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Reisen trotz Corona: Iren buchen Arzttermine im Ausland


Schlupfloch in der Gesetzgebung
Reisen trotz Corona: Iren buchen Arzttermine im Ausland

Von dpa
16.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Ein spanischer Zahnarzt bei der Behandlung: Irische Touristen nutzen Arzttermine als Schlupflöcher, um trotz der Pandemie in Urlaub zu fliegen.Vergrößern des BildesEin spanischer Zahnarzt bei der Behandlung: Irische Touristen nutzen Arzttermine als Schlupflöcher, um trotz der Pandemie in Urlaub zu fliegen. (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)
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Junge Iren umgehen die Reisebeschränkungen offenbar mit einem Trick. Laut Berichten buchen sie auf den Kanaren und in anderen Ferienregionen Arzttermine, um ausreisen zu dürfen. Der Polizei sind die Hände gebunden.

Trotz eines Urlaubsverbots wegen der Corona-Pandemie sind Medienberichten zufolge Tausende Iren in jüngster Zeit ins Ausland geflogen. Dafür nutzen sie ein Schlupfloch in der Gesetzgebung: Reisen sind erlaubt, wenn sie gesundheitlich notwendig sind.

Nun hätten zahlreiche Menschen Zahnarzttermine etwa in Spanien gebucht, berichtete das Internet-Portal "Politico" am Dienstag. Dem Sender RTÉ Radio sagte eine Zahnarzthelferin auf der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa, ihre Praxis erhalte täglich fünf bis sieben Terminanfragen von Iren, oft jungen Pärchen.

Zahnarzthelferin: "Sie nehmen Menschen Termine weg"

Normalerweise seien die Patienten ältere europäische Reisende, sagte sie. Diese Buchungswelle sei neu – und viele nähmen ihren Termin nicht wahr. "Da sie nicht auftauchen, haben wir begriffen, dass das nur eine Ausrede für einen Urlaub ist. Sie nehmen Menschen Termine weg, die sie brauchen und Schmerzen haben", sagte sie. Wie "Politico" berichtete, lehnen mehrere Praxen auf den Kanaren mittlerweile irische Patienten ab oder verlangen Vorkasse.

Der irischen Polizei sind die Hände gebunden. Zwar seien bereits gegen Hunderte Menschen Geldstrafen von 500 Euro verhängt worden. Die Polizei hat aber kein Recht, die Reisenden an der Ausreise zu hindern, wenn sie Terminbestätigungen vorzeigen können.

Weitere Ziele waren unter anderem Barcelona, die Türkei und Marokko. Die Behörden planen nun, die Geldstrafen deutlich auf 2.000 Euro zu erhöhen. Polizeichef Drew Harris warnte Reisende, dass sie bei einem Verstoß gegen die Corona-Regeln verhaftet werden können.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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