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Fertigstellung der Hülle über Tschernobyl-Ruine verzögert sich


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Bau der Tschernobyl-Schutzhülle verzögert sich

Von dpa
Aktualisiert am 20.12.2017Lesedauer: 1 Min.
Der Bau der Schutzhülle soll bis Mai 2018 beendet sein.
Der Bau der Schutzhülle soll bis Mai 2018 beendet sein. (Quelle: epa/ebrd photostream/Archiv/dpa-bilder)
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Bei den Abschlussarbeiten an der gewaltigen Schutzhülle über der Atomruine Tschernobyl in der Ukraine kommt es zu Verzögerungen.

Die Installation der Membranen, die den sogenannte Sarkophag mit der bestehenden Gebäudestruktur verbinden, dauere wegen der hohen Strahlenbelastung länger als erwartet, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

Es gehe dabei aber nicht um die Grundkonstruktion der Hülle, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums am Mittwoch in Berlin. Von einem reibungslosen Ablauf sei man bei einem so komplizierten Projekt nicht ausgegangen. Zuerst hatte "Spiegel Online" darüber berichtet.

Gut 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl hatten Spezialisten im November 2016 die Ruine mit der Schutzhülle verschlossen. Der 36.000 Tonnen schwere Sarkophag soll 100 Jahre Sicherheit vor radioaktiver Strahlung garantieren. Deutschland hat sich nach Angaben des Umweltministeriums mit etwa 200 Millionen Euro am Bau der gigantischen Schutzhülle beteiligt.

Beendigung der Arbeiten voraussichtlich bis Mai 2018

Der Bau soll Ende Mai 2018 abgeschlossen werden, wie der ukrainische Umweltminister Ostap Semerak am 8. Dezember per Facebook mitgeteilt hatte. Grund für die Verzögerung ist nach Angaben der Bundesregierung das sehr hohe Strahlungsniveau an einem Ende der Schutzhülle. Um die Arbeiter zu schützen, könne dort nur zeitlich eingeschränkt gearbeitet werden. Zudem habe es beim Bau eines Belüftungssystems Verzögerungen gegeben.

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"Es verheißt nichts Gutes, dass sich schon die Arbeiten am Sarkophag so stark verzögern und komplizierter sind als zunächst gedacht", sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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Von Niclas Staritz
BundesregierungTschernobylUkraine
Justiz & Kriminalität




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