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Schulbus-Unglück in Thüringen – Polizei sucht nach Zeugen

Auch Kinder werden befragt  

Schulbus-Unglück in Thüringen – Polizei sucht nach Zeugen

27.01.2020, 15:26 Uhr | dpa

. Mit Hebekissen wird der verunglückte Schulbus aufgestellt: Der Bus fährt nach dem Unfall eine andere Route zur Schule. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Mit Hebekissen wird der verunglückte Schulbus aufgestellt: Der Bus fährt nach dem Unfall eine andere Route zur Schule. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Die Aufarbeitung des tragischen Schulbus-Unglücks in Thüringen beginnt – die Polizei sucht nach Zeugen. Es geht auch um die Frage, ob die Kinder angeschnallt waren.

Nach dem schweren Schulbusunfall mit zwei toten Kindern sucht die Polizei weiter nach Zeugen. Erste Vernehmungen habe es aber bereits gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Auch die Kinder sollen von der Polizei befragt werden, hieß es. "Es ist ein sehr sensibles Thema, wir gehen vorsichtig und mit einer gewissen Tiefe vor", sagte der Polizeisprecher. In den Gesprächen gehe es auch darum, zu klären, ob die Kinder angeschnallt gewesen waren. Sicherheitsgurte waren im Bus vorhanden. Der Unfall hatte auch eine Debatte über die Anschnallpflicht in Schulbussen ausgelöst.

Kein Hinweis auf technisches oder menschliches Versagen

Am Donnerstagmorgen war ein Bus mit 23 Kindern auf dem Weg von Eisenach zur Grundschule in Berka vor dem Hainich von einer eisglatten Straße in einen Graben gerutscht. Ein Mädchen und ein Junge im Alter von acht Jahren starben. Weitere Kinder wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Der Busfahrer erlitt einen Schock.

Nach ersten Ermittlungserkenntnissen gibt es keine Hinweise auf einen technischen Defekt oder ein Fehlverhalten des Fahrers. Ob der Mann bereits vernommen werden konnte, darüber gab der Polizeisprecher am Montag keine Auskunft.

Einige Kinder bereits wieder in der Schule

Wie viele Kinder am Montag die Krankenhäuser bereits verlassen hatten, konnte das Landratsamt des zuständigen Wartburgkreises nicht sagen. Einige Kinder waren allerdings bereits am Freitag wieder in der Schule gewesen, wo Schulpsychologen sie betreuten.

Momentan fahre der Bus nicht über die Unfallstrecke zur Schule, hieß es beim Landratsamt. Die Route, auf der es zu dem Unglück kam, war eigentlich aus Sicherheitsgründen gewählt worden. Durch die Streckenführung konnte der Bus an der Schule halten, ohne dass die Kinder noch eine Straße überqueren müssen. Um den Kindern nun aber den Anblick des Unfallortes zu ersparen, fahre eine Betreuerin mit, die die Kinder im Dorf über diese Straße begleite.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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