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Ligurien/Italien: Rund 200 Särge nach Erdrutsch im Meer versunken

Küstenort in den Ligurien  

Rund 200 Särge nach Erdrutsch im Meer versunken

23.02.2021, 17:52 Uhr | dpa-AFX

Ligurien/Italien: Rund 200 Särge nach Erdrutsch im Meer versunken. Die malerische Kulissen in Camogli: Teile des Friedhofs sind ins Meer gestürzt.  (Quelle: dpa/Vigili del Fuoco)

Die malerische Kulissen in Camogli: Teile des Friedhofs sind ins Meer gestürzt. (Quelle: Vigili del Fuoco/dpa)

In einem italienischen Küstenort hat sich ein folgenschweres Unglück ereignet: Dutzende Särge stürzten nach einem Erdrutsch in den Ozean. Die Suche nach Überresten dauert an. 

In dem ligurischen Küstenort Camogli sind bei einem Erdrutsch Teile eines Friedhofs, der hoch über dem Meer lag, mit Dutzenden Särgen in die Tiefe gestürzt. Zusammen mit Stein und Geröll aus der Klippe rauschten bei dem Unglück vom Montag auch Särge direkt ins Wasser.

"Die Suche nach den vom Unglück betroffenen menschlichen Überresten läuft noch", sagte Bürgermeister Francesco Olivari. Feuerwehr, Küstenwache und andere Helfer hatten schon kurz nach dem Abbruch unterhalb des malerisch gelegenen Friedhofs mit Booten die Bergung aus dem Meer gestartet.

Ursache war zunächst offen

Nach italienischen Agenturberichten könnte es sich um rund 200 Särge und andere Gegenstände aus den Gräbern handeln. Arbeiter, die auf dem Friedhof tätig waren, hatten ein lautes Geräusch gehört, dann brachen die Außenmauer und ein Stück des Geländes weg. "Ein Teil der abgestürzten Überreste liegt wohl auch am Hang unter dem Geröll", erläuterte Olivari.

Die Ursache des Erdrutsches in der Region mit vielen felsigen Steilküsten bei Genua war zunächst offen. Laut Olivari könnten aber starke Regenfälle in den vergangenen Jahren den Untergrund verändert haben. Bei dem Erdrutsch gab es keine Verletzen. Experten sahen zunächst keine große Gefahr für andere Gebäude in der Nähe. Camogli ist ein historisches Hafenstädtchen mit einer mittelalterlichen Verteidigungsburg, das besonders bei Touristen beliebt ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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