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Entsetzen in Frankreich: Zug überfährt Katze im Bahnhof


Innenminister schockiert
Entsetzen in Frankreich: Zug überfahrt Hauskatze im Bahnhof

Von afp
27.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein TGV im Bahnhof Montparnasse (Symbolbild): Eine entwischte Katze wurde auf einem Gleis überfahren, obwohl die Besitzer gewarnt hatten.Vergrößern des BildesEin TGV im Bahnhof Montparnasse (Symbolbild): Eine entwischte Katze wurde auf einem Gleis überfahren, obwohl die Besitzer gewarnt hatten. (Quelle: IMAGO/Markus Mainka)
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Eine überfahrene Katze sorgt in Frankreich für Aufregung. Sie war von einem Zug vor den Augen der Besitzer überfahren worden – trotz Warnung ans Zugpersonal.

Der Fall einer in Paris von einem Zug totgefahrenen Hauskatze hat in Frankreich für Entsetzen gesorgt. Innenminister Gérald Darmanin sagte am Freitag im Sender BFMTV, ihn habe "besonders schockiert", wie die französische Bahngesellschaft SNCF "den schrecklichen Fall" gehandhabt habe. Bei den Ermittlungen müsse nun geklärt werden, wer strafrechtlich für den Tod der Katze verantwortlich sei.

Der Kater Neko war seiner Besitzerin Georgia und ihrer 15-jährigen Tochter Melaina am 2. Januar am Pariser Bahnhof Montparnasse entwischt. Er sprang aus seiner Transporttasche und verschwand unter einem Zug. Mutter und Tochter versuchten 20 Minuten lang vergeblich, eine Abfahrt des Zuges zu verhindern. Das Personal reagierte nicht auf ihre Bitte, der Zug fuhr ab und tötete die Katze.

Besitzer: "Sie sagten, es sei nur eine Katze"

"Wir haben gesehen, wie er in zwei Hälften geschnitten wurde", sagte Melaina der Tierschutzorganisation "30 Millionen Freunde". "Sie sagten uns, es sei nicht ihr Problem, es sei nur eine Katze, und wir hätten sie an der Leine halten sollen." Die Bahn habe ihnen nach dem traumatischen Erlebnis lediglich eine kostenlose Fahrkarte nach Bordeaux angeboten.

Die Organisation "30 Millionen Freunde" zeigte die SNCF inzwischen wegen "schwerer Misshandlung und Grausamkeit, die zum Tod eines Tieres geführt hat" an. Sollte es zum Prozess kommen, könnte ein Gericht dafür eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro und eine fünfjährige Haftstrafe verhängen.

Die SNCF erklärte, sie bedauere den "tragischen" Vorfall, die Katze habe aber nicht gerettet werden können, da das Betreten der Gleise wegen der Gefahr eines Stromschlags strengstens verboten sei. Darmanin kündigte nun Schulungen für Polizisten in 4.000 Bahnhöfen im ganzen Land an, um besser auf Tierschmuggel und Tierquälerei reagieren zu können.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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