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Corona-Ausbreitung in Deutschland: So viele Erkrankte gibt es je Landkreis

Interaktive Infografik  

So viele Coronavirus-Infektionen gibt es in Ihrem Landkreis

Von Laura Stresing, Lars Wienand

27.03.2020, 15:54 Uhr

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in ganz Deutschland aus. Inzwischen sind fast alle Landkreise betroffen – manche mehr, manche weniger. Und täglich werden neue Fälle bekannt. t-online.de zeigt die aktuelle Lage auf einer interaktiven Karte. 

Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Überall in Deutschland werden täglich neue Infektionen gemeldet. Die folgende Karte zeigt: Kaum ein Landkreis in Deutschland ist von der Pandemie verschont geblieben. Gehen Sie auf einen Landkreis, um mehr Informationen angezeigt zu bekommen. 

Die Grafik zeigt die absoluten Zahlen der gemeldeten Fälle. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass sich in den Ballungszentren, wo viele Menschen leben, natürlich auch die Infektionen häufen. Ein direkter Vergleich ist daher nur begrenzt möglich. Die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerung finden Sie hier

Hinweis zur Aktualität: Die Karte beruht auf Angaben der Behörden. Sie wird mehrmals täglich aktualisiert, sobald neuere Daten verfügbar sind.   

Man sieht große Unterschiede. So meldet der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen die meisten Fälle, in denen Patienten positiv auf das Virus getestet wurden. Das Robert-Koch-Institut stuft die Region als "besonders betroffenes Gebiet" ein – bislang noch das einzige in Deutschland. 

Doch auch Berlin, München, Hamburg und Köln verzeichnen einen rasanten Anstieg bei den Fallzahlen. Klar: Das sind die Großstädte. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, sind mehr Infektionen zu erwarten als in den dünner besiedelten Regionen in Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern. Die Daten werden aus den einzelnen Angaben der Landkreise von Risklayer zusammengetragen, neue Daten fließen zeitnah ein.

Dieser Landkreis liegt direkt hinter Heinsberg

Um die Dimensionen in Relation zur jeweiligen Bevölkerung zu zeigen, haben wir auch die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner errechnet. So sieht es beispielsweise so aus, als sei der Hohenlohe-Landkreis in Baden-Württemberg genau wie Heinsberg deutlich stärker betroffen als alle deutschen Großstädte.


Nicht vergessen sollte man allerdings, dass die Statistik nicht unbedingt das reale Infektionsgeschehen widerspiegelt. Es ist davon auszugehen, dass viele Fälle von Covid-19 unerkannt bleiben, da die Krankheit zumindest in der Anfangsphase teilweise mild oder sogar gänzlich ohne Symptome verläuft. Diese Fälle können nur durch Labortests entdeckt und isoliert werden – und die Labore kommen jetzt schon kaum mit dem Testen hinterher.

Viele Tests führen automatisch zu hohen Fallzahlen

Die Dunkelziffer der Infizierten könnte in einigen Regionen also um ein Vielfaches höher liegen als die offiziellen Zahlen. Umgekehrt lässt sich aber auch sagen: Dort, wo die Lage auf den ersten Blick besonders dramatisch aussieht, wird vielleicht einfach nur besonders viel und besonders gewissenhaft getestet. Eine hohe Fallzahl hat insofern auch ihr Gutes: Denn je eher die Infektionsherde erkannt werden, desto eher lässt sich der Virus in den Griff bekommen. 

Leider liegen zu den durchgeführten Tests und Testkapazitäten noch keine Daten vor. Das Robert-Koch-Institut ist aber dabei, diese zusammenzutragen. 

Zur Methode: Die Daten stammen von den Kreisen und kreisfreien Städten und werden bei dem Karlsruher Unternehmen Risklayer von James Daniell und seinem Team mit Crowdsourcing-Unterstützung zusammengetragen und ständig aktualisiert. Die Daten wurden aufbereitet und visualisiert von Cem Özer und Benjamin Springstrow.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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