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Papst Franziskus: Abtreibung ist wie "Auftragsmörder" anzuheuern

In Predigt auf dem Petersplatz  

Papst vergleicht Abtreibungen mit Auftragsmorden

10.10.2018, 12:33 Uhr | AFP, dpa

Papst Franziskus: Abtreibung ist wie "Auftragsmörder" anzuheuern. Papst Franziskus: Der Pontifex hat Abtreibungen mit Auftragsmorden verglichen. (Quelle: imago images/ZUMA/Evandro Inetti)

Papst Franziskus: Der Pontifex hat Abtreibungen mit Auftragsmorden verglichen. (Quelle: ZUMA/Evandro Inetti/imago images)

Die katholische Kirche spricht sich immer wieder gegen Abtreibungen aus. Papst Franziskus fand jetzt in einer Predigt besonders deutliche Worte – und verglich sie mit Auftragsmorden.

Papst Franziskus hat Abtreibungen mit Auftragsmorden verglichen. Eine Schwangerschaft abzubrechen sei "wie jemandem zu beseitigen". "Ist es richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?", fragte der Papst die am Mittwoch auf dem Petersplatz zur Generalaudienz versammelten Gläubigen. "Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?", fuhr er abweichend von seinem Predigttext fort.

"Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen", sagte Franziskus weiter. In seiner Predigt befasste er sich mit dem biblischen Gebot, nicht zu töten. Zunächst prangerte er die "Abwertung menschlichen Lebens" durch Kriege, Ausbeutung und Ausgrenzung an. Dann fügte er noch seine Gedanken zum Thema Abtreibung hinzu. "Aber wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben beseitigt, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein?"

Eltern bräuchten Nähe und Solidarität

Wenn Eltern die Diagnose einer schweren Behinderung ihres ungeborenen Kindes bekämen, bräuchten sie wahre Nähe und Solidarität, um ihre Ängste zu überwinden. "Stattdessen bekommen sie hastige Ratschläge, die Schwangerschaft abzubrechen", sagte das Katholiken-Oberhaupt. Für die katholische Kirche ist Abtreibung in jedem Fall eine schwere Sünde.

Abtreibung und künstliche Befruchtung sind in der katholischen Kirche tabu. In Franziskus’ Heimatland Argentinien war im August ein Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen gescheitert – nicht zuletzt wegen des massiven Widerstands der katholischen Kirche.

Verwendete Quellen:
  • AFP, dpa

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