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Spanien: Neue Probleme bei Suche nach Zweihjährigem in Brunnenschacht

Drama in Spanien  

Neue Probleme bei Suche nach Kleinkind in Brunnenschacht

19.01.2019, 13:04 Uhr | dpa

 (Quelle: imago/CordonPress)
Spanien: Bergung des zweijährigen Julen aus tiefem Brunnenschacht verzögert sich

Rettungskräfte versuchen weiterhin, den zweijährigen Julen aus einem tiefen Brunnenschacht zu bergen. Das gestaltet sich allerdings schwierig, die geplanten Tunnel wurden immer noch nicht gebohrt. (Quelle: Reuters)

Spanien: Die Bergung des zweijährigen Julen aus einem tiefem Brunnenschacht verzögert sich weiter. (Quelle: Reuters)


Das Zittern um den zweijährigen Julen geht nach mehr als fünf Tagen weiter. Die Rettungskräfte stoßen jedoch in dem schwierigen Terrain immer wieder auf neue Probleme. 

Bei der Suche nach dem Kleinkind Julen, das seit sechs Tagen in einem mehr als 100 Meter tiefen Schacht verschollen ist, kommen die Helfer in Spanien weiterhin langsamer voran als geplant. Wegen der komplizierten Bedingungen in dem hügeligen Gebiet nahe der Küstenstadt Málaga konnten sie bis Samstagvormittag immer noch nicht mit dem Bau eines geplanten Bergungstunnels beginnen.

Die ganze Nacht waren die Helfer mit den Arbeiten zur Aufstellung einer Plattform zur Stabilisierung der Hauptbohrmaschine beschäftigt, wie Medien unter Berufung auf die Rettungsteams berichteten. Dabei waren mehrere Schaufelbagger im Einsatz.

Bei einem Familienausflug geschieht das Unglück

Vom zweijährigen Julen gibt es seit Sonntag kein Lebenszeichen. Der Kleine soll bei einem Ausflug mit seiner Familie in das Loch gefallen sein, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kameraaufnahmen wurde in dem Schacht in einer Tiefe von knapp 75 Metern eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt, die Julen bei sich hatte. Allerdings verhinderte lose Erde, mit der Kamera tiefer vorzudringen.

Der Sprecher der Helfer, Wegebau-Ingenieur Ángel García Vidal, sagte am Freitagabend, man habe sich zum Ziel gesetzt, den Kleinen "vor Montag" zu finden. Es gebe aber viele Unwägbarkeiten. Tatsächlich stieß man wenige Stunden später bei den Arbeiten zur Einebnung des Bodens wieder auf einen harten Felsen, der für neue Verzögerungen sorgte, wie Helfer berichteten.

Erfahrene Minenarbeiter sollen Bergungstunnel bauen

Mit der 75 Tonnen schweren Bohrmaschine will man einen Bergungstunnel bauen, der senkrecht zum Unglücksschacht verlaufen soll. In einer ersten Etappe wollen die Retter rund 80 Meter tief graben. Anschließend sollen erfahrene Minenarbeiter unten eine erste Verbindung zum Schacht herstellen, um zunächst in dieser Tiefe erneut mit einer Roboter-Kamera nach dem Kind zu suchen. Auch ein Bodenradar aus Schweden wird eingesetzt.


Sorgen bereitet den rund 100 Helfer am Hügel Cerro de la Corona in Totalán rund 15 Kilometer nordöstlich von Málaga auch, dass Regen angekündigt ist, der die Rettungsarbeiten zusätzlich behindern würde. Daher wurden am Freitag bereits Gräben zur Drainage gezogen. Am Samstagvormittag fielen am Unglücksort erste Tropfen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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