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Trockenheit steuert auf absoluten Ausnahmewert zu

Von dpa
Aktualisiert am 19.10.2018Lesedauer: 3 Min.
Nach monatelanger DĂŒrre ist der Pegel des Rheins in Karlsruhe auf einen Tiefststand gefallen: Auch in den kommenden Tagen ist nicht mit Regen zu rechnen.
Nach monatelanger DĂŒrre ist der Pegel des Rheins in Karlsruhe auf einen Tiefststand gefallen: Auch in den kommenden Tagen ist nicht mit Regen zu rechnen. (Quelle: Uli Deck/dpa-bilder)
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Das Niedrigwasser am Rhein macht der Schifffahrt zu schaffen, auch Bauern und Waldbesitzer kĂ€mpfen mit der Trockenheit. Die Auswirkungen der DĂŒrre werden wohl jahrelang zu spĂŒren sein.

Mit Staunen blicken SpaziergĂ€nger und Anwohner derzeit auf den Rhein. Nach monatelanger Trockenheit zieht sich das Wasser des grĂ¶ĂŸten deutschen Stroms in eine immer schmaler werdende Fahrrinne zurĂŒck, verschiedene Pegel melden inzwischen historische TiefstĂ€nde. Nach EinschĂ€tzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach könnte 2018 eines der fĂŒnf trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren werden.

Wie trocken ist es tatsÀchlich?

"1947 war bisher das Maß aller Dinge", sagt DWD-Agrarmeteorologe Hans Helmut Schmitt. Auch 1921, 1976 und 1991 seien ungewöhnlich trockene Jahre gewesen. Wo sich 2018 tatsĂ€chlich einreiht, steht aber erst Ende des Jahres endgĂŒltig fest. Derzeit seien rund 70 Prozent der FlĂ€che Deutschlands von extremer Trockenheit betroffen. Besonders problematisch sei die Kombination aus hohen Temperaturen und geringen NiederschlĂ€gen. Denn je wĂ€rmer es ist, desto schneller verdunstet in der Regel der gefallene Regen. "Was die WĂ€rme angeht, fahren auf der Überholspur – was den Regen angeht, auf der Standspur", sagt Schmitt.

Ist es ĂŒberall in Deutschland gleich schlimm?

Nein. Besonders betroffen sind den Angaben zufolge das sĂŒdliche Rheinland-Pfalz – dort besonders die Vorderpfalz –, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. "In Bayern sieht es ganz gut aus", sagt Schmitt. Auch in Hessen seien die Böden auf das Jahr hochgerechnet noch vergleichsweise feucht. Das liegt unter anderem daran, dass schwere Böden noch bis zum FrĂŒhjahr den ĂŒbermĂ€ĂŸigen Regen des vergangenen Jahres speichern konnten, wie der Wetterforscher erklĂ€rt. Besonders sichtbar ist die Trockenheit derzeit am Rhein, an dem Rekord-TiefststĂ€nde von unter 80 Zentimetern gemessen werden. Zeitweise wurde im rheinland-pfĂ€lzischen Kaub am Mittelrhein sogar nur noch ein Wasserpegel von 35 Zentimeter erreicht. Das hat entsprechenden Folgen fĂŒr FĂ€hrbetriebe und Binnenschiffer, die derzeit teils gar nicht mehr, teils nur noch eingeschrĂ€nkt unterwegs sein können.

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Können die Wasserkraftwerke trotzdem ausreichend Strom produzieren?

Vor allem seit Juli blieb die Stromproduktion wegen der Trockenheit hinter den Vorjahreswerten zurĂŒck, sagt Harald Uphoff, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbands Deutscher Wasserkraftwerke. Da es bis ins FrĂŒhjahr hinein viel geregnet habe, gebe es im Gesamtsaldo aber nur einen geringen RĂŒckgang. Insgesamt profitierten die Erzeuger Erneuerbarer Energien bislang: Die vielen Sonnenstunden haben den RĂŒckgang bei der Wasserkraft bei Weitem wett gemacht. Die Produktion aus Sonnenenergie lag im September ein Drittel ĂŒber dem Vorjahreswert.

Muss man sich um den Grundwasser-Spiegel sorgen?

Die Grundwasser-Situation wird von den BundeslĂ€ndern jeweils einzeln erfasst. Aktuelle Daten fĂŒr das gesamte Bundesgebiet gibt es daher nicht. Nach Angaben des Verbandes kommunaler Unternehmen (VkU) hat es auf die Wasservorkommen keinen großen Einfluß, ob es in einem einzelnen Sommer mehr oder weniger regnet. "Wie sich die andauernde Trockenheit der vergangenen Monate auf die GrundwasserstĂ€nde auswirkt, wird die Bilanz im nĂ€chsten Jahr zeigen", sagte ein Sprecher in Berlin. In Hessen etwa wĂ€ren Sorgen nach EinschĂ€tzung von Mario Hergesell vom Hessischen Landesamt fĂŒr Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) verfrĂŒht. Dass der Grundwasserstand im Sommer abnimmt, sei erst einmal normal. "Entscheidend ist nun das Winterhalbjahr", sagt Hergesell. Bleibe es auch dann trocken, wĂ€ren sehr unterdurchschnittliche Werte die Folge.

Wie ist die aktuelle Situation der Landwirte?

Nachdem schon die Getreide- und GemĂŒseernte im Sommer schlecht ausfiel, setzt sich die Situation nun unverĂ€ndert fort. Die Folgen wĂŒrden vermutlich auch im kommenden Jahr spĂŒrbar sein, sagt Bauernverbands-PrĂ€sident Joachim Rukwied. "In den betroffenen Regionen, in denen noch immer kaum Regen gefallen ist, haben wir schlechte Raps- oder WintergerstenbestĂ€nde. Außerdem gehen wir davon aus, dass das Grundfutter fĂŒr die Tiere knapp wird und sich einige von ihren Tieren trennen mĂŒssen." Schwierig sei die Lage insbesondere in Nord- und Ostdeutschland.

Wie haben die WĂ€lder die DĂŒrre verkraftet?

FĂŒr die Arbeitsgemeinschaft Deutscher WaldbesitzerverbĂ€nde steht der Trockensommer in einer Reihe klimabedingter Extreme, darunter auch StĂŒrme wie "Friederike" vom vergangenen Januar. WaldbrĂ€nde, zerstörte Neuanpflanzungen und SchĂ€dlingsvermehrung hĂ€tten nun zusĂ€tzlich dauerhafte SchĂ€den verursacht. Unter dem Strich beziffert die Arbeitsgemeinschaft die Schadensumme fĂŒr die Forstwirtschaft mit rund 5,4 Milliarden Euro. Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald berichtet, unter jungen Pflanzen gebe es hohe AusfĂ€lle, beispielsweise in Rheinland-Pfalz oder Bayern. Fichten hĂ€tten besonders gelitten, zumal auch noch BorkenkĂ€fer ĂŒber sie hergefallen seien. Wichtig sei, dass die Trockenheit bald ein Ende habe und nicht noch andere Störfaktoren wie etwa weitere StĂŒrme hinzukĂ€men.

Ist bald Regen in Sicht?

Auch in den kommenden Tagen ist nicht mit flĂ€chendeckenden Regen zu rechnen. Zwar wird es ab Freitag vor allem in der Mitte Deutschlands zunehmend bewölkt, doch es bleibt trocken. Auch am Samstag und Sonntag wird der Himmel vielerorts bedeckt sein und es wird kĂŒhler. Leichte NiederschlĂ€gen werden aber lediglich an der KĂŒste erwartet.

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