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Nach dem Dürre-Frühling-Sommer kommt jetzt der Dürre-Herbst


Nach der Dürre im Sommer kommt jetzt der Dürre-Herbst

Eine Kolumne von Jörg Kachelmann

Aktualisiert am 04.10.2018Lesedauer: 2 Min.
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Ein verkümmerter Maiskolben liegt auf einem Feld (Symbolbild): Es droht weiter trocken zu bleiben, obwohl die Natur dringend viel Niederschlag braucht.
Ein verkümmerter Maiskolben liegt auf einem Feld (Symbolbild): Es droht weiter trocken zu bleiben, obwohl die Natur dringend viel Niederschlag braucht. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)
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Es ist Herbst. War's das also mit der Dürre für dieses Jahr? Weit gefehlt, schreibt unser Kolumnist Jörg Kachelmann. Selbst im Winter könnten Waldbrände drohen.

Irgendwann wird es klappen, dass wir zu dem zurückfinden, was in den Schulbüchern vorgesehen ist als durchschnittliche Wetterlage für uns: Tief im Norden, Hoch im Süden, dazwischen die Westwindzone. Über weite Teile des Sommerhalbjahres war es bisher umgekehrt, weshalb es an den Straßenrändern auf Sardinien jetzt aussieht wie sonst in der Uckermark und umgekehrt.

In der Uckermark, wo die Bundeskanzlerin aufwuchs, war es in den letzten 30 Tagen besonders trocken mit unter zehn Litern pro Quadratmeter:

(Quelle: Kachelmannwetter.com)

Auch anderswo in Deutschland konnte im September das große Regendefizit aus dem Sommer nicht aufgeholt werden. Nur im Süden regnete es ausreichend, aber dort war die Dürre auch schon in den Monaten zuvor nicht so schlimm. Wo die Regenmengen in den Grafiken gelb bis rot eingefärbt waren, blieben die Wiesen grün:

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(Quelle: Kachelmannwetter.com)

Es wäre wichtig, dass es mal anständig regnet, es sollte eher richtig schiffen. Die Waldbrandgefahr richtet sich nicht nach der Temperatur, sondern nach der Trockenheit. Wälder können deshalb selbst bei schneebedecktem Boden oder Frost brennen, wenn es lange genug nicht geregnet hat.

Aussichten sind weiter bescheiden

Die Aussichten für ein nachhaltig nasses Szenario sind allerdings weiterhin bescheiden. Schon der schnelle Blick auf die vorhergesagte Regensumme des europäischen Modells (ECMWF) bis Freitag kommende Woche zeigt: Fast ganz Deutschland bleibt trocken oder nur spärlichst beregnet, während das Mittelmeer weiterhin viel Regen erwarten darf. Das ist unter diesem Link gut zu sehen. Im Menü können Sie die Region wechseln oder Deutschland auswählen.

Wenn wir weiter in die Zukunft sehen wollen, gibt es seriös nur die 46-Tage-Vorhersagen des ECMWF. Das hat für den Sommer vieles richtig vorhergesehen was Dürre und Hitze betraf, für die Geeks hier eine Verifikation in englischer Sprache.

Wenn wir auf die neuesten Vorhersagen gucken, sehen wir weiterhin eine Verschärfung des Regendefizits für weitere Teile Deutschlands (mehr bräunliche Farben):

Das Problem ist weiterhin die große Unlust, eine Westwetterlage zu entwickeln. Die zweite Animation zeigt die Luftdruckabweichung vom Durchschnitt in einer Höhe von 5500 Metern. In dieser Höhe wird alles gesteuert und man sieht immer wieder die roten Farben für übernormal hohen Luftdruck im Norden und zu tiefen Luftdruck im Süden.

Das bedeutet, dass es weiterhin nicht auf der Karte von links nach rechts, sondern eher rauf und runter geht. Meridionalisierung ist schlecht für großen Regen, weil sowohl von Norden (Skandinavien) als auch von Süden (Alpen fangen alles ab) nichts Regenintensives zu erwarten ist.

Wie der Winter wird, weiß heute noch niemand. Alle diesbezüglichen Vorhersagen, die Sie bisher gesehen haben, sind völliger Schwachsinn. Im Sinne der Landwirtschaft müssen wir nur eines hoffen: Dass es entweder gaaaaaanz viel regnet oder meterweise Schnee gibt – auch in der Uckermark.

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