluchtgeschichten mich sehr mitgenommen“, erinnert sie sich. Seit 2015 engagiert sie sich nun schon bei der Flüchtlingshilfe Wuppertal-West. Über die Jahre hat sie mehr Abstand bekommen zu den Schicksalen, hat gelernt, professionell und doch empathisch mit den Fällen umzugehen.

Doch nicht nur die Geflüchteten profitieren von Krings Engagement. Die Juristin sagt: „Man lernt viel. Zum Beispiel mit unterschiedlichen Menschen umzugehen, flexibel zu reagieren und sich auf verschiedenste Situationen einzulassen.“ Außerdem schule die Arbeit ihre Menschenkenntnis.

Vom Hilfesuchenden zum Helfer – eine Erfolgsgeschichte

Außerdem würden die Erfolgserlebnisse immer wieder motivieren. Besonders die Entwicklung eines Geflüchteten aus Somalia mache sie immer wieder sehr stolz auf ihre Arbeit. „Er kam vor drei Jahren nach Deutschland, konnte schon damals Englisch und hat unheimlich schnell Deutsch gelernt. Jetzt hilft er uns als Dolmetscher und will sogar studieren.“

Neben ihrer Arbeit in der Flüchtlingshilfe engagiert Kring sich zusätzlich im Patenprojekt Ausbildung, in dem sie jungen Menschen bei der Ausbildungssuche, Bewerbung und dem Bestehen der Ausbildung zur Seite steht. „Während meines Studiums habe ich mich gar nicht engagiert. Heute bin ich durch die Promotion zeitlich flexibel und kann endlich etwas tun“, sagt sie.

Im Zeitfaktor sieht die junge Frau einen der wesentlichen Gründe dafür, dass sich nicht noch mehr Menschen engagieren. „Die meisten arbeiten viel, haben einfach zu wenig Zeit.“ Nach der Promotion wird auch Krings Flexibilität rapide abnehmen – trotzdem möchte sie auch dann weiter helfen.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

Mit freundlicher Unterstützung durch das Zentrum für gute Taten e.V. und Kristina Malis (Fotos).

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