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Astrazeneca für alle Altersgruppen? Das denken die Deutschen

Exklusive Umfrage  

Astrazeneca für alle? Das denken die Deutschen

26.02.2021, 15:14 Uhr
Astrazeneca für alle Altersgruppen? Das denken die Deutschen. Impfung: Das Astrazeneca-Vakzin wird derzeit nur an unter 65-Jährige verimpft.  (Quelle: imago images/Jochen Eckel)

Impfung: Das Astrazeneca-Vakzin wird derzeit nur an unter 65-Jährige verimpft. (Quelle: Jochen Eckel/imago images)

Der Impfstoff von Astrazeneca gilt als Ladenhüter. Obwohl dem Vakzin vergleichsweise weniger Bürger vertrauen, fordert die Mehrheit einen breiteren Zugang zu dem Mittel, wie eine exklusive Umfrage zeigt.

Der Astrazeneca-Impfstoff wird in Deutschland zu wenig verimpft, Millionen Dosen bleiben in den Lagern liegen, weil Impfberechtigte nicht zu ihren Terminen erscheinen. Der Grund: Ein Misstrauen gegen das Vakzin, das eine etwas geringere Wirkung hat als die Mittel von Biontech und Moderna. Um die Dosen nicht ungenutzt in Lagern liegen zu lassen, wird nun bereits darüber diskutiert, das Vakzin nicht nur einer bestimmten Gruppe zugänglich zu machen, sondern allen Bürgern. Genau das fordert auch die Mehrheit der Deutschen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online zeigt. Fast 58 Prozent der Bevölkerung würden es befürworten, wenn Astrazeneca im Kampf gegen die Corona-Pandemie allen Alters- und Prioritätengruppen verabreicht werden könnte.
 

 
Dem gegenüber stehen lediglich 29 Prozent der Teilnehmer, die eine derartige Zulassung ablehnen würden. Unklar – wird nicht in der Umfrage erhoben – ist, aus welchem Grund sie dagegen sind. Womöglich, weil sie das Mittel als zu risikoreich bewerten. 14 Prozent zeigten sich bei der Frage unentschieden. 

Große Unterschiede zeigen sich auch im Meinungsbild der verschiedenen Parteianhänger. Am meisten Zustimmung findet eine allgemeine Zulassung des Impfstoffes bei potentiellen Wählern der Grünen (63,7 Prozent), der Union (60 Prozent), der SPD (62 Prozent), der FDP (61,4 Prozent) und der Linken (57,3 Prozent). Dementsprechend liegt der Anteil der Kritiker in den Parteien bei rund einem Viertel. Die Sympathisanten der AfD sind zwiegespalten: 43 Prozent lehnen eine Freigabe von Astrazeneca ab, 40 Prozent heißen sie gut. 

Mit Blick auf die Bevölkerungsdichte zeichnet sich ein klares Bild ab: Eine große Mehrheit der Stadtbewohner (67,3 Prozent) spricht sich für eine Zulassung des Vakzins für alle Bürger aus. Lediglich etwa 21 Prozent sind dagegen. Bei den Bürgern, die auf dem Land wohnen, sieht das anders aus: Fast ein Drittel bewertet die Zugänglichkeit für alle als negativ, während fast 58 Prozent die Öffnung der Impfung begrüßen würden. 

Mit Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen lassen sich ebenso Tendenzen feststellen: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer jeden Alters befürwortet zwar eine allgemeine Zulassung. Markante Unterschiede zeigen sich jedoch bei den Anteilen der Kritiker: Am meisten auf Ablehnung stößt ein entsprechender Zugang bei den 30- bis 39-Jährigen (37,2 Prozent), am wenigsten bei den 40- bis 49-Jährigen (23,4 Prozent). 

In die Umfrage flossen die Antworten von 5.066 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Personen ein, die vom 24. bis 26. Februar 2021 gefragt wurden: "Sollte der AstraZeneca-Impfstoff für alle Bürger zur Corona-Impfung freigegeben werden?" Das Ergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren, der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte; für Teilgruppen kann er davon abweichen.

Verwendete Quellen:
  • Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online

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