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Corona-Zahlen: Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt bundesweit 100

Einen Tag vor Corona-Gipfel  

Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt bundesweit Wert von 100

21.03.2021, 06:16 Uhr | rtr, dpa

Corona-Zahlen: Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt bundesweit 100. Mobiles Corona-Testcenter an einer Schule in Königstein (Hessen): Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen steigt bundesweit drastisch an. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Mobiles Corona-Testcenter an einer Schule in Königstein (Hessen): Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen steigt bundesweit drastisch an. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Der Inzidenzwert von 100 wurde ursprünglich als Notbremse definiert, bei der die Corona-Regeln verschärft werden sollen. Nun ist er bundesweit überschritten worden. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) teilte am Sonntag mit, die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liege bei 103,9. Am Vortag hatte sie 99,9 betragen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 13.733 neue Corona-Infektionen. Außerdem wurden 99 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 10.790 gemeldete Neuinfektionen und 70 registrierte Todesfälle an einem Tag gewesen. Sonntags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Merkel will Notbremse aktivieren

Die deutlich steigenden Infektionszahlen werden den für Montag geplanten Corona-Gipfel von Bund und Ländern dominieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten wollen dann entscheiden, wie es mit den Corona-Auflagen weitergeht. Erst vor zwei Wochen waren leichte Lockerungen in Kraft getreten. Es häufen sich nun Forderungen, diese wieder zurückzunehmen.

Bei ihrem vergangenen Spitzengespräch am 3. März hatten sich Merkel und die Länderchefs auf einen Notbremsen-Mechanismus geeinigt, bei dem der Inzidenzwert 100 eine zentrale Rolle spielt. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Bundesland oder einer Region auf über 100, wird die Bremse gezogen. Dann müssen Lockerungen zurückgenommen und Kontakte wieder beschränkt werden. Bundeskanzlerin Merkel hatte bereits am Freitagabend gefordert, von der Notbremse "Gebrauch zu machen".

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Seit dem Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des RKI 2.659.516 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 74.664.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

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