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Coronavirus in Deutschland: Wie viele Erkrankte in Ihrem Landkreis?

Interaktive Infografik  

So viele Coronavirus-Infektionen gibt es in Ihrem Landkreis

Von Laura Stresing, Lars Wienand

22.05.2020, 13:20 Uhr

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in ganz Deutschland aus. Alle Landkreise sind betroffen – manche mehr, manche weniger. Und täglich werden neue Fälle bekannt. t-online.de zeigt die aktuelle Lage auf einer interaktiven Karte. 

Überall in Deutschland werden täglich neue Covid-19-Infektionen gemeldet. Die folgende Karte zeigt: Kein Landkreis in Deutschland ist von der Pandemie verschont geblieben. Gehen Sie auf einen Landkreis, um mehr Informationen angezeigt zu bekommen. 

Die Grafik zeigt die absoluten Zahlen der gemeldeten Fälle. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass sich in den Ballungszentren, wo viele Menschen leben, natürlich auch die Infektionen häufen. Ein direkter Vergleich ist daher nur begrenzt möglich. Die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerung finden Sie hier

Hinweis: Die Karte beruht auf Angaben der Behörden. Sie wird mehrmals täglich aktualisiert. Mehr zur Methodik finden Sie am Ende des Artikels.  

Man sieht große Unterschiede. So melden die Großstädte Berlin, München und Hamburg, sowie der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen die meisten Fälle, in denen Patienten positiv auf das Virus getestet wurden. Das Robert-Koch-Institut stufte die Region Heinsberg lange Zeit als "besonders betroffenes Gebiet" ein. Seit dem 31. März wird darauf verzichtet, da sich das Virus deutschlandweit rasant verbreitet. 

Rund um die Ballungszentren der Bundesländer häufen sich die Fallzahlen. Das ist wenig überraschend: Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, sind mehr Infektionen zu erwarten als in den dünner besiedelten Regionen in Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern. Die Daten werden aus den einzelnen Angaben der Landkreise von Risklayer zusammengetragen, neue Daten fließen zeitnah ein.

Dieser Landkreis liegt direkt hinter Heinsberg

Um die Dimensionen in Relation zur jeweiligen Bevölkerung zu zeigen, haben wir auch die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner errechnet. So sieht es beispielsweise so aus, als sei der Hohenlohe-Landkreis in Baden-Württemberg oder Tirschenreuth in Bayern stärker von der Epidemie betroffen als die Großstädte. 


Nicht vergessen sollte man allerdings, dass die Statistik nicht unbedingt das reale Infektionsgeschehen widerspiegelt. Es ist davon auszugehen, dass viele Fälle von Covid-19 unerkannt bleiben, da die Krankheit zumindest in der Anfangsphase teilweise mild oder sogar gänzlich ohne Symptome verläuft. Diese Fälle können nur durch Labortests entdeckt und isoliert werden – und die Labore kommen jetzt schon kaum mit dem Testen hinterher.

Viele Tests führen automatisch zu hohen Fallzahlen

Die Dunkelziffer der Infizierten könnte in einigen Regionen also um ein Vielfaches höher liegen als die offiziellen Zahlen. Umgekehrt lässt sich aber auch sagen: Dort, wo die Lage auf den ersten Blick besonders dramatisch aussieht, wird vielleicht einfach nur besonders viel und besonders gewissenhaft getestet. Je eher die Infektionsherde erkannt werden, desto eher lässt sich der Virus in den Griff bekommen. 

Leider liegen zu den durchgeführten Tests und Testkapazitäten noch keine abschließenden Daten vor. Das Robert-Koch-Institut ist aber dabei, diese zusammenzutragen. 

Die Daten wurden aufbereitet und visualisiert von Cem Özer und Benjamin Springstrow.

Zur Methodik:
t-online.de bezieht die Fallzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städte von der Firma Risklayer. Diese wiederum trägt die Daten im sogenannten Crowdsourcing-Verfahren zusammen. Das heißt, dass Freiwillige die Informationen bei den regionalen Behörden abfragen und in ein gemeinsames Dokument eintragen, wo sie von anderen mehrfach überprüft und verifiziert werden. Als Hauptquelle dienen dabei die jeweiligen Websites der Landkreise und anderer offiziellen Stellen.
Die lokalen Behörden melden neue Fälle oft schneller als die Einrichtungen der Länder oder des Bundes und aktualisieren ihre Angaben in unregelmäßigen Abständen. In der Gesamtzahl auf Landes- und Bundesebene kann es in den hier dargestellten Daten aufgrund des Meldeverzugs zu Abweichungen zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts oder anderen Landes- und Bundesbehörden kommen.
Um neue Entwicklungen auf Landkreisebene möglichst in Echtzeit wiedergeben zu können, aktualisieren wir unsere Infografik stündlich. Das heißt, sobald Risklayer seine Daten ergänzt, sehen Sie dies auch bei uns. (Tipp: Um die kreisfreien Städte zu sehen, müssen Sie eventuell näher in die Karte hineinzoomen.)
Trotzdem können diese Daten nicht das tatsächliche Ausbruchsgeschehen wiedergeben. Dies liegt unter anderem an Faktoren wie der Inkubationszeit, der Zahl der durchgeführten Test und dem jeweiligen Diagnose- und Meldeverfahren in den Regionen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer bei den Infizierten und bereits Genesenen aus.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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