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Die Linke: Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow bilden neue Spitze


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Linken-Parteitag wählt neue Doppelspitze

Von dpa
Aktualisiert am 27.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Janine Wissler (l.) und Susanne Hennig-Wellsow sind die neue Führungsspitze der Linken.
Janine Wissler (l.) und Susanne Hennig-Wellsow sind die neue Führungsspitze der Linken. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa-bilder)
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Fast zehn Jahre lang haben Katja Kipping und Bernd Riexinger die Linke geführt, jetzt übernimmt ein neues Duo. Vom Parteitag geht die Botschaft aus: Wir wollen regieren.

Das neue, rein weibliche Führungsduo der Linken ist komplett: Nach der hessischen Landtagsfraktionschefin Janine Wissler wählte der Online-Parteitag am Samstag auch die thüringische Landeschefin Susanne Hennig-Wellsow zur Co-Vorsitzenden. Die 43-Jährige erhielt 378 von 536 abgegebenen Stimmen. Auf der sogenannten gemischten Wahlliste standen auch zwei männliche Gegenkandidaten, die 104 und 15 Stimmen erhielten. 39 Delegierte enthielten sich. Die Wahl der neuen Spitze muss anschließend noch per Briefwahl bestätigt werden.

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Hennig-Wellsow warb auf dem Parteitag für ein Bekenntnis der Linken, auch im Bund Regierungsverantwortung zu übernehmen: "Lasst uns nicht mehr warten! Die Menschen haben keine Zeit, auf uns zu warten." Sie werbe dafür, CDU und CSU aus der Bundesregierung zu vertreiben. "Ob Schwarz-Grün kommt oder Rot-Rot-Grün, liegt auch an uns."

Wissler erinnert an gesellschaftliche Spaltung

Wissler prangerte in ihrer Bewerbungsrede die gesellschaftliche Spaltung an, die sich durch die Corona-Krise vertieft habe. Viele Menschen seien im Zuge der Krise in Existenznot geraten und müssten um ihre Zukunft bangen, während die Zahl der Millionäre steige. "Mit diesen Zuständen werden wir uns niemals abfinden", sagte Wissler.

Wissler und Hennig-Wellsow lösen die bisherigen Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger ab. Sie hatten die Linke seit 2012 geführt und wollten eigentlich bereits im vergangenen Juni ihre Amtszeit beenden, aber wegen Corona wurde der Parteitag seitdem zweimal verschoben. Bei dem Online-Treffen wird an diesem Samstag auch über die Neubesetzung der Stellvertreterposten, des Bundesgeschäftsführers und des Bundesschatzmeisters abgestimmt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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