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Neuer Höchststand: RKI meldet mehr als 23.500 Corona-Neuinfektionen


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RKI meldet neuen Rekord – doch es gibt trotzdem Hoffnung

Von dpa, lr

Aktualisiert am 13.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein PCR-Labor in Berlin: Hier werden Corona-Tests ausgewertet.
Ein PCR-Labor in Berlin: Hier werden Corona-Tests ausgewertet. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Obwohl Deutschland seit fast zwei Wochen im Teil-Lockdown ist, gibt es an diesem Freitag erneut einen Rekord an Neuinfektionen. Wer sich die Zahlen genauer anschaut, entdeckt jedoch positive Anzeichen.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1.700.

Während die Zahlen weiter steigen, befindet sich Deutschland seit Anfang November im Teil-Lockdown. Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Das Ziel: sinkende Fallzahlen.

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► Wie passt das zusammen?

Grundsätzlich braucht es zwischen zwei und drei Wochen, bis sich die Wirkung neuer Corona-Maßnahmen tatsächlich überprüfen lässt. Das liegt einerseits an der vergleichsweise langen Inkubationszeit von im Durchschnitt fünf bis sieben Tagen, andererseits an der derzeit hohen Auslastung der Labore im ganzen Land. So kann es zum Teil mehrere Tage dauern, bis ein Test ausgewertet ist und in der Statistik auftaucht.

Schon jetzt, am zwölften Tag im Teil-Lockdown, lässt sich allerdings ein Effekt erkennen. Denn die Zahl der Neuinfektionen steigt zwar weiter auf neue Rekorde – aber insgesamt deutlich langsamer als vor der Verschärfung der Corona-Maßnahmen Anfang November.

Die Verdopplungszeit der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 22 Tagen. Ende Oktober lag der Wert noch unter zehn. Der Sieben-Tage-Schnitt der Corona-Fälle steigt zudem seit zwei Wochen immer langsamer an, zuletzt nur noch um elf Prozent. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte die Zahl der täglichen Neuinfektionen bald wieder sinken.

Auch ein Blick ins Ausland macht Hoffnung. Frankreich und Spanien beispielsweise, die früher und in noch striktere Lockdowns gegangen sind, vermelden dort nun sinkende Fallzahlen. Die vergleichsweise flache Kurve in Deutschland steigt ebenfalls immer langsamer – und könnte sich bald umkehren.

Trotz der positiven Tendenzen sind die täglichen Fallzahlen aber aktuell noch deutlich zu hoch, um einen Kollaps der Intensivstationen mittelfristig zu vermeiden. Auch die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt weiter, am Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen.

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Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Es schätzt, dass rund 481.700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherche
  • Our World in Data
  • Nachrichtenagentur dpa
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